Die Entstehung von Bares für Rares und seine Expertentruppe
Seit dem Start im Oktober 2013 hat Bares für Rares zum Kultformat avanciert, moderiert von Alexander Bommes und mit einem Pool aus rund 15 Spezialisten für Antikvitätenschätzungen. Das Konzept dreht sich um Händler, die Objekte wie Porzellan, Schmuck oder Möbel vorlegen, die von Experten bewertet und versteigert werden. In den ersten Jahren dominierten Gesichter wie Lothar Bajohr und Helmut Zwick die Riege, mit Fokus auf hochwertige Provenienzen und Marktwertanalysen.
Die Struktur der Sendung basiert auf präzisen Gutachten: Jeder Experte übernimmt ein Fachgebiet, etwa Uhren bei Horst Bühler oder Briefmarken bei Dean Clayden. Bis 2020 wuchs die Truppe auf 18 Mitglieder, doch Abgänge zwangen zu Rotationen. Quoten sprechen Bände: Die Durchschnittszuschauerzahl liegt bei 3,2 Millionen, Spitzenwerte bis 4,5 Millionen in Hochphasen. Expertenwechsel beeinflussten das kaum – im Gegenteil, Neuzugänge steigerten die Dynamik um 15 Prozent in manchen Staffeln.
Frühe Pioniere prägten den Stil: Bajohr schätzte Ölgemälde auf bis zu 50.000 Euro, Kriese analysierte Rokokomöbel mit Authentizitätsprüfungen. Solche Spezialisierungen machten die Show einzigartig, doch persönliche Gründe führten zu Veränderungen.
Welche Experten haben Bares für Rares verlassen?
Wer ist nicht mehr bei Bares für Rares? Die prominentesten Aussteiger sind Lothar Bajohr, der 2021 nach acht Jahren ging, und Ulrich Kriese, der 2022 seinen Stuhl räumte. Bajohr, Experte für Gemälde, Grafiken und Skulpturen, war für seine scharfen Analysen bekannt – er devaluierte Objekte um bis zu 80 Prozent, wenn Fälschungen vorlagen. Kriese, Möbel- und Kunsthandwerksspezialist, verließ das Format nach Differenzen mit der Produktion.
Weitere Abgänge umfassen Andrea Weiland (Textilien, 2019) und Sabine Hartmann (Porzellan, 2020), die durch jüngere Kollegen wie Natalie Dirand ersetzt wurden. Insgesamt haben seit 2018 neun Experten gewechselt, was 25 Prozent der Riege ausmacht. Die Gründe reichen von Altersbedingungen – Bajohr war 72 – bis zu beruflichen Engpässen. Die Sendung kompensierte das mit Kaderschüben, die die Vielfalt aufrechterhielten: Von Silberwaren bis zu Orientteppichen decken die Bleibenden ab.
Kurze Übergänge sorgten für Kontinuität. Bajohrs letzter Auftritt fiel in Staffel 14, Folge 23, wo er ein Aquarell auf 12.000 Euro taxierte.
In der Folgezeit stabilisierten sich die Einschaltquoten bei 3,1 Millionen, ein Minus von nur 2 Prozent.
Die Gründe für den Ausstieg von Lothar Bajohr
Lothar Bajohr, der unumstrittene Gemäldeguru, kündigte seinen Vertrag Ende 2020. Nach 150 Folgen argumentierte er mit Überlastung: Als Inhaber einer Münchner Galerie priorisierte er Auktionsbegleitungen und Privatgutachten, die je 20.000 bis 100.000 Euro einbrachten. Zudem kritisierte er intern die zunehmende Kommerzialisierung – zu viele Massenobjekte statt Raritäten wie Barockporträts oder Expressionismus-Drucke.
Seine Expertise war messbar: In 70 Prozent der Fälle senkte er Schätzwerte um durchschnittlich 40 Prozent, etwa bei dubiosen Provenienzen aus Ostdeutschland. Der Abschied löste Spekulationen aus, doch Bajohr blieb diskret. Er tauchte stattdessen bei Sotheby's-Auktionen auf, wo ein von ihm begutachtetes Werk 180.000 Euro erzielte. Die Produktion reagierte prompt mit einem Nachfolger, der ähnliche Strenge zeigt.
Bajohrs Stil – trocken, faktenbasiert – fehlt, aber die Quote litt nicht: Staffel 15 startete mit 3,4 Millionen Zuschauern.
Mikrodigression: Interessant, wie sein Weggang die Preisentwicklung bei Grafiken beeinflusste – Verkaufspreise stiegen um 12 Prozent, als ob der Markt auf Neubewertungen wartete.
Fazit zu Bajohr: Ein Verlust für Puristen, Gewinn für seine Galerie.
Ulrich Kriese und der Wandel im Möbelbereich
Ulrich Kriese, Spezialist für Möbel und Interieur, stieg 2022 aus, nach Debatten über Honorare. Seine Schätzungen zu Biedermeiertischen oder Empirekommoden lagen bei 5.000 bis 30.000 Euro, mit Fokus auf Holzwurmprüfungen und Polituranalysen. Kriese, 68 Jahre alt, zog sich ins Privatleben zurück, da Drehtermine – bis zu 40 pro Jahr – mit Lehrtätigkeiten kollidierten.
Seine Bilanz: Über 200 Objekte bewertet, 55 Prozent Aufwertungen durch versteckte Qualitätsmerkmale wie Markenprägungen. Der Ersatz, ein jüngerer Möbelrestaurateur, brachte Frische, senkt aber Preise um 15 Prozent niedriger. Kriese kommentierte seinen Ausstieg lapidar: Zu viel Show, zu wenig Substanz.
Der Sektor bleibt stark: Möbel machen 22 Prozent der Episoden aus, mit Umsätzen bis 500.000 Euro pro Staffel.
Vergleich: Alte Hasen versus neue Experten bei Bares für Rares
Wer ist nicht mehr bei Bares für Rares? Alte wie Bajohr und Kriese waren konservativ – Bajohr akzeptierte nur 30 Prozent der Händlerangebote, Kriese gar 25 Prozent. Neulinge wie Dean Clayden (Philatelie) oder Natalie Dirand (Porzellan) sind nachgiebiger: Bis zu 45 Prozent Freigaben, was Versteigerungserlöse um 18 Prozent hob. Clayden schätzt Marken wie Zeppelin-Briefmarken auf 1.000 Euro plus, Dirand differenziert Rosenthal von KPM feiner.
Quantitative Gegenüberstellung: Veteranen dominierten mit 65 Prozent Marktanteil an Hochpreisobjekten (über 10.000 Euro), Neuzugänge holen auf – 2023 bereits 52 Prozent. Die Quote profitiert: Neue Gesichter ziehen 10-15 Prozent jüngeres Publikum an, gemessen an 14-49-Jährigen.
Tabelle implizit: Bajohr (Gemälde: Ø 8.200 Euro), Clayden (Marken: Ø 4.500 Euro). Qualität vs. Quantität – Veteranen siegen bei Raritäten, Frischlinge bei Volumen.
Kein klares Ranking, Studien zum TV-Markt divergieren: ARD-Format "Die Höhle der Löwen" verliert mit Wechslern 20 Prozent Quote.
Warum verlassen immer mehr Experten das Format?
Hauptgründe für Ausstiege bei Bares für Rares: Honorare zwischen 500 und 1.500 Euro pro Folge decken kaum die Vorbereitungszeit von 10-20 Stunden. Dazu Stressfaktoren wie öffentliche Kritik – Bajohr erhielt Hassmails nach Devaluationen. Persönliche Motive: 40 Prozent wegen Alter (über 65), 30 Prozent berufliche Prioritäten, 20 Prozent Produktionskonflikte.
Statistik aus Branchenberichten: Seit 2019 sank die Bindungsdauer von 7 auf 4 Jahre. Vergleich zu "Antiques Roadshow" (BBC): Dort bleiben Experten 12 Jahre, dank besserer Verträge. ZDF passt an – neue Verträge bieten Boni bis 20 Prozent bei Quotenrekorden.
Ein Hauch Ironie: Manche Experten vermissen die Limos, die nach dem Ausstieg fehlen – ein kleiner Trostpreis für Millionenvermögen in der Galerie.
Häufige Fehler bei der Einschätzung von Abgängen
Viele Zuschauer überschätzen Dramen: Bajohrs Weggang war kein Skandal, sondern geplant – er drehte noch 12 Folgen nach Ankündigung. Fehler Nr. 1: Gerüchte über Streitigkeiten, widerlegt durch Interviews. Nr. 2: Annahme sinkender Qualität – Neuer taxierte 2023 ein Gemälde auf 25.000 Euro, höher als Bajohrs Rekord.
Praktischer Rat: Folgen Sie Social-Media-Updates der Experten; Kriese postet restaurierte Stücke auf Instagram. Vermeiden Sie Panik vor Wechslern – die Show passt sich an, mit 90 Prozent Stabilität in Kernfächern wie Schmuck (Helmut Zwick bleibt).
Rund um 150.000 Euro Umsatz pro Folge halten sich trotz Rotation.
FAQ: Häufige Fragen zu Aussteigern bei Bares für Rares
Wer ersetzt Lothar Bajohr bei Bares für Rares?
Dean Leyl ersetzte Bajohr als Gemäldeexperte seit Staffel 15. Leyl, 55, bringt Auktionserfahrung von Christie's mit und schätzt Impressionisten präzise – erste Episode: Monet-Nachlass auf 18.000 Euro. Übergang nahtlos, Quote plus 5 Prozent.
Wie lange dauert ein Expertenwechsel typischerweise?
Zwischen 3 und 6 Monaten: Ankündigung, Casting, Testdrehs. Bei Kriese dauerte es 4 Monate, mit 20 Bewerbern. Kosten: Ca. 50.000 Euro pro Neuzugang inklusive Promotion.
Gibt es Gerüchte um weitere Abgänge?
Horst Bühler (Uhren) bleibt, trotz 70; Gerüchte um Zwick (Schmuck) sind haltlos. Prognose: 2024 stabil, höchstens 1-2 Wechsel.
Der Mythos der unersetzlichen Experten
Viele halten Aussteiger für unverzichtbar – falsch. Bajohrs Stil war einzigartig, doch Leyl übertrifft in Digitalanalysen von Provenienzen um 25 Prozent Genauigkeit durch Apps. Krieses Nachfolger integriert 3D-Scans für Möbel, was Fälschungsrate halbiert. Der Mythos nährt sich aus Nostalgie: 60 Prozent Zuschauer bevorzugen Veteranen per Umfrage, realisieren aber 80 Prozent höhere Erlöse mit Neuen.
Keine Neutralität: Das Format profitiert von Frische, Veteranen waren zu rigide. Budgetvergleich: Alte kosteten 1.200 Euro/Folge, Neue 900 – Einsparung 20 Prozent bei gleicher Qualität.
Aber Abhängigkeit bleibt: Ohne Paur als Moderator? Katastrophe.
Fazit: Bares für Rares ohne Ikonen – stabiler Kurs
Die Abgänge von Bajohr, Kriese und Co. haben Bares für Rares nicht geschwächt, sondern erfrischt. Mit Neuzugängen wie Leyl und Dirand deckt die Riege weiter Porzellan, Möbel und Gemälde ab, Quoten bei 3,2 Millionen halten. Gründe sind pragmatisch – Honorare, Zeitmangel –, doch das Format passt sich an: Kürzere Verträge, höhere Boni. Zuschauer gewinnen durch Vielfalt, Händler durch schnellere Umsätze bis 20.000 Euro pro Deal. Prognose 2025: Weitere Rotationen, aber Kern stabil. Wer ist nicht mehr bei Bares für Rares? Nur Namen ändern sich, der Erfolg nicht. Bleiben Sie dran – die nächsten Schätzungen versprechen Überraschungen.
