Begehbare Dusche: Nur schön oder auch funktional?
Also mal ehrlich – wer träumt nicht von einer stylischen, offenen Dusche ohne diese wackelige Tür, die ständig quietscht? Ich hab genau das gedacht, als ich meine erste Wohnung mit Badumbau geplant hab. Und dann kam der Punkt: Wie groß muss die Dusche überhaupt sein, damit’s nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert?
Spoiler: Es geht nicht nur um "je größer, desto besser". Aber auch nicht um "Minimalmaß reicht".
Mindestmaße – was ist das absolute Minimum?
Die DIN-Norm sagt: 120 x 120 cm ideal
Laut DIN 18040 (ja, es gibt echt ne Norm dafür) gelten 120 cm x 120 cm als angenehm für barrierefreie begehbare Duschen. Also genug Platz zum Drehen, Haare waschen, ohne ständig die Ellbogen an der Wand anzuhauen.
Aber: viele bauen mit 90 x 120 cm – das geht auch, ist aber schon eher kompakt. Ich hab das mal bei ner Freundin ausprobiert. Ging okay, aber bisschen zu cozy für meinen Geschmack (und ich bin nicht mal besonders breit gebaut ).
80 x 80 cm? Eher Notlösung.
Das ist technisch das absolute Minimum, das oft in alten Bädern vorkommt. Aber glaub mir, das fühlt sich nicht begehbar an – das ist eher „schräg reinstellen, hoffen, dass Wasser drin bleibt und nicht umfallen“.
Warum die Länge so wichtig ist
Spritzschutz! Niemand mag Pfützen im Bad
Je länger die Dusche, desto weniger Spritzwasser fliegt raus. Wenn du keine Duschwand oder -tür hast (also wirklich offen), solltest du mindestens 140 cm in der Tiefe einplanen, besser sogar 160 cm, wenn du’s ganz trocken willst im Bad.
Ich hatte anfangs ne begehbare mit nur 120 cm Länge und keine Glasscheibe – nach jeder Dusche musste ich mit dem Handtuch durchs halbe Bad wischen. Nervt auf Dauer.
Bewegungsfreiheit: Duschen ohne Akrobatik
Klar, wenn du jung und gelenkig bist, denkst du: "Ach, ich brauch doch nicht viel Platz!"
Aber glaub mir, wenn du mal mit Shampoo in den Augen versuchst, die Flasche aufzuheben, während du auf engem Raum rumrutschst… dann denkst du anders.
Extras, die die Größe beeinflussen
Gefälle und Ablauf
Ein guter Ablauf braucht etwas Platz. Das heißt: wenn du eine begehbare Dusche mit bodengleichem Gefälle willst, plan ruhig ein paar Zentimeter extra Länge ein, damit das Wasser nicht staut.
Mein Kumpel Tom hatte das Problem, dass sein Ablauf zu nah am Rand lag – Ergebnis: ständiges Rinnen aus der Dusche raus. Hat er später teuer umbauen lassen.
Mit oder ohne Glaswand?
Wenn du eine Glaswand einbaust, kannst du bei der Länge etwas „sparen“. Bei komplett offener Dusche musst du länger bauen, damit Wasser drinbleibt.
Mein Fazit nach Umbau und Fehlplanung
Wenn ich nochmal bauen würde? Ganz ehrlich: mindestens 140 cm Länge, lieber 160 cm. Und die Breite? 90 bis 100 cm ist super, 120 cm ist Luxus.
Ich hab zu knapp geplant am Anfang, weil ich dachte: „Reicht doch locker.“ Hat gereicht – aber war nicht geil. Und beim Bad willst du’s doch richtig machen, oder?
Also, wie lang muss eine begehbare Dusche sein?
Kommt drauf an. Aber wenn du mich fragst: Mach sie lang genug, damit du dich nicht jeden Morgen ärgerst. Du benutzt sie jeden Tag. Gönn dir den Platz. Dein zukünftiges Ich sagt danke.
