Gute Frage, oder? Ich musste selbst kurz überlegen. Also, um es gleich klar zu stellen: Nein, ein Podologe hat in Deutschland in der Regel kein Studium absolviert. Tatsächlich ist die Podologie, also die nicht-ärztliche Heilkunde am Fuß, eine bundesweit geregelte Berufsausbildung. Man macht eine schulische Ausbildung, die meist drei Jahre dauert, und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Das ist dann der „staatlich anerkannte Podologe“.
Was macht man in der Ausbildung?
In der Ausbildung lernt man alles über Fußkrankheiten, wie man Nägel schneidet, Hühneraugen behandelt, oder auch diabetische Füße versorgt. Es ist schon anspruchsvoll, aber es ist kein akademisches Studium. Es gibt zwar mittlerweile auch Studiengänge, die in die Richtung gehen, wie zum Beispiel „Medizinische Fußpflege“ oder „Podologie“ an einigen Hochschulen, aber das sind eher die Ausnahmen. Die allermeisten Podologen haben den Ausbildungsweg gewählt.
Ich erinnere mich an meinen Cousin, der mal überlegt hat, in den Bereich einzusteigen. Er hatte sich bei einer Schule in Hamburg beworben und mir erklärt, dass man viel Praxis braucht. Also, wirklich Hand anlegen, üben, üben, üben. Ein Studium wäre da theoretischer, denke ich. Aber für den Beruf des Podologen ist die Ausbildung absolut ausreichend und der Standardweg.
Warum fragen sich das so viele?
Weißt du, ich glaube, viele Menschen verwechseln Podologen mit Orthopäden oder Chirurgen, die ja tatsächlich studiert haben. Ein Orthopäde ist ein Arzt, der auch Füße behandelt, aber der hat Medizin studiert und eine Facharztausbildung gemacht. Ein Podologe hingegen ist kein Arzt, sondern ein medizinischer Fachberuf. Er darf bestimmte Behandlungen durchführen, aber keine Operationen oder Verschreibung von Medikamenten, zum Beispiel.
Das ist auch gut so, finde ich. Man will ja jemanden, der sich auskennt, aber nicht unbedingt einen Uni-Abschluss braucht, um meine Hornhaut zu entfernen, oder? Es ist mehr so eine handwerkliche, medizinische Tätigkeit. Aber trotzdem super wichtig, besonders für Leute mit Diabetes oder anderen Erkrankungen.
Und was ist mit Fortbildungen?
Ach ja, und nach der Ausbildung ist noch lange nicht Schluss. Viele Podologen machen ständig Fortbildungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Da gibt es Kurse über neue Techniken, Materialien, oder auch spezielle Themen wie Nagelspangen oder Sportpodologie. Also, nur weil sie nicht studiert haben, heißt das nicht, dass sie nicht hochqualifiziert sind. Ganz im Gegenteil.
Anna war übrigens total zufrieden mit ihrer Podologin in Berlin. Die hatte zwar nicht studiert, aber über 10 Jahre Erfahrung und war super einfühlsam. Manchmal ist das sogar besser als nur Theorie, finde ich. Praxis, Praxis, Praxis – das zählt am Ende.
Also, um es zusammenzufassen: Nein, ein Podologe hat normalerweise nicht studiert, sondern eine Ausbildung gemacht. Aber das macht ihn nicht weniger kompetent. Es ist einfach ein anderer Weg in einen medizinischen Beruf, der extrem wichtig und oft unterschätzt wird.
Hättest du das gewusst? Ich musste auch erst nachdenken, ehrlich gesagt.
