Gute Frage, oder? Ich mein, wir alle kennen das: Man unterschreibt etwas, und Jahre später bereut man es. Bei der 3. Säule ist das aber etwas komplizierter. Also, kurz gesagt: Ja, man kann die 3. Säule kündigen. Aber – und da kommt das große Aber – nicht einfach so, wann immer man will. Da gibt es strenge Regeln.
Wann darf ich kündigen? Nicht einfach aus Lust und Laune
Also, mal ganz ehrlich: Die 3. Säule ist ja dafür da, dass du fürs Alter vorsorgst. Deshalb ist das Geld normalerweise bis zur Pensionierung gebunden. Aber es gibt ein paar Ausnahmen, wo du früher ran kommst. Zum Beispiel wenn du aus der Schweiz auswanderst – für immer, meine ich. Oder wenn du selbstständig wirst und keine AHV-pflichtigen Einkünfte mehr hast. Auch bei einem Hauskauf oder dem Bau von Wohneigentum kannst du das Kapital beziehen, aber da musst du dich richtig auskennen mit den Bedingungen.
Ach ja, und natürlich bei Arbeitslosigkeit, aber wer will das schon? Ich erinnere mich, wie meine Cousine Lisa letztes Jahr ihren Job verloren hat und dann ihre 3a plündern musste, um über die Runden zu kommen. Sie meinte, es war einerseits eine Rettung, aber andererseits tat es weh, weil sie wusste, dass das eigentlich für später gedacht war. So geht’s vielen.
Und wenn ich einfach kündigen will? Ohne Grund?
Gute Frage! Also, theoretisch kannst du jederzeit kündigen, aber dann musst du mit Strafen rechnen. Das Geld wird dann besteuert, und zwar nicht nur normal, sondern es gibt zusätzliche Abzüge. Lohnt sich das? Eher nicht. Ich mein, warum hast du die Säule überhaupt abgeschlossen? Wahrscheinlich wegen den Steuervorteilen, oder? Wenn du jetzt kündigst, verlierst du die – und zahlst sogar drauf. Das ist wie wenn du im Restaurant bestellst und dann doch nichts isst, aber trotzdem zahlen musst. Blöd.
Übrigens, falls du denkst, du könntest einfach so kündigen und das Geld investieren – vergiss es. Die Steuern fressen dir einen großen Teil auf. Besser ist es, wenn du wirklich einen der erlaubten Gründe hast.
Was passiert bei Kündigung? Die bürokratische Hürde
Okay, angenommen, du hast einen triftigen Grund. Dann musst du dich an deine Versicherung oder Bank wenden. Die werden dir Formulare geben, die du ausfüllen musst, und oft brauchst du Nachweise. Zum Beispiel beim Hauskauf: Da musst du den Kaufvertrag vorlegen. Ist alles nicht super kompliziert, aber zeitaufwendig. Mein Nachbar hat das durchgemacht, und er meinte, es hat Wochen gedauert, bis alles durch war.
Ach ja, und vergiss nicht: Wenn du kündigst, musst du das Kapital versteuern. Aber das weißt du ja schon. Je nach Kanton und deinem Einkommen kann das unterschiedlich ausfallen. Also, im Voraus informieren lohnt sich!
Meine persönliche Meinung: Lohnt sich das?
Weißt du, ich hab selbst eine 3a, und ich würde sie nie einfach so kündigen. Die Vorteile überwiegen einfach. Aber wenn du in einer Notlage steckst, ist es gut zu wissen, dass es möglich ist. Trotzdem – überleg es dir gut. Vielleicht gibt es andere Lösungen? Einen Kredit? Oder Unterstützung von Familie?
Also, kurz und knapp: Ja, kündigen geht, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Und meistens ist es nicht die beste Idee. Wenn du unsicher bist, sprich mit einem Berater – aber einem unabhängigen, nicht nur dem von der Bank, die wollen oft nur verkaufen.
Hoffe, das hilft dir weiter! Wenn du mehr Fragen hast, sag einfach Bescheid.
