Egoismus ist nicht immer offensichtlich
Und weißt du was? Es ist gar nicht so leicht, Egoisten sofort zu erkennen. Manche sind subtil. Andere total charmant. Deshalb dachte ich, ich teile mal ein paar Dinge, auf die ich heute schneller achten würde.
Typische Verhaltensweisen eines Egoisten
Gespräche drehen sich immer nur um sie selbst
Das ist echt ein Klassiker. Du erzählst von deinem Tag, und irgendwie – zack! – sind sie wieder bei ihrer Story, ihrem Problem, ihrer Meinung.
Ich hatte mal eine Kollegin, nennen wir sie Laura. Immer wenn ich was erzählte, kam sowas wie: „Ja, das kenn ich. Mir ist mal was VIEL Schlimmeres passiert...“ Und das ging IMMER so. Irgendwann hab ich’s fast sportlich genommen – wie schnell dreht sie’s diesmal auf sich?
Fehlende Empathie oder Mitgefühl
Egoisten fällt es schwer, sich in andere hineinzuversetzen. Und wenn du mal wirklich Hilfe brauchst, sind sie oft... verschwunden. Oder sie reagieren mit einem “Ah, blöd gelaufen. Aber hey, ich hab da auch grad was echt NERVIGES!”
Ich weiß noch, als ich mal einen Todesfall in der Familie hatte – und ein "Freund" meinte: "Puh, das ist hart. Aber weißt du, ich hab auch grad Stress auf der Arbeit." Ich war sprachlos.
Beziehung mit einem Egoisten? Vorsicht, toxisch!
Du gibst – und bekommst fast nix zurück
Das kann echt schleichend passieren. Du hörst zu, hilfst, gibst Aufmerksamkeit – und bekommst im besten Fall ein Schulterzucken zurück. Und im schlimmsten: Vorwürfe, wenn du mal nicht sofort zur Stelle bist.
Eine Freundin von mir war in so einer Beziehung. Ihr Ex hat sie IMMER zuerst gebraucht, aber wenn sie mal weinte oder Sorgen hatte, hat er abgewunken. "Mach doch nicht so ein Drama." Pfff, da krieg ich jetzt noch die Krise.
Manipulation durch Schuldgefühle
Egoisten können super darin sein, dich emotional zu erpressen. „Wegen dir geht’s mir jetzt schlecht.“ oder „Wenn du mich wirklich mögen würdest, dann würdest du...“ – kommt dir das bekannt vor?
Ich geb’s zu: Ich bin da mal voll reingetappt. Hab mich wochenlang schlecht gefühlt, weil ich Grenzen gesetzt hab. Heute weiß ich: Das war kein echtes Verständnis. Das war Kontrolle.
Gibt’s auch „gutartige“ Egoisten?
Zwischen gesundem Egoismus und Narzissmus
Klar, ein bisschen Egoismus ist normal – sogar wichtig. Du darfst und sollst auf dich selbst achten. Grenzen setzen, Nein sagen, mal an dich denken. Das ist Selbstfürsorge.
Problematisch wird’s, wenn jemand ständig auf seine Vorteile schaut – auf Kosten anderer.
Ich hatte mal einen Bekannten, der immer zuerst an sich dachte, aber auch ehrlich war. Er hat nie etwas vorgespielt. Du wusstest, woran du bist. Nicht unbedingt empathisch – aber immerhin kein Schauspieler.
Wie kannst du mit Egoisten umgehen?
Grenzen setzen (auch wenn’s schwerfällt)
Das wichtigste: Sag klar, was für dich geht und was nicht. Und ja, das ist unbequem. Besonders wenn’s ein enger Freund, Kollege oder Partner ist.
Aber ich hab gelernt: Wenn du dich ständig zurücknimmst, um den Frieden zu wahren, verlierst du irgendwann dich selbst.
Notfalls: Abstand nehmen
Manchmal hilft reden nix. Wenn du merkst, dass sich nichts ändert – dann darfst du gehen. Auch wenn’s wehtut. Auch wenn du dich schuldig fühlst. Du musst dich nicht ausnutzen lassen, nur weil jemand „schon immer so war“.
Ich hab mal komplett den Kontakt zu jemandem abgebrochen, weil es einfach nur noch einseitig war. Es hat Wochen gebraucht, bis ich mich nicht mehr schuldig fühlte – aber heute? Beste Entscheidung ever.
Fazit? Einen Egoisten zu erkennen ist manchmal tricky – aber dein Bauchgefühl sagt dir oft mehr, als du glaubst. Wenn du dich nach Treffen immer leer, klein oder genervt fühlst... dann hör hin.
Denn echte Verbindung heißt nicht, dass einer strahlt und der andere verdunkelt wird. Sondern dass man sich gegenseitig Raum gibt. Und das, mein Freund, ist das Gegenteil von Egoismus.
