Der klassische Bindestrich – oder doch Trennstrich?
Ich hab’s immer „Bindestrich“ genannt, aber dann hab ich gelesen, dass es auch „Trennstrich“ heißt. Und ehrlich gesagt, das Verwirrt mich manchmal total. Manchmal wird der Bindestrich verwendet, um Wörter zu verbinden, wie in „E-Mail“ oder „Winter-Reifen“. Aber wenn Wörter am Zeilenende getrennt werden, spricht man oft vom Trennstrich. Ist das jetzt das gleiche oder nicht?
Letzten Monat musste ich meiner Schwester Anna erklären, warum man in manchen Texten solche kleinen Striche setzt und in anderen nicht. Sie meinte nur: „Warum heißt das nicht einfach Bindestrich, fertig?“ Aber ja, es ist tatsächlich ein bisschen komplizierter.
Was sagt die Grammatik dazu?
Also, ganz offiziell nennt man diesen Strich „Bindestrich“ (im Deutschen „-“) – das ist das kleine Zeichen, das Wörter oder Silben verbindet. Der „Trennstrich“ dagegen ist das gleiche Zeichen, aber eben verwendet, um Wörter am Zeilenende zu trennen, wenn nicht mehr genug Platz ist. Sozusagen eine Funktion desselben Zeichens, aber mit unterschiedlichem Zweck.
Interessant, oder? Eigentlich ist es also ein und dasselbe Zeichen, nur nennt man es anders, je nachdem, wie man es benutzt. Klingt erstmal logisch, aber wenn man’s nicht weiß, verwirrt das total.
Und wie sieht’s mit dem Gedankenstrich aus?
Ach, und da gibt’s ja auch noch den Gedankenstrich (–). Der ist länger als der Bindestrich und wird verwendet, um Gedanken einzuschieben oder etwas hervorzuheben. Zum Beispiel so: „Ich war gestern in Berlin – naja, eigentlich nur für ein paar Stunden – und hab viel erlebt.“
Ich hab früher oft den Bindestrich genommen, weil ich gar nicht wusste, dass’s da einen Unterschied gibt. Mein Deutschlehrer hätte wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Na ja, man lernt nie aus!
Ein bisschen persönliche Verwirrung
Ach, und weißt du was? Einmal hab ich beim Schreiben einer Einladung an meine Freunde total durcheinandergebracht, wann ich Bindestrich und Gedankenstrich nehmen sollte. Da stand plötzlich „Geburtstags-feier – am Samstag“ und ich hab’s erst hinterher gemerkt. Meine Freundin Lisa hat dann ganz trocken gesagt: „Toll, jetzt klingt’s, als gäbe es eine Geburtstagsfeier-Edition.“ Ich musste richtig lachen, aber es zeigt, wie leicht man da ins Stolpern kommt.
Warum das Ganze überhaupt wichtig ist?
Manche Leute sagen ja, das ist doch egal, Hauptsache man versteht sich. Und grundsätzlich stimmt das ja. Aber wenn man’s mal richtig draufhat, sieht’s einfach professioneller aus und macht das Lesen angenehmer. Außerdem hilft es beim Vermeiden von Missverständnissen – denn man glaubt gar nicht, wie oft ein falscher Strich die Bedeutung verändern kann.
Fazit: Also, wie heißt der Trennstrich?
Zusammengefasst: Das kleine Strichlein, das wir verwenden, heißt Bindestrich, wenn es Wörter oder Silben verbindet, und Trennstrich, wenn es am Zeilenende zum Trennen genutzt wird. Und dann gibt’s noch den längeren Gedankenstrich, der für Einschübe und Pausen steht.
Jetzt weißt du’s – oder bist zumindest ein bisschen schlauer als vorher. Und falls du das nächste Mal unsicher bist, wie dieser Strich heißt oder wann du welchen nehmen sollst: Einfach kurz nachdenken oder fragen. Und keine Angst vor Fehlern, ich mach’s auch dauernd!
Ach, und wenn du magst, erzähl mal, ob dir das auch schon mal passiert ist. Ich bin gespannt!
