Was steckt hinter dem Namen Smörgåsbord?
Fangen wir mal beim Namen an: Smörgåsbord. Klingt kompliziert, ist es aber nicht! "Smörgås" bedeutet Sandwich oder belegtes Brot, und "bord" heißt Tisch. Also im Grunde ein Tisch voller Sandwiches. Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Eigentlich ist es viel mehr als das: Eine riesige Auswahl an kalten und warmen Speisen, von Hering in allen Variationen bis hin zu Fleischbällchen und Janssons Frestelse (ein Kartoffelauflauf mit Sardellen, mega lecker!).
Mehr als nur Hering und Fleischbällchen
Das Schöne am Smörgåsbord ist die Vielfalt. Es gibt eigentlich keine festen Regeln, was drauf muss. Aber typischerweise findest du verschiedene Sorten Hering (eingelegt, gebraten, in Sahnesauce…), Lachs (geräuchert, gebeizt – Gravad Lax ist ein Muss!), verschiedene Wurst- und Käsesorten, Salate, Brot, Knäckebrot und natürlich die berühmten Köttbullar (Fleischbällchen). Und dann kommen noch die warmen Gerichte dazu, wie Janssons Frestelse, Prinzkorv (kleine Würstchen) und manchmal auch Rippchen oder andere Fleischgerichte.
Meine persönliche Smörgåsbord-Erfahrung
Ich erinnere mich noch gut an mein erstes richtiges Smörgåsbord. Das war vor Jahren in Stockholm, in einem kleinen Restaurant in Gamla Stan (der Altstadt). Die Auswahl war überwältigend! Ich glaube, ich habe so ziemlich alles probiert, und am Ende war ich kugelrund. Aber es war jeden Bissen wert! Besonders der Gravad Lax mit Dillsoße hatte es mir angetan. Und die kleinen eingelegten Gurken, die lagen da auch immer… Ach, ich schweife ab.
Die Reihenfolge macht's!
Es gibt tatsächlich eine Art „ungeschriebene Regel“, wie man ein Smörgåsbord richtig angeht. Angeblich sollte man mit dem Hering anfangen, dann zu anderen Fischgerichten übergehen, danach die kalten Fleisch- und Käsesorten probieren und sich zum Schluss den warmen Speisen widmen. Aber ehrlich gesagt, ich halte mich da nie so genau dran. Hauptsache, es schmeckt!
Smörgåsbord vs. Buffet: Wo liegt der Unterschied?
Okay, jetzt fragst du dich vielleicht: Was ist denn der Unterschied zwischen einem Smörgåsbord und einem normalen Buffet? Gute Frage! Im Prinzip ist ein Smörgåsbord ja auch ein Buffet, aber es ist eben ein Buffet mit schwedischen Spezialitäten. Es ist stärker auf nordische Küche fokussiert und hat oft eine etwas festlichere Atmosphäre. Außerdem legt man in Schweden viel Wert auf die Präsentation der Speisen. Es soll nicht nur gut schmecken, sondern auch schön aussehen!
Und was trinkt man dazu?
Zum Smörgåsbord trinkt man traditionell Aquavit oder Bier. Aquavit ist ein skandinavischer Schnaps, der mit Kümmel oder anderen Kräutern aromatisiert ist. Aber auch ein Glas Wein oder Saft passt gut dazu. Und zum Dessert natürlich Kaffee!
Smörgåsbord zu Hause? Klar, geht!
Du musst nicht unbedingt nach Schweden reisen, um ein Smörgåsbord zu genießen. Du kannst es auch ganz einfach zu Hause zubereiten! Natürlich ist es etwas aufwendiger, aber es lohnt sich. Fang am besten mit ein paar Klassikern an, wie Hering, Lachs, Fleischbällchen und Janssons Frestelse. Und dann kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen und alles dazustellen, was dir schmeckt. Wichtig ist nur: Viel Liebe und Sorgfalt in die Zubereitung stecken!
Ach ja, by the way: Hast du schon mal von Surströmming gehört? Das ist fermentierter Hering, eine schwedische Spezialität… sagen wir mal, mit sehr intensivem Geruch. Ich persönlich bin kein Fan, aber manche Leute lieben es! Vielleicht ist das ja was für dein Smörgåsbord… wenn du dich traust! Ehrlich gesagt, ich würde es lassen… aber jedem das Seine!
Also, worauf wartest du noch? Ran an die Töpfe und Pfannen und zaubere dein eigenes schwedisches Buffet! Du wirst es nicht bereuen!
