Die aktuelle Zahl und ihre ständige Bewegung
Man muss verstehen, dass diese Zahl niemals statisch ist, und das ist etwas, das mir bei der Recherche immer wieder auffällt. Die großen Listen, wie die von Forbes oder auch die jährlichen Berichte von Henley & Partners, liefern leicht unterschiedliche Ergebnisse, weil die Kriterien für eine echte steuerliche Ansässigkeit variieren können. Letztes Jahr, zum Beispiel, da waren es wohl eher knapp über dreißig, aber durch die jüngsten geopolitischen Verschiebungen und die Suche nach Stabilität sind einige neue Hochvermögende hinzugekommen, so habe ich zumindest gehört.
Ich denke, der springende Punkt ist nicht die exakte Zahl heute, sondern die Konstanz, mit der Monaco in den Top 5 der reichsten Städte der Welt auftaucht. Es ist ein Magnet, und das hat weniger mit dem Wetter zu tun, als viele annehmen, obwohl das natürlich auch nicht schadet. Es geht primär um die Infrastruktur für Superreiche und die Diskretion, die hier noch immer einen sehr hohen Stellenwert genießt, ganz anders als vielleicht in London oder New York.
Was bedeutet "ansässig sein" in Monaco wirklich?
Wenn wir von Milliardären sprechen, reden wir nicht von jemandem, der alle zwei Jahre mal für eine Woche an die Cote d'Azur fliegt. Nein, die müssen hier ihren Lebensmittelpunkt haben, was bedeutet, dass sie die meiste Zeit des Jahres im Fürstentum verbringen müssen. Sie müssen hier ihre Hauptwohnung halten, in den Schulen ihrer Kinder vielleicht engagiert sein, oder zumindest nachweisen, dass sie hier die meisten Tage verbringen. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn viele Superreiche nutzen Monaco als zweiten oder dritten Wohnsitz, aber nur die Top-Tier-Residenten zählen für diese Statistiken, und genau das macht die Dichte so extrem hoch.
Warum Monaco? Die unschlagbare Steuerattraktivität
Der Hauptgrund, warum jemand, der Milliarden besitzt, seinen Wohnsitz hierher verlegt, ist, offen gesagt, das Portemonnaie. Ich muss hier nicht um den heißen Brei herumreden: Es gibt keine Einkommenssteuer in Monaco, und das ist der absolute Killer-Faktor. Für jemanden, der jährlich Millionen an Kapitalerträgen oder Dividenden generiert, bedeutet das eine massive Ersparnis im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, Deutschland oder den USA, wo diese Einkünfte massiv besteuert werden.
Hinzu kommt die Abwesenheit einer Vermögenssteuer oder Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen, was für die langfristige Vermögenssicherung natürlich Gold wert ist. Ich habe mal gelesen, dass ein sehr vermögender Unternehmer, der seinen Wohnsitz von Paris nach Monaco verlegt hat, dadurch jährlich mehrere Millionen Euro an reinen Steuerzahlungen gespart hat. Das ist Kapital, das dann wieder arbeiten kann, und das ist der eigentliche Motor hinter diesem Zustrom von Superreichen.
Was kostet es eigentlich, dort zu wohnen?
Man könnte meinen, wenn man so viele Milliardäre dort hat, dass die Immobilienpreise astronomisch sind – was sie auch sind, aber das ist ein notwendiges Übel für die Zielgruppe. Die Einstiegshürde ist immens hoch. Ich habe mir die aktuellen Quadratmeterpreise angesehen, und wir reden hier locker über 50.000 bis 80.000 Euro pro Quadratmeter für eine wirklich gute Lage, oft sogar deutlich mehr, wenn es um ein Penthouse mit Meerblick geht. Ein durchschnittliches Apartment, das man als normaler Mensch als Luxus bezeichnen würde, kostet dort schnell mehrere Millionen Euro.
Das ist aber auch der Filtermechanismus: Nur wer die Steuerersparnis durch seine Erträge rechtfertigen kann, kann sich diese Lebenshaltungskosten überhaupt leisten. Es ist also eine geschlossene Gesellschaft, nicht nur durch die Gesetze, sondern auch durch die schiere finanzielle Anforderung, dort überhaupt eine Immobilie erwerben zu können. Die Wohnungsnot ist real, und die Preise steigen weiter, weil das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage von Leuten kommt, die buchstäblich jeden Preis zahlen können.
Die Dichte macht den Unterschied: Monaco im Vergleich
Wenn man die Zahlen vergleicht, wird Monaco wirklich einzigartig. Nehmen wir zum Beispiel Zürich oder Hongkong. Beide Städte haben eine hohe Konzentration an Reichen, keine Frage. Aber Monaco hat auf nur etwa 39.000 Einwohner eine extrem hohe absolute Zahl an Millionären und eben jene 35 bis 40 Milliardäre.
Ich finde es besonders interessant, dass Monaco, flächenmäßig eines der kleinsten Länder der Welt, diese Konzentration hält. Das bedeutet, dass man im Café oder beim Abendessen statistisch gesehen mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit auf jemanden trifft, der neun Nullen auf seinem Kontoauszug hat, als in jeder anderen Metropole. Das schafft ein bestimmtes soziales Klima, das man anderswo kaum findet, eine Mischung aus extremer Privatsphäre und gleichzeitiger permanenter Nähe zur globalen Elite.
Wer sind die bekanntesten Gesichter, die dort leben?
Auch wenn Diskretion großgeschrieben wird, sind natürlich einige Namen bekannt, die ihre Residenz dort haben oder hatten. Man denke an die Formel-1-Welt, die stark in Monaco verwurzelt ist, oder an internationale Geschäftsleute aus dem Finanz- und Immobilienbereich. Oft sind es aber nicht die offensichtlichsten Tech-Milliardäre, sondern jene, die ihr Vermögen über Generationen aufgebaut haben oder deren Geschäfte stark von der europäischen Finanzplatzierung profitieren. Ich persönlich glaube, dass viele der wirklich großen Namen, die wir aus der Forbes-Liste kennen, zumindest einen Teil ihres Lebens hier verbringen, auch wenn sie nicht immer offiziell dort gemeldet sind – das ist die bereits erwähnte Grauzone.
Muss ich wirklich Milliardär sein, um dort zu leben?
Das ist eine Frage, die sich viele stellen, und die Antwort ist ein klares Nein, aber mit einem riesigen Aber. Man muss kein Milliardär sein, aber man muss definitiv ein Millionär sein, und zwar ein sehr gut verdienender. Die Anforderungen für eine Aufenthaltserlaubnis ohne Arbeit sind relativ streng. Man muss beweisen, dass man über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um sich selbst und seine Familie zu versorgen, ohne eine Belastung für den Staat zu werden. Das bedeutet oft, dass man ein hohes Jahreseinkommen oder signifikante passive Einkünfte nachweisen muss.
Ich habe den Eindruck, dass es für jemanden mit, sagen wir, 500.000 Euro Jahreseinkommen extrem schwierig, wenn nicht unmöglich ist, die Genehmigung zu bekommen, es sei denn, man investiert massiv in lokale Immobilien oder Unternehmen. Die Regierung legt Wert darauf, dass neue Einwohner dem Staat finanziell nützen, und das impliziert, dass sie entweder sehr viel Steuern zahlen (was sie nicht tun) oder sehr viel Geld im Land ausgeben und dort investieren (was sie tun).
Fazit: Ein exklusiver Hotspot, der seine Zahlen streng hütet
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Monaco ein faszinierender Mikrokosmos ist, in dem die Konzentration an extrem vermögenden Menschen unübertroffen ist. Die Zahl der Milliardäre schwankt leicht um die 35 bis 40, aber die Bedeutung dieser Zahl liegt in der Dichte pro Quadratkilometer. Es ist ein Spielplatz für die globale Elite, ermöglicht durch eine einmalige Steuergesetzgebung und eine Infrastruktur, die auf maximale Diskretion und Luxus ausgelegt ist. Wer heute dorthin zieht, zahlt den Preis für den Zugang zu diesem exklusiven Club – und das ist in erster Linie ein astronomischer Immobilienpreis, der nur für die Superreichen tragbar ist.

