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Ist „beibringen“ Akkusativ oder Dativ? Eine Erinnerung an meinen größten Deutsch-Fehler

„Was ist der Kasus von ‚beibringen‘? Akkusativ oder Dativ?“

Ich war mir sicher, die Antwort zu kennen. Schließlich hatte ich bis dahin gelernt, dass viele Verben den Akkusativ verlangen. Also platzte ich selbstbewusst heraus:

„Akkusativ natürlich!“

Der Lehrer lächelte. Das war kein gutes Zeichen.

„Fast… aber nicht ganz. ‚Beibringen‘ braucht Dativ UND Akkusativ.“

Und damit begann meine erste große Grammatikkrise.

Beibringen: Ein Verb mit zwei Objekten

Das Besondere an "beibringen" ist, dass es zwei Ergänzungen verlangt:

  • Eine Person im Dativ
  • Eine Sache im Akkusativ

Das sieht dann so aus:

Ich bringe dir Deutsch bei.
Er bringt seinem Sohn das Schwimmen bei.
Sie hat uns die Regeln beigebracht.

Hier ist "dir", "seinem Sohn" und "uns" im Dativ, während "Deutsch", "das Schwimmen" und "die Regeln" im Akkusativ stehen.

Ich wünschte, mir hätte damals jemand gesagt: "beibringen" funktioniert wie "geben" oder "schenken". Denn auch diese Verben brauchen eine Person im Dativ und eine Sache im Akkusativ:

  • Ich gebe dir ein Buch. (Dativ + Akkusativ)
  • Ich schenke meiner Mutter Blumen. (Dativ + Akkusativ)

Das hätte mir eine Menge Kopfzerbrechen erspart!

Warum ist „beibringen“ so tricky?

Nach meiner peinlichen Niederlage in der Klasse wollte ich verstehen, warum ich so falsch lag. Schließlich gibt es im Deutschen viele Verben mit Dativ oder Akkusativ – aber nicht so viele mit beidem gleichzeitig.

Hier ein paar Beispiele, die für Verwirrung sorgen können:

VerbKasus
sehennur Akkusativ (Ich sehe dich.)
helfennur Dativ (Ich helfe dir.)
gebenDativ + Akkusativ (Ich gebe dir ein Buch.)
beibringenDativ + Akkusativ (Ich bringe dir etwas bei.)

„Beibringen“ gehört also zur letzten Gruppe. Und genau das macht es für viele Lernende schwierig.

Wie ich „beibringen“ endlich verstanden habe

Ich erinnere mich an eine lustige Szene aus einem Tandem-Sprachaustausch, bei dem ich mit einem deutschen Freund geübt habe. Ich wollte sagen:

„Ich bringe dich Deutsch bei.“

Er sah mich an, schüttelte den Kopf und meinte grinsend:

„Nein, nein – nicht dich, sondern dir! Sonst klingt es, als würdest du eine Person unterrichten, aber nicht die Sprache selbst.“

Da wurde mir klar: Das „Beigebrachte“ (die Sache) ist Akkusativ, aber die Person, die etwas lernt, steht IMMER im Dativ!

Seitdem habe ich mir eine Eselsbrücke gebaut:

  • Dativ = die Person, die etwas lernt
  • Akkusativ = die Sache, die beigebracht wird

Oder einfacher gesagt: „Beibringen“ ist ein Geschenk – es gibt immer einen Empfänger (Dativ) und eine Sache (Akkusativ).

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

  1. Falsch: Ich bringe ihn Deutsch bei.
    Richtig: Ich bringe ihm Deutsch bei.

  2. Falsch: Sie bringt die Kinder das Tanzen bei.
    Richtig: Sie bringt den Kindern das Tanzen bei.

  3. Falsch: Er bringt die Mathe bei mich.
    Richtig: Er bringt mir Mathe bei.

Viele Muttersprachler merken diese Fehler sofort – aber für Deutschlernende sind sie tückisch.

Interessante Fakten: Woher kommt „beibringen“?

Mir wurde erst viel später bewusst, wie logisch das Wort eigentlich ist.

  • „Beibringen“ setzt sich aus „bei“ + „bringen“ zusammen.
  • Es bedeutet wörtlich, etwas zu jemandem bringen – in diesem Fall Wissen oder Fähigkeiten.
  • Schon im 16. Jahrhundert wurde „beibringen“ im Sinne von „unterrichten“ verwendet.

Wenn man das einmal verstanden hat, ergibt das ganze Dativ-Akkusativ-Chaos plötzlich Sinn!

Fazit: Ist „beibringen“ Akkusativ oder Dativ?

Die richtige Antwort ist: BEIDES!

Dativ für die Person, die lernt
Akkusativ für das, was beigebracht wird

Seitdem ich diesen Fehler gemacht habe, erinnere ich mich jedes Mal daran, wenn ich jemandem etwas beibringe. Und ehrlich gesagt, finde ich es schön, dass es ein Wort gibt, das so deutlich zeigt: Wissen ist ein Geschenk, das man jemandem gibt.

Also, nächstes Mal, wenn du „beibringen“ benutzt, stell dir einfach vor, du überreichst jemandem ein Geschenk. So wird die Grammatik plötzlich ganz einfach!

💡 Wichtige Punkte

  • Ist beibringen Akkusativ oder Dativ? - Wieso ist die richtige Antwort, seinem Kind und nicht seinen Kind? Erklärung: Das Verb "beibringen" ist wie das Verb "bringen" ein Verb mit Dativ und
  • Ist als Dativ oder Akkusativ? - als bei Appositionen und Vergleichen Steht das Bezugswort im Nominativ, Dativ oder Akkusativ, dann muss der Anschluss im gleichen Fall erfolgen: Mir a
  • Ist als mit Dativ oder Akkusativ? - als bei Appositionen und Vergleichen Steht das Bezugswort im Nominativ, Dativ oder Akkusativ, dann muss der Anschluss im gleichen Fall erfolgen: Mir a
  • Ist Akkusativ oder Dativ? - Wenn sich die Frage nach dem Fall mit „wo“ verbinden lässt, dann steht das Objekt im Dativ. Beispiel: „Ich stehe hinter dem Haus“.
  • Ist von Akkusativ oder Dativ? - Folgende Präpositionen verlangen den Dativ: zu, von, seit, nach, mit, bei, gegenüber und aus.26.02.

❓ Häufig gestellte Fragen

1. Ist beibringen Akkusativ oder Dativ?

Wieso ist die richtige Antwort, seinem Kind und nicht seinen Kind? Erklärung: Das Verb "beibringen" ist wie das Verb "bringen" ein Verb mit Dativ und Akkusativ. Ich bringe WEM WAS.04.06.2011

2. Ist als Dativ oder Akkusativ?

als bei Appositionen und Vergleichen Steht das Bezugswort im Nominativ, Dativ oder Akkusativ, dann muss der Anschluss im gleichen Fall erfolgen: Mir als gutem Skifahrer wäre das nicht passiert. Für den Trainer als Verantwortlichen ist das sicher peinlich.

3. Ist als mit Dativ oder Akkusativ?

als bei Appositionen und Vergleichen Steht das Bezugswort im Nominativ, Dativ oder Akkusativ, dann muss der Anschluss im gleichen Fall erfolgen: Mir als gutem Skifahrer wäre das nicht passiert. Für den Trainer als Verantwortlichen ist das sicher peinlich.

4. Ist Akkusativ oder Dativ?

Wenn sich die Frage nach dem Fall mit „wo“ verbinden lässt, dann steht das Objekt im Dativ. Beispiel: „Ich stehe hinter dem Haus“. Anders sieht es mit einer Frage nach dem „wohin“ aus. Hier steht das Objekt im Akkusativ: „Ich gehe hinter das Haus“.26.02.2018

5. Ist von Akkusativ oder Dativ?

Folgende Präpositionen verlangen den Dativ: zu, von, seit, nach, mit, bei, gegenüber und aus.26.02.2018

6. Können ist Akkusativ oder Dativ?

mit allen Verben, die ein Objekt (im Akkusativ) haben können.

7. Ist begrüßen Dativ oder Akkusativ?

Die Deklination von Begrüßen
Nominativ Singulardas Begrüßen
Genitiv Singulardes Begrüßens
Dativ Singulardem Begrüßen
Akkusativ Singulardas Begrüßen

8. Ist erzählen Dativ oder Akkusativ?

Gute Morgen Lisa, Opa erzählt gerne. Opa erzählt dir (Dativ) gerne Geschichten (Akkusativ), etwas von seinen Eltern (Dativ) oder über den Krieg (Akkusativ). Das Verb erzählen kann einen Dativ, einen Akkusativ oder eine mit Präposition angeschlossene Ergänzung haben.20.01.2013

9. Ist reparieren Dativ oder Akkusativ?

Substantiv, f
SingularPlural
Nominativdie Reparaturdie Reparaturen
Genitivder Reparaturder Reparaturen
Dativder Reparaturden Reparaturen
Akkusativdie Reparaturdie Reparaturen

10. Ist auf Dativ oder Akkusativ?

Normalerweise folgt auf eine Wechselpräposition ein Dativ, wenn es sich um eine Zeitangabe handelt (im Juli, am Morgen, am Montag…). Aber bei den Präpositionen auf und über folgt bei temporalem Zusammenhang ein Akkusativ. Heiligabend fällt dieses Jahr auf einen Montag.05.10.2016

11. Ist schauen Akkusativ oder Dativ?

Der einzige Fall, bei dem wir ansehen / anschauen / angucken nur mit Akkusativ benutzen, ist, wenn wir eine Person ansehen. ✏️ Schau mich an. / Sieh mich an. / Guck mich an.

12. Ist Denken Akkusativ oder Dativ?

Die Deklination von Denken
Nominativ Singulardas Denken
Genitiv Singulardes Denkens
Dativ Singulardem Denken
Akkusativ Singulardas Denken

13. Ist auf Akkusativ oder Dativ?

Normalerweise folgt auf eine Wechselpräposition ein Dativ, wenn es sich um eine Zeitangabe handelt (im Juli, am Morgen, am Montag…). Aber bei den Präpositionen auf und über folgt bei temporalem Zusammenhang ein Akkusativ. Heiligabend fällt dieses Jahr auf einen Montag.05.10.2016

14. Ist sich Akkusativ oder Dativ?

Die Reflexivpronomen
Personal- pronomenReflexivpronomen
AkkusativDativ
dudichdir
er / sie / essichsich
wirunsuns
3 weitere Zeilen

15. Ist warten Akkusativ oder Dativ?

Der Akkusativ – das Warten – ist der Kasus, den man für das direkte Objekt verwendet, also für den Gegenstand des Tuns. Mit der Frage wen oder was? kann man nach Objekten im Akkusativ fragen. Ich ignoriere das Warten.So dekliniert man Warten im Deutschenheute-lernen.dehttps://deutsch.heute-lernen.de › warten › deklinationheute-lernen.dehttps://deutsch.heute-lernen.de › warten › deklination Der Akkusativ – das Warten – ist der Kasus, den man für das direkte Objekt verwendet, also für den Gegenstand des Tuns. Mit der Frage wen oder was? kann man nach Objekten im Akkusativ fragen. Ich ignoriere das Warten.

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