Der erste Schock und die große Auswahl
Also, als ich das letzte Mal bei Apollo war – das war vor ungefähr zwei Jahren, als meine alte Brille nach einem unglücklichen Sturz auf die Fliesen das Zeitliche gesegnet hatte, RIP –, war ich erstmal ein bisschen überfordert. Die Auswahl ist ja riesig! Von den supergünstigen Eigenmarken bis hin zu den Designer-Gestellen, da ist wirklich alles dabei. Und da fängt die Preisspanne auch schon an. Eine „normale“ Brille, was ist das überhaupt? Für den einen ist das ein schlichtes Gestell, für den anderen muss es schon Ray-Ban sein, versteht ihr, was ich meine?
Gestellpreise: Von Schnäppchen bis Luxus
Fangen wir mal mit dem Gestell an. Das ist ja oft das, was als Erstes ins Auge sticht. Bei Apollo gibt es, wie auch bei anderen großen Ketten, immer wieder Aktionen. Da kann man schon mal ein Gestell für 30 bis 50 Euro abstauben, wenn man Glück hat und kein Markenfan ist. Das sind dann meist die Eigenmarken oder günstigere Modelle. Wenn man aber etwas Spezielleres möchte, vielleicht von einer bekannten Marke wie Joop, Boss oder gar Gucci, dann kann das Gestell schnell mal 100 Euro, 200 Euro oder auch 300 Euro und mehr kosten. Ich erinnere mich, dass ich damals ein Gestell gesehen habe, das mir super gefallen hätte, aber es war von einer dieser Luxusmarken und lag bei über 400 Euro. Da habe ich dann doch geschluckt und mich für eine günstigere Alternative entschieden. Man muss ja nicht alles haben, oder?
Die Sache mit den Gläsern: Hier wird's kompliziert
Okay, das Gestell ist die eine Sache. Aber die Gläser, oh Mann, die Gläser! Das ist der Punkt, wo die meisten von uns dann doch ein bisschen ratlos sind. Denn hier spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass es einem schwindelig werden könnte.
- Einfache Kunststoffgläser: Für eine Standard-Einstärkenbrille, also wenn man entweder nur in die Ferne oder nur in die Nähe schlecht sieht, fangen die Gläser oft schon bei 30 bis 50 Euro pro Glas an. Das ist dann die Basic-Variante.
- Veredelungen: Und dann geht der Spaß erst richtig los. Entspiegelung, Härtung gegen Kratzer, UV-Schutz, Lotus-Effekt (damit Wasser abperlt) – all das sind Extras, die den Preis pro Glas schnell um 20, 30, 50 Euro oder mehr nach oben treiben. Und ich sag euch, eine gute Entspiegelung ist Gold wert, besonders beim Autofahren in der Nacht. Das ist wirklich kein Luxus, sondern ein Muss, finde ich.
- Gleitsichtgläser: Wenn du eine Gleitsichtbrille brauchst, weil du sowohl in der Ferne als auch in der Nähe nicht mehr scharf siehst, dann wird's richtig teuer. Da können die Gläser locker 200 bis 400 Euro pro Glas kosten, je nach Qualität und Veredelung. Und da gibt es ja auch verschiedene „Gleitsicht-Generationen“, die besseren sind natürlich teurer.
- Dünne Gläser (Index): Je stärker deine Sehstärke, desto dicker werden normalerweise die Gläser. Um dem entgegenzuwirken, gibt es dünnere Gläser, die sogenannten „hochbrechenden Gläser“. Die kosten natürlich auch extra. Bei meiner Stärke (ich hab so um die -4 Dioptrien) macht das schon einen Unterschied, ob die Gläser wie Colaflaschenböden aussehen oder schön dünn sind. Das macht dann auch nochmal 50 bis 100 Euro pro Glas aus.
Was ist mit den Apollo-Paketen?
Apollo bietet ja oft diese Pakete an, wo Gestell und Gläser schon drin sind. Das ist eine ganz gute Sache, um einen Überblick zu bekommen. Ich habe damals auch so ein Paket genommen. Da gab es dann zum Beispiel eine Auswahl an Gestellen, und einfache Gläser mit Entspiegelung und Härtung waren inklusive. Die Preise dafür können variieren, aber ich habe schon Angebote für 99 Euro, 149 Euro oder 199 Euro gesehen. Das ist oft ein guter Startpunkt, wenn man keine außergewöhnlichen Anforderungen hat.
Gesamtkosten: Was kommt unterm Strich raus?
Also, wenn wir das mal zusammenfassen, was kostet eine „normale“ Brille bei Apollo? Das ist wirklich schwer zu sagen, weil es so viele Variablen gibt. Aber ich versuche mal, ein paar Szenarien aufzuzeigen:
- Das absolute Basic-Modell: Ein günstiges Gestell aus der Aktion (ca. 30-50 Euro) und einfache Einstärken-Gläser ohne viele Veredelungen (ca. 60-100 Euro für beide). Da landest du vielleicht bei 100 bis 150 Euro. Das ist dann aber wirklich das Minimum.
- Die solide Mittelklasse: Ein schickeres Gestell (ca. 80-150 Euro), Einstärken-Gläser mit guter Entspiegelung und Härtung, eventuell etwas dünner (ca. 150-250 Euro für beide). Hier bist du schnell bei 250 bis 400 Euro. Das ist, glaube ich, der Bereich, in dem sich die meisten Leute bewegen, wenn sie eine gute, alltagstaugliche Brille wollen.
- Die Gleitsichtbrille: Ein Gestell nach Wahl (sagen wir mal 100-200 Euro) und Gleitsichtgläser der mittleren Preisklasse mit allen wichtigen Veredelungen (ca. 500-800 Euro für beide). Da bist du dann schon bei 600 bis 1000 Euro und mehr. Das ist kein Pappenstiel, das muss man ganz klar sagen.
Meine letzte Brille, die war so im Bereich der soliden Mittelklasse, hat mich damals, glaube ich, um die 350 Euro gekostet. Das war ein Gestell, das mir gut gefallen hat, und Gläser mit guter Entspiegelung und Härtung. Ich finde, das war ein fairer Preis für die Qualität, die ich bekommen habe.
Mein Fazit und ein Tipp von mir
Am Ende des Tages ist es wie mit so vielen Dingen: Man bekommt, wofür man bezahlt. Eine „normale“ Brille bei Apollo kann also von unter 100 Euro bis weit über 1000 Euro reichen, je nachdem, was man unter „normal“ versteht und welche Ansprüche man hat. Mein Tipp ist immer: Lass dich gut beraten! Geh hin, probier verschiedene Gestelle an, lass dir die verschiedenen Glas-Optionen erklären und frag ganz explizit nach den Preisen. Die Optiker bei Apollo sind da eigentlich immer sehr hilfsbereit und erklären alles geduldig. Und scheu dich nicht, auch mal nach Alternativen zu fragen oder zu sagen, dass ein bestimmter Preis dein Budget sprengt. Es gibt fast immer eine Lösung, die passt. Und ganz wichtig: Nimm dir Zeit. Eine Brille begleitet dich im Alltag, da sollte man nicht am falschen Ende sparen, aber auch nicht unnötig viel ausgeben. Hauptsache, du siehst wieder klar und fühlst dich wohl damit!
