Vom Sternerestaurant zur TV-Persönlichkeit: Ein langer Weg
Bevor wir überhaupt darüber reden, ob er kochen kann, sollten wir uns vielleicht mal kurz seine Vita ansehen. Der Mann hat immerhin zwei Michelin-Sterne für sein Restaurant Rosin in Dorsten. Zwei Sterne, Leute! Das bekommt man nicht geschenkt, nicht wahr? Das ist jahrelange harte Arbeit, Präzision, Kreativität und, ja, verdammt gutes Kochen. Ich meine, ich war mal in einem Ein-Sterne-Restaurant, das war schon eine Erfahrung fürs Leben. Die Teller waren Kunstwerke, jeder Bissen eine Offenbarung. Zwei Sterne, das ist eine ganz andere Liga. Da muss man schon was draufhaben.
Aber ist Sterneküche gleich "gut kochen" für jeden?
Das ist ein Punkt, den ich mir auch oft überlege. Sterneküche ist ja oft sehr experimentell, sehr fein, manchmal fast schon intellektuell. Es geht um Texturen, um ungewöhnliche Kombinationen, um das Überraschen des Gaumens. Das ist nicht immer das, was Oma unter "gutem Essen" versteht, versteht ihr? Meine Oma, die hätte wahrscheinlich gesagt: "Wo ist denn hier die Soße, und warum ist das Fleisch so klein?" Und das ist ja auch okay. Es gibt einfach verschiedene Arten von gutem Kochen. Frank Rosin beherrscht definitiv die hohe Kunst, die Haute Cuisine. Aber kann er auch eine einfache Bolognese, die nach Zuhause schmeckt?
Rosin im Fernsehen: Zwischen Küchenchef und Entertainer
Im Fernsehen sehen wir ihn ja oft in einer ganz anderen Rolle. Da ist er der strenge, aber manchmal auch herzliche Retter in der Not. Er brüllt mal, er schmeißt mal was in die Ecke, aber am Ende will er ja nur das Beste für die Leute. Und dabei probiert er ja auch immer wieder die Gerichte der Kandidaten. Und seine Reaktionen sind da oft sehr... direkt. Wenn er sagt, "das schmeckt nach nichts" oder "das ist eine Frechheit", dann glaubt man ihm das auch. Er hat einfach einen Gaumen, der geschult ist, der Nuancen erkennt, die wir Normalsterblichen vielleicht übersehen würden.
Ich erinnere mich da an eine Folge von "Rosins Restaurants", da war er in so einer kleinen Dorf-Pizzeria. Der Koch dort hat alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. Und Rosin hat das so präzise auf den Punkt gebracht, was da nicht stimmt. Er hat dann selbst ein paar Handgriffe gezeigt, wie man den Teig richtig macht, wie man die Soße würzt. Und das sah so mühelos aus, so selbstverständlich. Das ist kein Zufall, das ist Können. Er kann es nicht nur selbst kochen, er kann es auch anderen vermitteln – und das ist fast noch schwieriger.
Die Sache mit der Authentizität: Spielt er nur eine Rolle?
Manche Leute sagen ja, das sei alles nur Show im Fernsehen. Dass er übertreibt, dass er seine Rolle spielt. Klar, ein gewisser Entertainment-Faktor ist da immer dabei, keine Frage. Aber ich glaube fest daran, dass er im Kern authentisch ist. Seine Leidenschaft für gutes Essen, seine Frustration, wenn etwas nicht funktioniert, seine Freude, wenn er jemandem helfen kann – das wirkt auf mich echt. Und ich glaube, diese Leidenschaft ist es auch, die ihn zu einem so guten Koch macht. Man kann nicht über Jahre auf diesem Niveau kochen, wenn man nicht mit Herzblut dabei ist.
Mein Fazit: Ja, Frank Rosin kann kochen. Und wie!
Also, um die Frage ein für alle Mal zu beantworten: Ja, Frank Rosin kann kochen. Und zwar auf einem extrem hohen Niveau. Er hat die Sterne, er hat die Erfahrung, er hat das Wissen und die Leidenschaft. Ob seine Art im Fernsehen jedem gefällt, ist eine andere Geschichte. Aber sein kulinarisches Können steht für mich außer Frage. Er ist nicht nur ein Koch, er ist ein Meister seines Fachs, der es versteht, Geschmackserlebnisse zu kreieren, die man so schnell nicht vergisst. Und das ist doch das, was am Ende zählt, oder?
Ich persönlich würde ja gerne mal in seinem Restaurant essen gehen. Das steht definitiv auf meiner Bucket List. Vielleicht treffe ich ihn ja mal und kann ihn fragen, ob er mir sein Geheimnis für die perfekte Kartoffelsuppe verrät. Man wird ja wohl noch träumen dürfen, oder?
