Einleitung: Schluss mit dem Schubladendenken!
Männer und Make-up: Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte
Bevor wir uns in die Sprachfallen stürzen, lass uns kurz zurückblicken. Überraschung: Männer und Make-up sind keineswegs eine Erfindung von Instagram oder TikTok! Schon im alten Ägypten trugen Pharaonen Lidstrich, im Frankreich des Barock war Rouge für adlige Herren ein Statement. Und heute? Wird Make-up immer noch oft als „Frauensache“ abgestempelt. Zeit, das Staubtuch rauszuholen!
Begriffe, die Männer mit Make-up beschreiben – und ihre Tücken
Jetzt wird’s spannend. Es gibt kein festes, allgemeingültiges Wort im Deutschen für einen Mann, der Make-up trägt – und das sagt schon einiges aus! Hier die gängigsten Begriffe und was ich davon halte:
1. Der Make-up-Liebhaber
Super neutral, aber auch ein bisschen langweilig. Das Wort beschreibt zwar, was Sache ist, bleibt aber vage. Liebe zum Make-up ist schließlich kein Geschlecht.
2. Der Beauty-Influencer
Das ist schon spezifischer, aber ehrlich: Nicht jeder, der sich schminkt, will gleich Follower sammeln oder Produkte anpreisen. Trotzdem: Im Netz ist dieser Begriff für Männer mit Schmink-Passion sehr präsent.
3. Der Visagist oder Make-up-Artist
Hier wird’s professionell. Klar, ein Mann, der beruflich schminkt, ist ein Visagist. Aber was ist mit allen anderen, die das einfach privat genießen?
4. Der geschminkte Mann
Offensichtlich, aber irgendwie klingt das immer ein bisschen nach „Exot“. Fast so, als müsste man das extra betonen, weil es sonst keiner macht. Das nervt!
Warum eigentlich diese Sprachlücke?
Ganz ehrlich, es ist fast schon ein Sprachskandal! Dass wir kein passendes, gängiges Wort haben, zeigt, wie sehr alte Rollenbilder in den Köpfen und in der Sprache kleben. Sobald ein Mann Make-up benutzt, wird das entweder als „besonders“ oder „ungewöhnlich“ kommentiert. Dabei ist es 2024 – und Zeit, dass wir neue Begriffe finden oder die alten mit neuem Leben füllen!
Was sagt die Gesellschaft? Zahlen und Fakten
Hier kommt ein kleiner Faktencheck, denn Zahlen lügen nicht: Laut einer Statista-Umfrage von 2023 haben rund 8 Prozent der Männer in Deutschland angegeben, regelmäßig Make-up zu benutzen. In Südkorea, dem Hotspot für Beautytrends, sind es sogar bis zu 20 Prozent. Und die Kurve steigt!
Social Media befeuert diesen Wandel. Plattformen wie YouTube oder Instagram sind voll von Männern, die ihre Make-up-Skills zeigen – und Millionen begeisterte Fans haben. Also: Es ist kein Trend, es ist eine Bewegung!
Mein Fazit: Schluss mit dem Etikettieren – Make-up ist für alle!
Ob du ihn nun Beauty-Influencer, Make-up-Fan oder ganz einfach Mann nennst: Ein Mann, der sich schminkt, verdient kein Stirnrunzeln, sondern Applaus für seinen Mut, sich selbst auszudrücken. Sprache formt Realität – und wir sind die Architekten!
Mein Appell an dich: Lass uns die alten Schubladen aufsprengen. Lass uns neue Worte schaffen oder die alten entstauben. Und vor allem: Lass uns Make-up endlich als das sehen, was es ist – ein Werkzeug zur Selbstentfaltung. Ganz egal, welches Geschlecht du hast.
Also, wie nennst du einen Mann, der sich schminkt? Vielleicht einfach: Mensch mit Stil!
