ADHS-Anfall? Gibt es das wirklich? Was du unbedingt wissen musst!
ADHS. Drei Buchstaben, die für viele mehr als nur eine Diagnose bedeuten. Sie stehen für ein Leben voller Herausforderungen, Missverständnisse und – ja, auch für Stärken, die oft übersehen werden. Aber ein ADHS-Anfall? Was soll das sein?
Was bedeutet ADHS überhaupt? Eine kurze Wiederholung
Bevor wir uns dem vermeintlichen „ADHS-Anfall“ widmen, müssen wir kurz klären, was ADHS eigentlich ist. ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Es ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich durch Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität auszeichnet. Aber Achtung: ADHS ist keine „Krankheit“, die man einfach so bekommt oder wieder loswird. Es ist eher eine Art, wie das Gehirn „tickt“.
Der Mythos vom ADHS-Anfall: Was steckt dahinter?
Nun zum Kern der Sache: Gibt es einen ADHS-Anfall? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Im medizinischen Sinne gibt es keinen „ADHS-Anfall“ wie beispielsweise einen epileptischen Anfall. Aber! Menschen mit ADHS erleben durchaus Phasen extremer Ausprägung ihrer Symptome. Diese Phasen können fälschlicherweise als „Anfall“ interpretiert werden.
Mögliche Szenarien, die als „Anfall“ wahrgenommen werden können:
Meltdowns: Vor allem bei Kindern (aber auch bei Erwachsenen) können Überforderung und Frustration zu einem sogenannten „Meltdown“ führen. Das ist ein emotionaler Zusammenbruch, der sich in Wutausbrüchen, Weinen oder aggressivem Verhalten äußern kann.
Hyperfokus-Crash: Ja, ADHSler können sich extrem gut konzentrieren – manchmal sogar zu gut! Dieser „Hyperfokus“ kann aber auch plötzlich enden, was zu Erschöpfung, Reizbarkeit und einem Gefühl der Überforderung führen kann.
Reizüberflutung: Laute Geräusche, viele Menschen, grelle Lichter – all das kann Menschen mit ADHS schnell überfordern. Die Folge: Stress, Angst und das Bedürfnis, sich zurückzuziehen.
Wichtig ist: Diese Zustände sind keine „Anfälle“ im eigentlichen Sinne, sondern Ausdruck einer Überlastung des Systems. Sie sind Reaktionen auf äußere oder innere Reize, die das Gehirn nicht mehr verarbeiten kann.
Was tun, wenn's „knallt“? Erste Hilfe bei Überforderung
Okay, was kann man tun, wenn jemand mit ADHS in eine solche Situation gerät, die einem „Anfall“ ähnelt? Hier ein paar Tipps:
Ruhe bewahren: Panik hilft niemandem! Versuche, ruhig zu bleiben und die Situation zu analysieren.
Reize reduzieren: Schalte das grelle Licht aus, dreh die Musik leiser, bring die Person an einen ruhigen Ort.
Zuhören und validieren: Nimm die Gefühle der Person ernst. Sag nicht: „Stell dich nicht so an!“, sondern zeig Verständnis.
Hilfe anbieten: Frag, was die Person jetzt braucht. Vielleicht eine Umarmung, ein Glas Wasser oder einfach nur Zeit für sich.
ADHS ist mehr als nur Symptome: Stärken erkennen und fördern!
ADHS ist nicht nur eine Liste von Defiziten. Menschen mit ADHS haben oft außergewöhnliche Stärken: Kreativität, Spontaneität, Leidenschaft, Empathie. Es ist wichtig, diese Stärken zu erkennen und zu fördern. Denn ADHS ist kein Hindernis, sondern kann – mit dem richtigen Umgang – eine Quelle großer Kraft sein!
Fazit: ADHS-Anfall? Eher eine Überlastung des Systems!
Ein „ADHS-Anfall“ im klassischen Sinne existiert nicht. Aber Menschen mit ADHS erleben Phasen extremer Ausprägung ihrer Symptome, die auf Überforderung und Reizüberflutung zurückzuführen sind. Wichtig ist, diese Zustände zu erkennen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Und vor allem: Die Stärken von Menschen mit ADHS zu sehen und zu fördern! Denn ADHS ist mehr als nur eine Diagnose – es ist eine andere Art, die Welt zu erleben.
💡 Wichtige Punkte
Was ist ein ADHS Anfall? - Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeichnet sich durch Konzentrationsschwierigkeiten oder eine kurze Aufmerksamkeitsspanne un
Was brauchen Menschen mit ADHS? - Routinen, klare Anweisungen und Regeln.Realistische Ziele setzen.Auf Reizsignale achten.Sport und Hobbys.Lob ist wichtig.
Was entspannt Menschen mit ADHS? - Entspannungstechniken bei ADS/ADHS Gezielte Körperwahrnehmungspiele, Progressive Muskelentspannung, kinesiologische Übungen kombiniert mit Atemübun
Was können Menschen mit ADHS gut? - Typische Stärken von Menschen mit ADHS auf einen Blick: Kreativität. Hilfsbereitschaft. Einsatzbereitschaft. Feinfühligkeit/Sensibilität.
Sind Menschen mit ADHS hochsensibel? - Das eine schliesst das andere nicht aus: Ein hochsensibler Mensch kann ADHS haben; Menschen mit ADHS sind sogar meis- tens hochsensibel.
❓ Häufig gestellte Fragen
1. Was ist ein ADHS Anfall?
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeichnet sich durch Konzentrationsschwierigkeiten oder eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und/oder übermäßige Aktivität und nicht dem Alter des Kindes entsprechende Impulsivität aus, welche die Leistungsfähigkeit oder Entwicklung beeinträchtigen.
2. Was brauchen Menschen mit ADHS?
Routinen, klare Anweisungen und Regeln.
Realistische Ziele setzen.
Auf Reizsignale achten.
Sport und Hobbys.
Lob ist wichtig.
Auf eigene Bedürfnisse achten, Hilfen in Anspruch nehmen.
3. Was entspannt Menschen mit ADHS?
Entspannungstechniken bei ADS/ADHS Gezielte Körperwahrnehmungspiele, Progressive Muskelentspannung, kinesiologische Übungen kombiniert mit Atemübungen, kommen dem Bewegungsdrang dieser Kinder entgegen.
4. Was können Menschen mit ADHS gut?
Typische Stärken von Menschen mit ADHS auf einen Blick: Kreativität. Hilfsbereitschaft. Einsatzbereitschaft. Feinfühligkeit/Sensibilität.
5. Sind Menschen mit ADHS hochsensibel?
Das eine schliesst das andere nicht aus: Ein hochsensibler Mensch kann ADHS haben; Menschen mit ADHS sind sogar meis- tens hochsensibel. HS ist – das soll hier klar festgehalten werden – keine psychiatrische Diagnose.
6. Sind Menschen mit ADHS treu?
ADHS kann in der Partnerschaft zu deutlichen Problemen führen. Stimmungsschwankungen, Chaos und Unzuverlässigkeit können Unverständnis und Verletzungen beim Partner hervorrufen. Beziehungsprobleme sind bei ADHS deshalb keine Seltenheit.
7. Sind Menschen mit ADHS schüchtern?
Kinder mit ADHS fallen in der Regel leichter auf als Kinder mit ADS. Auch sie leiden an Konzentrationsproblemen, zeigen jedoch keine Hyperaktivität. Im Gegenteil sind sie eher stille Träumer. Sie sind zurückgezogen, ruhig, wirken schüchtern und unsicher.
8. Haben Menschen mit ADHS Empathie?
Man nennt das mangelnde Empathie. Es fällt ihnen auch schwer Gefühle wahrzunehmen und Probleme zu verstehen die im emotionalen Bereichen liegen. Man kann das als Gefühlsblindheit bezeichnen. Es zeigt sich bei Vorliegen einer AD(H)S auch eine deutliche Erhöhung des Auftretens von allen Essstörungen.
9. Sind Menschen mit ADHS egozentrisch?
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene wenig Mitgefühl und Anteilnahme am Leid anderer haben. Sie sind egozentrisch, maßlos, drängen nach sofortiger Bedürfnisbefriedigung und sie neigen dazu, sehr rücksichtslos gegenüber den Bedürfnissen ihrer Mitmenschen zu sein.
10. Sind Menschen mit ADHS kreativer?
Hyperaktivität und Impulsivität fördern die Kreativität. Unkonzentriertheit und Unaufmerksamkeit werden meist mit ADHS verknüpft. Typische ADHS-Symptome wie Impulsivität, Risikofreudigkeit und Neugier fördern jedoch auch die Kreativität.24.09.2018
11. Sind Menschen mit ADHS intelligent?
Forscher untersuchten in verschiedenen Studien den IQ von Kindern mit einer ADHS und kamen hier zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Kinder mit einer intellektuellen Hochbegabung bei ca. 2% liegt. Die Wahrscheinlichkeit einer Hochbegabung ist bei Kindern mit und ohne ADHS ist also gleich hoch.18.04.2019
12. Sind Menschen mit ADHS empathisch?
Man nennt das mangelnde Empathie. Es fällt ihnen auch schwer Gefühle wahrzunehmen und Probleme zu verstehen die im emotionalen Bereichen liegen. Man kann das als Gefühlsblindheit bezeichnen. Es zeigt sich bei Vorliegen einer AD(H)S auch eine deutliche Erhöhung des Auftretens von allen Essstörungen.
13. Was ist ein Synkopaler Anfall?
Der synkopale Anfall ist wie der generalisierte tonisch-klonische Krampf eine Reaktion, zu der unter bestimmten Bedingungen jeder menschliche Organismus fähig ist. Es sei nur an die Ohnmacht bei größerem Blutverlust erinnert.
14. Was ist ein COPD Anfall?
Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist die Lunge geschädigt und die Atemwege sind verengt. Die Erkrankung entwickelt sich über Jahre. Die Ursache ist meist Rauchen. Typische Beschwerden sind täglicher Husten, Auswurf sowie Atemnot bei körperlichen Anstrengungen.14.12.2022
15. Was ist ein Parkinson Anfall?
Menschen mit Parkinson leiden zunehmend unter einer Verlangsamung der Bewegungsabläufe, Bewegungsarmut, Gangstörungen, später auch einem Zittern der Hände, Beine und des Kopfes oder Muskelsteifheit.17.04.2023
16. Was ist die stärkste Motivation?
Intrinsische Motivation Es ist die stärkste und ausdauerndste Antriebskraft des Menschen.30.11.2016
17. Kann man Mitarbeiter motivieren?
Mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen einiges für die Mitarbeitermotivation tun. Natürlich wirken extrinsische Reize wie Gehaltserhöhungen oder Beförderungen, um einen gewissen Motivationsgrad zu erreichen. Doch einen langfristigen Bindungseffekt erzielen Sie erst, wenn Sie Mitarbeiter intrinsisch motivieren.
18. Wie kann ich meine Mitarbeiter belohnen?
65 Kreative Ideen, wie Sie Ihre Mitarbeiter belohnen können
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19. Wie erkenne ich einen guten Mitarbeiter?
10 Merkmale, an denen man die besten Mitarbeiter:innen erkennt
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21. Was sind die besten Mitarbeiter?
Es sind vor allem jene, die sich durch Förderung und Weiterentwicklung, durch das Fördern von Talenten und durch Leistungsziele motivieren lassen, also Mitarbeiter mit intrinsischer Motivation. Damit werden auch wichtige Ziele der Mitarbeitermotivation wie Leistung und Produktivität angepeilt.04.05.2021
22. Was ist schwierig an schwierigen Mitarbeitern?
Schwierige Mitarbeiter sind oft respektlose Mitarbeiter Wenn Mitarbeiter respektlos gegenüber Vorgesetzten sind, kann sie das aus deren Sicht schwierig machen. Der Mitarbeiter akzeptiert dann häufig den Vorgesetzten nicht – und scheut sich auch nicht, das deutlich zu zeigen.
23. Wie erkennt man unzufriedene Mitarbeiter?
Anzeichen beachten und unzufriedene Mitarbeiter erkennen meckert viel und zeigt sich permanent unzufrieden. fällt mit negativen Kommentaren gegenüber Kollegen und Führungskräften auf. verbreitet eine schlechte Stimmung im Team. trägt keine konstruktiven Vorschläge bei und verhält sich destruktiv.22.10.2020
24. Wie steigere ich die Motivation der Mitarbeiter?
Man kann Mitarbeiter motivieren, indem man sie antreibt, gute Leistungen zu bringen.Generelle Wege Mitarbeiter zu motivieren
Zeigen Sie Interesse.
Wertschätzen Sie.
Bitten Sie um Rat.
Zeigen Sie Dankbarkeit.
Revanchieren Sie sich.
Überraschen Sie.
Suchen Sie ein gemeinsames Ziel.
Seien Sie sich treu.
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25. Was ist wichtig für Mitarbeiter?
In einer aktuellen Studie der ZEIT nannten über 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer als wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit, sich dort wohlzufühlen.