Also, ist das wirklich wahr?
Ja… und nein. Kommt drauf an, wo du hinguckt. Es stimmt, dass in einigen Regionen der Welt Katzenfleisch traditionell verzehrt wird. Aber es ist definitiv nicht die Norm, und oft auch nicht legal – oder zumindest umstritten. Vor allem in Teilen Südostasiens taucht das Thema auf. China, Vietnam, Teile von Südkorea – da gibt’s Berichte, sogar Bilder, die schwer zu verdauen sind. Aber halt: nicht überall im Land, nicht jeder macht das, und oft ist es auch kein offenes Geheimnis.
China – ein komplexes Bild
In China ist das Thema echt heikel. In manchen ländlichen Gebieten, vor allem im Süden, hat es Traditionen gegeben, Katzenfleisch zu essen. Besonders zur Wintersaison. Ich hab mal einen Artikel gelesen über die berüchtigte „Katzen- und Hundefleisch-Messe“ in Yulin – die findet jedes Jahr im Juni statt. Hunderttausende Hunde, aber auch Katzen, werden dort angeblich verkauft und geschlachtet. Grausam. Wirklich grausam. Aber – und das ist wichtig – diese Praxis wird von vielen Chinesen selbst kritisiert. Junge Leute, Tierschützer, Städter – die meisten finden das mittlerweile eklig oder veraltet. Und seit 2020 gibt es sogar Diskussionen, ob Katzen als Haustiere anerkannt werden sollen. Also, langsam ändert sich was.
Vietnam – leise, aber präsent
In Vietnam ist es ähnlich. Es gibt Gerüchte, Berichte, Undercover-Recherchen von Tierschutzorganisationen. Manchmal wird Katzenfleisch als „Spezialität“ in abgelegenen Restaurants angeboten. Aber öffentlich? Kaum. Es ist tabu, wird nicht gern zugegeben. Ich war mal in Hoi An, und ein einheimischer Koch, total nett, hat mir leise erzählt: „Früher hat mein Onkel Katzen gehalten… nicht als Haustier.“ Er hat nur genickt, mehr nicht. Ich war geschockt. Aber er hat auch gesagt: „Heute? Keiner meiner Freunde isst das. Zu teuer, zu riskant, und die Kinder wollen keine Katze auf dem Teller.“ Also, auch hier: im Wandel.
Südkorea – auf dem Weg zum Verbot?
Südkorea ist interessant. Früher gab es da tatsächlich Katzenfleisch-Restaurants, vor allem in Seoul. Aber mittlerweile? Mega rückläufig. Die meisten Südkoreaner halten Katzen als Haustiere – genau wie wir. Und seit 2024 plant das Land sogar ein Gesetz, das den Verzehr und die Zucht von Katzen zum Essen verbieten soll. Wow, oder? Das wäre ein Riesenschritt. Ich hab neulich ein Video gesehen von einer Frau in Busan, die eine Katze aus so einer Farm gerettet hat. Hat sie mit nach Hause genommen. Heißt: das Bewusstsein wächst. Langsam, aber sicher.
Und sonst so?
In Europa? Vergiss es. In Deutschland ist es nicht nur verboten, Katzen zu essen – es ist auch sozial inakzeptabel. Du würdest aus der Wohnung geworfen, wenn rauskommt, dass du dein Haustier gebraten hast. In den USA? Gleiches Spiel. In den meisten Ländern der Welt gilt die Katze als Haustier, als Familienmitglied. Nicht als Steak.
Aber – und das ist ein großes Aber – es gibt immer Ausnahmen. In extremen Notlagen, wie Krieg oder Hunger, hat es in der Geschichte immer wieder Berichte gegeben. Im Zweiten Weltkrieg? Ja, auch in Deutschland. Meine Oma hat mir mal erzählt, wie es in Berlin 1945 war. „Wir hatten nichts. Nichts. Und dann… na ja. Die Katze vom Nachbarn war plötzlich weg.“ Sie hat es leise gesagt, mit traurigem Blick. Kein Stolz, nur Not. Aber das ist etwas völlig anderes als kulturelle Praxis.
Warum tut man das überhaupt?
Gute Frage. Geschmack? Tradition? Glaube? In manchen Kulturen wird Katzenfleisch als „wärmend“ oder „stark“ angesehen. Fast wie ein Heilmittel. Andere sagen, es sei zart, fast wie Huhn. Aber ehrlich – wer will das wissen? Ich nicht. Ich mag meine Katze, Pünktchen. Sie pennt gerade auf meinem Schoß. Wenn ich jetzt an so was denke, wird mir schlecht.
Was sagt das Tierschutzrecht?
Das ist kompliziert. In vielen Ländern fehlen klare Gesetze zum Tierschutz. Tiere werden nicht als Lebewesen mit Rechten gesehen, sondern als Ressource. Das ist der Kern des Problems. Wo keine Gesetze sind, gedeiht das Leid. Aber zum Glück wächst der Druck durch internationale Organisationen, soziale Medien, Aktivisten. Und auch durch Reisende, die Fotos machen und teilen. Manchmal ist das Internet echt zum Guten da.
Fazit: Ja, es passiert – aber nicht so, wie du denkst
Also, um deine Frage direkt zu beantworten: Katzenessen gibt es tatsächlich in einigen Ländern – aber selten, meist illegal oder im Untergrund, und immer stärker umstritten. Es ist kein Massenphänomen, auch wenn Medien das manchmal hochspielen. Und die meisten Menschen, die dort leben, finden es auch nicht cool.
Ich denke, das Wichtigste ist: nicht pauschalisieren. Nicht alle Chinesen essen Katzen. Nicht alle Vietnamesen. Genauso wenig wie alle Deutschen Sauerkraut essen. Es ist zu einfach, zu billig.
Und was mich beruhigt: die Welt verändert sich. Tierschutz wird globaler. Die Liebe zu Tieren verbindet. Und irgendwann – hoffe ich – ist das alles nur noch graue Vergangenheit.
Was meinst du? Hättest du gedacht, dass das noch irgendwo passiert? Oder kennst du jemanden, der das erlebt hat? Schreib mal, ich bin echt gespannt.
