Der Moment, wenn alles irgendwie zu viel und gleichzeitig nichts ist
Manchmal hat man einfach keinen Plan, keine Idee, gar nichts. Das kann echt frustrierend sein, vor allem wenn alle anderen um einen rum scheinbar wissen, was sie wollen – oder wenigstens so tun. Ich erinnere mich an eine Phase vor ein paar Jahren, als ich nach dem Abi erstmal gar keinen Plan hatte. Meine Freundin Lisa war total organisiert, Studium, Nebenjob, Sportverein – und ich? Ich hab einfach nur rumgehangen, Netflix geschaut und mich gefragt, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen soll. Das fühlt sich komisch an, fast so, als hätte man versagt, obwohl das gar nicht stimmt.
Warum ist es eigentlich so schwer, einfach mal nix zu wissen?
Na ja, ich glaube, wir leben in einer Zeit, wo alles schnell gehen soll. Entscheidungen müssen top getroffen werden, und am besten gestern. Aber hey, das Leben ist nicht immer ein Sprint, manchmal eher ein zäher Spaziergang durch Nebel. Und weißt du was? Das ist okay. Nicht wissen, was man machen will, ist eigentlich ein ziemlich normaler Zustand, auch wenn's sich manchmal wie ein riesiges Loch anfühlt.
Was kann man also machen? Einfach mal ausprobieren!
Das klingt jetzt vielleicht super offensichtlich, aber probier einfach aus, was dir so in den Sinn kommt. Ich hab damals angefangen, jeden Samstag was Neues zu machen. Einmal ging ich in einen Töpferkurs (oh Gott, meine Vase sah aus wie ein Kartoffelsack), dann hab ich mich für einen Malkurs angemeldet (Achtung: Kunstkritiker könnten lachen), und einmal bin ich einfach in die Stadt gefahren, ohne Plan, um zu gucken, was passiert. Manchmal hat’s funktioniert, manchmal auch nicht, aber hey, jede Erfahrung zählt.
Raus aus der Komfortzone, rein ins Unbekannte
Okay, das klingt jetzt voll abgedroschen, aber es stimmt. Ich hab gemerkt, dass ich mich besser fühle, wenn ich nicht nur auf der Couch hocke und grübele. Manchmal hilft es auch, einfach mal mit jemandem zu quatschen, der nicht gleich mit Ratschlägen um sich wirft, sondern einfach zuhört. Bei mir war das mein Kumpel Max. Einmal saßen wir bei ihm zu Hause, es war spät, wir hatten Bier und Chips, und ich hab ihm von meinem „Was-mach-ich-nur“-Dilemma erzählt. Er meinte nur: "Ey, chill mal, das Leben ist kein Stundenplan, du musst nicht alles sofort wissen." Das hat mich irgendwie entspannt.
Und wenn gar nichts hilft?
Manchmal hilft reden eben nicht, und man steckt trotzdem fest. Dann kann es wirklich sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu holen. Nein, das ist kein Zeichen von Schwäche! Ich hab das auch gemacht, ich war bei einer Coachin, die mir geholfen hat, meine Werte und Wünsche mal aufzuschreiben. Klingt schnöde, aber das hat mir echt die Augen geöffnet. Manchmal braucht man einfach jemanden, der einen an die Hand nimmt, weil man selbst gerade im Nebel steht.
Die kleinen Schritte sind oft die besten
Am Ende geht's doch darum, sich selbst Zeit zu geben. Niemand erwartet, dass du schon mit 20 oder 30 genau weißt, was du im Leben machen willst. Das Leben ist kein strenger Plan, sondern eher eine chaotische Reise mit Umwegen, Pausen und manchmal auch Sackgassen. Wichtig ist, dass du nicht aufgibst, auch wenn’s mal schwer fällt.
Also, was kannst du jetzt machen? Versuchs doch mal mit einem Spaziergang ohne Ziel, einem Gespräch mit einer guten Freundin oder auch einfach mal einem faulen Tag ohne schlechtes Gewissen. Und wenn du wieder festhängst, denk dran: Du bist nicht alleine, und manchmal hilft es einfach, das Leben mit einem Augenzwinkern zu nehmen.
Und du? Was machst du, wenn du nicht weißt, was du machen willst? Vielleicht hast du ja sogar einen Geheimtipp? Ich bin gespannt!
