Wein, Wein, Wein – aber welcher?
Wein ist natürlich König. Aber Italien ist ja so vielfältig! Von Nord nach Süd gibt es unzählige Rebsorten und Weinstile. Im Piemont trinkt man Barolo und Barbaresco, in der Toskana den berühmten Chianti Classico. Und weiter südlich? Da kommen dann Weine wie Primitivo aus Apulien oder Nero d'Avola aus Sizilien ins Spiel. Jeder Landstrich hat seinen eigenen Stolz, seinen eigenen Wein, der perfekt zur lokalen Küche passt.
Ich erinnere mich, als ich mal in einem kleinen Weingut in der Nähe von Montepulciano war. Der Winzer, ein älterer Herr namens Giovanni, hat uns stundenlang von seinen Weinbergen erzählt. Er meinte, jeder Schluck Wein erzählt eine Geschichte, die Geschichte des Landes, der Sonne und des Regens. Und ehrlich gesagt, er hatte Recht! Man schmeckt wirklich den Unterschied, wenn man weiß, wo der Wein herkommt.
Aperitivo: Mehr als nur ein Drink
Der Aperitivo ist in Italien fast schon eine heilige Zeremonie. Zwischen Arbeit und Abendessen trifft man sich mit Freunden oder Kollegen auf einen Drink und ein paar Snacks. Und was trinkt man da? Meistens etwas Leichtes und Erfrischendes. Spritz ist natürlich ein Klassiker, vor allem in Venedig und Umgebung. Aber auch Negroni, Americano oder einfach ein Glas Prosecco sind sehr beliebt. Dazu gibt es dann Oliven, Chips, kleine Sandwiches oder sogar Mini-Pizzen. Ein Aperitivo ist eben viel mehr als nur ein Drink, es ist ein Stück italienische Lebensart.
Bier? Ja, auch das!
Früher war Italien ja nicht so bekannt für sein Bier. Aber das hat sich in den letzten Jahren total geändert! Es gibt immer mehr kleine Brauereien, die Craft Beer herstellen. Und die sind wirklich gut! Von hellen Lagerbieren bis zu dunklen Ales ist alles dabei. Besonders im Sommer, wenn es richtig heiß ist, ist ein kühles Bier eine willkommene Abwechslung zum Wein. Und zu einer Pizza passt es sowieso perfekt.
Ich muss sagen, ich war anfangs skeptisch, ob italienisches Bier wirklich was taugt. Aber dann habe ich mal ein IPA von einer kleinen Brauerei in der Toskana probiert, und ich war echt überrascht! Es war fruchtig, hopfig und einfach nur lecker. Seitdem bin ich ein Fan von italienischem Craft Beer.
Digestivo: Der perfekte Abschluss
Nach dem Essen darf ein Digestivo natürlich nicht fehlen. Das ist sozusagen der kleine Schluck, der die Verdauung anregen soll. Grappa ist wohl der bekannteste Digestivo Italiens, aber es gibt noch viele andere: Limoncello aus Süditalien, Amaro (ein Kräuterlikör) oder Sambuca (ein Anislikör). Je nachdem, was man mag. Ich persönlich mag ja Amaro sehr gern, weil er so schön bitter ist. Aber das ist Geschmackssache, you know?
Und was ist mit Cocktails?
Klar, Cocktails werden auch in Italien getrunken! Vor allem in den großen Städten gibt es viele Bars, die wirklich kreative Cocktails anbieten. Aber die Italiener sind da oft etwas konservativer als zum Beispiel in Deutschland oder England. Klassische Cocktails wie Negroni, Martini oder Aperol Spritz sind immer noch am beliebtesten. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. In Mailand zum Beispiel gibt es eine sehr lebendige Cocktail-Szene, wo man auch ausgefallenere Kreationen findet.
Also, was trinkt der Italiener nun?
Tja, die Antwort ist gar nicht so einfach. Es kommt eben darauf an, wo man ist, was man isst und welche Vorlieben man hat. Aber eines ist sicher: In Italien wird gerne und gut getrunken! Und das ist auch gut so, oder?
Ach ja, by the way, ich habe mal gehört, dass einige Italiener ihren Wein mit Wasser mischen. Stimmt das wirklich? Ehrlich gesagt, ich habe das noch nie gesehen. Aber vielleicht ist das ja ein Geheimtipp, den ich noch nicht kenne! Wer weiß...
