Die goldene Schminkregel – oder doch nicht?
Tatsächlich hat es gute Gründe, warum Make-up-Artists – und auch viele ganz normale Beauty-Fans – mit den Augen starten. Es ist nicht einfach nur Gewohnheit oder Aberglaube (obwohl das ehrlich gesagt manchmal auch ne Rolle spielt…).
Saubere Base dank smarter Reihenfolge
Der wohl wichtigste Grund: Fallout vermeiden. Und nein, damit ist nicht das Videospiel gemeint.
Was ist überhaupt „Fallout“?
Fallout beschreibt die kleinen Krümel von Lidschatten, Mascara oder Eyeliner, die beim Schminken auf die Haut unter dem Auge fallen. Besonders bei dunklen oder glitzernden Farben kann das richtig nerven. Wenn man schon Foundation drauf hat – ups – dann verschmiert man alles beim Wegwischen. Nicht so geil.
Wenn man aber zuerst die Augen macht, kann man die Krümel danach easy mit nem Wattepad oder Pinsel entfernen. Und dann kommt erst die Foundation drauf – schön sauber, kein Gekrümel. Easy peasy.
Mehr Freiheit beim Ausprobieren
Augen-Make-up ist oft der kreativste Teil des Looks. Da wird gepinselt, verblendet, geschichtet...
Experimentieren ohne Angst
Wenn man mit den Augen anfängt, kann man richtig loslegen – ohne ständig zu denken: "Mist, wenn ich mich jetzt vermale, versaue ich die ganze Base!"
Und sind wir ehrlich: Es passiert ständig. Ein Wing wird zu dick, der Lidschatten ist plötzlich mehr Panda als Smokey Eye... naja, du weißt schon. Da ist es entspannter, wenn die Haut darunter noch „nackt“ ist.
Ausnahme bestätigt die Regel?
Jetzt wird’s spannend – denn es gibt auch Leute, die genau das Gegenteil machen. Warum?
Flüssige Produkte zuerst?
Bei sehr trockener Haut oder wenn man mit Produkten wie Creme-Contour oder Flüssig-Highlighter arbeitet, kann es Sinn machen, mit der Base zu beginnen. Diese Produkte lassen sich manchmal schwer aufpuffern, wenn das Auge schon vollgeschminkt ist.
Und manche sagen auch: „Ich brauch zuerst meinen ebenmäßigen Teint, sonst fühl ich mich nackt.“ Joa, ist auch fair.
Profis schwören trotzdem auf „Augen zuerst“
In der professionellen Make-up-Welt – also bei Shootings, Fashion Shows oder Hochzeiten – wird fast immer mit den Augen gestartet. Warum?
Präzision und Sauberkeit
Make-up-Artists wollen sauber arbeiten, ohne sich Sorgen machen zu müssen, was sie „drunter“ kaputt machen könnten. Außerdem spart’s Zeit, wenn man nicht doppelt ausbessern muss. Zeit ist Geld – auch im Schmink-Business.
Und hey – wenn’s bei Profis klappt, warum nicht auch bei uns?
Fazit: Augen zuerst? Meistens ja!
Kurz gesagt: Ja, es macht meistens absolut Sinn, erst die Augen zu schminken. Besonders wenn man:
mit dunklem oder glitzerndem Lidschatten arbeitet
rumprobieren möchte, ohne den Teint zu ruinieren
Fallout vermeiden will
Aber wie so oft: Es gibt kein Schwarz-Weiß. Wenn du lieber mit der Foundation beginnst, weil’s sich für dich besser anfühlt – go for it! Schminken ist keine Matheaufgabe. Es gibt Techniken, aber am Ende zählt, dass du dich wohlfühlst (und Spaß dabei hast).
Also – Augen zuerst? Meistens: ja. Immer? Nicht unbedingt. Mach’s, wie’s für dich passt.
