Das ewige Rätsel: Wann wird's groß, wann wird's klein?
"Good Morning" im Englischen – Alles klar, oder?
Im Englischen ist die Sache eigentlich sonnenklar. Da wird "Good Morning" immer großgeschrieben. Warum? Weil es sich um eine Grußformel handelt, und im Englischen werden Grußformeln nun mal großgeschrieben. Punkt. Aus. Ende der Diskussion. Könnte man meinen...
Der Stolperstein: Die deutsche Übersetzung
Aber jetzt kommt der Clou! Wir sind ja hier nicht in England, sondern im deutschsprachigen Raum. Und hier gelten – Überraschung! – andere Regeln. Wenn wir "Good Morning" einfach nur als englische Grußformel verwenden, dann bleibt alles beim Alten: Großschreibung. Aber wehe, wir übersetzen! Denn dann wird's spannend.
"Guten Morgen" – Ein deutscher Gruß
Sobald wir "Good Morning" ins Deutsche übersetzen und "Guten Morgen" schreiben, befinden wir uns auf sicherem Terrain. "Guten Morgen" wird nämlich großgeschrieben. Warum? Weil "Morgen" hier ein Substantiv ist. Und Substantive werden im Deutschen nun mal großgeschrieben. Logisch, oder? Naja, meistens zumindest...
Wenn "Good Morning" zum Adjektiv wird...
Jetzt wird's aber richtig tricky. Was passiert, wenn wir "Good Morning" nicht als Gruß, sondern als beschreibendes Wort, also als Adjektiv, verwenden? Zum Beispiel in einem Satz wie: "Das ist ein good morning Gefühl."? Tja, dann wird's klein geschrieben! Aber Achtung, das gilt nur, wenn es wirklich als Adjektiv verwendet wird. Klingt kompliziert? Ist es auch ein bisschen.
Die Krux mit den Anglizismen
Und überhaupt, diese Anglizismen! Manchmal frage ich mich, ob wir Deutschen nicht ein bisschen zu begeistert von englischen Wörtern sind. Müssen wir wirklich alles "Meeting" nennen, wenn wir auch "Besprechung" sagen könnten? Aber das ist ein anderes Thema...
Die Eselsbrücke für Groß und Klein
Also, wie merken wir uns das jetzt am besten? Ganz einfach: Wenn "Good Morning" ein Gruß ist, dann groß. Wenn es übersetzt wird zu "Guten Morgen", dann auch groß. Und wenn es als Adjektiv verwendet wird, dann klein. Aber seien wir ehrlich, im Zweifelsfall lieber einmal zu viel großschreiben als einmal zu wenig. Denn wer weiß, vielleicht ändert sich die Rechtschreibung ja morgen schon wieder...
Fazit: Ein Hoch auf die Flexibilität der Sprache!
Die deutsche Sprache ist lebendig, sie verändert sich ständig. Und das ist auch gut so! Also, lasst uns nicht den Kopf zerbrechen, wenn wir mal unsicher sind. Hauptsache, wir kommunizieren miteinander und verstehen uns. Und ob wir "Good Morning" jetzt groß oder klein schreiben, ist doch eigentlich zweitrangig, oder?
