Deutsch und seine Verwandten – da fällt einem ja erstmal das Englische ein, oder?
Viele denken sofort an Englisch. Weil, naja, Englisch ist überall, man lernt’s ja schon in der Schule – und es hat irgendwie auch deutsche Wurzeln. Tatsächlich gehört Englisch ja zur germanischen Sprachfamilie, genau wie Deutsch. Aber wenn ich ehrlich bin, fühlt sich Englisch manchmal eher wie ein Cousin zweiten Grades an, der zwar verwandt ist, aber irgendwie ganz anders tickt. Die Grammatik ist leichter, die Wörter manchmal vertraut, aber eben nicht so richtig nah.
Warum nicht Niederländisch? Das klingt doch viel ähnlicher!
Stimmt, wenn man so drüber nachdenkt, ist Niederländisch fast schon wie ein Dialekt von Deutsch. Ich erinnere mich an einen Trip nach Amsterdam, wo ich mit meinem Freund Jan spontan versucht hab, ein bisschen Niederländisch zu sprechen. Und weißt du was? Es hat tatsächlich geklappt, wir konnten uns ganz gut verständigen, ohne ständig Englisch zu benutzen. Die Wörter sind oft ähnlich, die Satzstruktur auch – aber es gibt auch genug Unterschiede, die einen dann doch wieder stolpern lassen.
Was ist mit dem Plattdeutschen? Das ist doch quasi Deutsch, oder?
Ach, Plattdeutsch! Das kann man fast als Dialekt bezeichnen, aber für viele klingt es wie eine eigene Sprache. Meine Oma hat oft Platt gesprochen, und ich hab’s als Kind nicht immer verstanden, obwohl ich Deutsch kann. Also, wenn’s um Nähe geht, dann ist Plattdeutsch wohl die Sprache, die dem Deutschen am ähnlichsten ist – aber halt nicht wirklich eine separate Sprache, eher eine Variante.
Und dann gibt’s noch die skandinavischen Sprachen – Schwedisch, Dänisch, Norwegisch
Da bin ich mal ehrlich, die hab ich erst so richtig auf dem Schirm gehabt, als ich letztes Jahr für ein Wochenende in Kopenhagen war. Die Leute dort sprechen ja Dänisch, und obwohl ich kein Wort verstanden hab, hab ich festgestellt, dass manche Wörter ein bisschen vertraut klangen. Es ist irgendwie wie ein Puzzle, wo ein paar Teile passen, aber viele eben nicht. Also, nett, aber nicht super nahe.
Wie misst man eigentlich „Nähe“ bei Sprachen?
Das ist so eine Sache. Manche sagen, es geht um die Grammatik, andere um den Wortschatz. Wieder andere schauen auf die Aussprache oder die Geschichte der Sprache. Ich persönlich finde, man merkt’s am besten, wenn man spontan und ohne Vorbereitung mal versucht, sich zu verständigen. Da merkt man, ob was hängen bleibt oder ob man komplett lost ist.
Meine kleine Geschichte mit dem Luxemburger Platt
Übrigens, neulich in Luxemburg, ich war mit meiner Kollegin Sophie unterwegs, die halb Luxemburgerin ist. Die redet manchmal so eine Mischung aus Deutsch und Luxemburgisch – klingt total charmant, aber ich hab oft keine Ahnung, was sie meint. Da hab ich echt gemerkt, dass selbst Sprachen, die geografisch nah sind, manchmal auf ziemlich eigene Bahnen fahren.
Fazit – welche Sprache ist dem Deutschen denn jetzt am nächsten?
Also, wenn ich das so zusammenfasse, würde ich sagen: Niederländisch ist wohl der beste Kandidat, wenn’s um eine eigenständige Sprache geht, die dem Deutschen ziemlich nahe ist. Plattdeutsch ist quasi ein Dialekt, also fast dasselbe. Englisch? Naja, verwandt, aber eher entfernt. Und die anderen Sprachen? Eher Cousins aus der Ferne.
Aber am Ende hängt es wohl auch davon ab, wie man Nähe definiert. Und ganz ehrlich, manchmal ist es spannend, dass es diese Unterschiede gibt – macht das Ganze ja erst interessant.
Und du? Hast du schon mal versucht, dich mit jemandem auf Niederländisch oder einer anderen Sprache zu unterhalten und dachtest: "Hey, das klingt fast wie Deutsch!"? Erzähl mal, ich bin gespannt!
