Also, zuerst mal, was heißt denn überhaupt Liebe bei Tieren? Bei Katzen ist das nicht so einfach wie bei uns Menschen. Die zeigen Gefühle nicht so offensichtlich. Sie schleichen herum, machen ihren eigenen Kram, aber manchmal, ach, da gibt's Momente, wo man denkt: Ja, die mag mich wirklich. Zum Beispiel, wenn meine alte Katze, die Miau hieß – ja, total uninspirierter Name, ich weiß –, wenn sie abends zu mir ins Bett sprang und sich genau an meinen Rücken kuschelte. Nicht einfach nur liegen, nein, richtig eingerollt, als ob sie sagen wollte: Hier bleib ich. Und das jeden Abend, Punkt sieben Uhr. War das Liebe? Ich glaube schon, irgendwie.
Zeichen von Katziger Zuneigung
Okay, lass uns das aufteilen. Katzen lieben nicht so wie in Filmen, mit Küssen und so. Aber es gibt schon Anzeichen. Wenn eine Katze dir nachläuft, wenn du durch die Wohnung gehst – du weißt, wie ein Schatten? Oder wenn sie dir ihren Bauch zeigt, obwohl das eigentlich eine verletzliche Pose ist. Das ist Vertrauen, oder? Ich erinnere mich, als mein Nachbar seine Katze, die Luna, mal verloren hat. Die war total panisch, hat stundenlang gesucht, und als sie ihn wiedergefunden hat, hat sie sich regelrecht an ihn geklebt. Ehrlich gesagt, das sah aus wie Erleichterung, wie Liebe.
Aber ehrlich, nicht alle Katzen sind gleich. Manche sind eben sehr eigenständig, andere wiederum klammern. Ich hatte mal eine Katze, die war ein totaler Kuschler. Wir haben sie auf der Straße gefunden, in Berlin, bei Regen, und sie war so klein und verängstigt. Nach ein paar Tagen hat sie angefangen, mir überallhin zu folgen, sogar ins Bad. War das Liebe? Na ja, vielleicht eher Dankbarkeit, aber hey, das fühlt sich doch ähnlich an.
Warum Katzen anders sind
Jetzt fragst du dich bestimmt: Warum sind Katzen nicht so kuschelig wie Hunde? Also, Katzen stammen von wilden Vorfahren ab, die müssen überleben, ohne immer jemanden zu brauchen. Deshalb sind sie oft distanziert. Aber wenn sie sich binden, dann tief. Wusstest du, dass Katzen manchmal bestimmte Menschen bevorzugen? Ja, genau, wie bei mir mit Miau – meine Freundin hat sie mal gestreichelt, und Miau hat einfach weggeguckt. Aber bei mir? Schnurren und Augen-zukneifen. Das ist ihre Art zu sagen: Ich mag dich.
Ach, und noch was: Katzen kommunizieren mit Berührungen. Wenn sie dir mit dem Kopf gegen die Hand stupsen – das nennt man Bunting, glaube ich. Das verteilt ihren Geruch, markiert dich als ihr Eigen. Ist das Liebe? Hmm, vielleicht mehr wie Besitzanspruch, aber für uns fühlt es sich liebevoll an. Manchmal denke ich, Katzen lieben uns auf ihre Weise, nicht auf unsere. Und das ist okay.
Kann man das trainieren oder fördern?
Ja, da fragst du dich, ob man das irgendwie beeinflussen kann. Also, ich bin kein Experte, aber ich glaube, Zeit und Geduld helfen. Wenn du viel mit deiner Katze spielst, sie fütterst, kuschelst – das baut eine Bindung auf. Aber erzwing es nicht, Katzen hassen das. Erinnerst du dich an Luna? Die hat ihrem Besitzer jeden Morgen ins Gesicht geleckt, nur weil er ihr immer frisches Wasser hingestellt hat. Sah das aus wie Liebe? Für mich ja.
Und ehrlich, manchmal zweifle ich. Ist das wirklich Liebe, oder nur Gewohnheit? Aber dann sehe ich, wie meine aktuelle Katze, die Bella – ja, besserer Name –, wie die traurig guckt, wenn ich weggehe. Ohren hängen, große Augen. Das bricht einem das Herz. Ist das Liebe? Ich denke, ja, auf Katzenart.
Zusammenfassend, also, können Katzen Menschen lieben? Ja, ich glaube schon, aber anders als wir es erwarten. Es ist subtiler, tiefer manchmal. Wenn du eine Katze hast, beobachte sie einfach. Du wirst's merken. Und wenn nicht, na ja, vielleicht braucht sie Zeit. Oder du. Ach, was soll's, Hauptsache, wir haben Spaß mit den kleinen Fellknäueln.
