Was beeinflusst die Kosten einer E-Auto-Füllung?
Bevor wir die genauen Zahlen betrachten, lass uns erstmal verstehen, was die Kosten für eine "Füllung" deines E-Autos beeinflusst. Denn, Überraschung! Es ist nicht so einfach, wie an der Tankstelle einfach vollzutanken.
1. Ladeart: Öffentlich vs. Zuhause
Die erste Frage, die du dir stellen musst, ist, wo du dein Auto auflädst. Lade ich zuhause oder an einer öffentlichen Ladesäule? Das ist ein riesiger Unterschied, wie ich selbst kürzlich bei einem Gespräch mit einem Kollegen festgestellt habe.
Zuhause laden: Wenn du über eine Wallbox zu Hause lädst, kannst du von den günstigeren Strompreismodellen profitieren. In der Regel zahlst du hier den normalen Haushaltsstromtarif, der in Deutschland bei etwa 30 Cent pro kWh liegt.
Öffentliche Ladepunkte: An öffentlichen Ladepunkten variiert der Preis stärker. Hier musst du mit einem Preis von etwa 40 bis 60 Cent pro kWh rechnen, abhängig vom Anbieter und Standort. In Großstädten oder an Schnellladesäulen kann es noch teurer werden.
2. Ladeleistung: Langsame Lader vs. Schnelllader
Nicht alle Ladepunkte sind gleich. Es gibt langsame AC-Lader und schnelle DC-Lader (Schnelllader). Schnelllader sind natürlich viel teurer, bieten dafür aber auch eine schnelle Ladezeit.
AC-Lader: Diese Ladesäulen bieten eine Leistung von 3,7 kW bis 22 kW und sind in der Regel günstiger.
DC-Schnelllader: Diese Lader können bis zu 150 kW (und mehr) erreichen, was den Preis pro kWh deutlich erhöht. Eine Schnellladung an einer DC-Säule kostet etwa 40 bis 70 Cent pro kWh, je nach Anbieter und Ladegeschwindigkeit.
3. Standortfaktoren
Die Region, in der du dein E-Auto auflädst, kann ebenfalls einen großen Unterschied machen. In ländlichen Gegenden sind die Preise tendenziell niedriger als in Städten, wo die Nachfrage nach Schnellladung höher ist.
Ich erinnere mich, als ich mal in Berlin war und mein E-Auto an einer Schnellladesäule aufgeladen habe. Die Preise waren so hoch, dass ich fast zurückgegangen bin, aber es war die einzige Option in der Nähe. Also, Standort, Standort, Standort!
Wie viel kostet eine Füllung für E-Auto?
Nun, kommen wir zur eigentlichen Frage: Wie viel kostet eine Füllung für E-Auto? Hier sind einige Zahlen, die dir eine bessere Vorstellung davon geben sollten, wie viel du tatsächlich ausgibst.
1. Kosten für das Laden zu Hause
Wenn du das Auto zu Hause mit 5 kW Leistung lädst, und du fährst ein Auto mit einer Batterie von 60 kWh, dann benötigst du eine vollständige Ladezeit von etwa 60 kWh. Das bedeutet, dass du für eine vollständige "Füllung" ungefähr 18 bis 20 Euro zahlen würdest (bei 30 Cent pro kWh).
2. Kosten für das Laden an öffentlichen Ladepunkten
Nehmen wir an, du nutzt eine Schnellladesäule mit einem Preis von 50 Cent pro kWh. Bei einer 60 kWh-Batterie zahlst du etwa 30 Euro für eine vollständige Ladung. Diese Ladesäulen bieten zwar eine schnelle Ladezeit, aber der Preis ist deutlich höher.
3. Schnellladung vs. normale Ladezeiten
Wenn du es wirklich eilig hast und eine Schnellladung benötigst, musst du bereit sein, mehr zu bezahlen. Bei DC-Schnellladern liegt der Preis pro kWh bei etwa 0,50 bis 0,70 Euro. Das bedeutet, dass eine vollständige Ladung für ein 60 kWh-Auto bis zu 42 Euro kosten kann. Aber wie gesagt, du wirst in der Regel nur 30 Minuten bis 1 Stunde warten müssen, bis dein Auto vollständig aufgeladen ist.
Gibt es günstigere Alternativen?
Ja, in einigen Städten und für bestimmte Ladeanbieter gibt es auch Abonnement-Modelle oder Flatrates, die dir helfen können, deine Lade- und damit auch deine Füllkosten zu senken. Besonders, wenn du regelmäßig unterwegs bist oder eine lange Pendelstrecke hast, können diese Angebote sinnvoll sein.
Flatrates: Einige Ladeanbieter bieten Flatrates an, bei denen du für einen festen Preis eine bestimmte Anzahl von Ladevorgängen pro Monat bekommst.
Ladeclubs: Manche Unternehmen bieten sogar Ladeclubs an, die mit einem monatlichen Beitrag eine günstigere Lademöglichkeit ermöglichen.
Fazit: Lohnt sich das Laden eines E-Autos?
Ob das Laden deines E-Autos teuer oder günstig ist, hängt ganz von deinem Ladeverhalten und den Standorten ab, an denen du lädst. Es ist klar, dass das Laden zu Hause am günstigsten ist, aber an öffentlichen Schnellladern wird es schnell teuer. Dennoch bleibt das Laden eines E-Autos in vielen Fällen deutlich günstiger als das Tanken von Benzin oder Diesel.
Also, wenn du mit dem Gedanken spielst, ein E-Auto zu kaufen oder schon eines hast, sei dir der Ladepreise bewusst und plane deine Ladevorgänge strategisch. Und hey, wenn du an einem Abonnement-Modell interessiert bist, lohnt es sich auf jeden Fall, ein wenig zu recherchieren und das beste Angebot zu finden.
Wie gehst du mit den Ladekosten um? Hast du schon Erfahrungen mit öffentlichen Ladepunkten gemacht? Teile deine Gedanken und Geschichten mit uns!
