Was sind die W-Fragen überhaupt?
Wenn du schon mal den Notruf gewählt hast – und ich hoffe, das war nie zu dramatisch – dann kennst du das vielleicht: Adrenalin pumpt, Panik steigt, und plötzlich fragt dich jemand am Telefon diese typischen W-Fragen. Und du denkst: Hä? Wie viele davon gibt’s eigentlich? Und warum?!
Kurz und knapp: Die W-Fragen helfen den Einsatzkräften, schnell das Richtige zu tun. Aber ehrlich gesagt, ich war mir selber lange nicht sicher, ob es jetzt fünf, sechs oder sieben sind. Mein Kumpel Jan (der bei der Feuerwehr ist) meinte letztens ganz trocken: „Kommt drauf an, wen du fragst.“ Na super.
Die klassischen 5 W-Fragen – der Standard
1. Wo ist es passiert?
Klingt logisch, oder? Ohne Ort kein Einsatz. Und trotzdem... Ich hab mal erlebt, wie jemand „auf der Brücke“ sagte – und dann stellte sich raus, dass es in einer Stadt mit vier Brücken war. Tja, blöd gelaufen. Also: So genau wie möglich!
2. Was ist passiert?
Kurz und klar. Unfall? Feuer? Herzinfarkt? Es geht nicht um Romane, sondern um das Wesentliche. Ich neige dazu, zu viel zu erzählen (hab ich beim letzten Notruf auch gemacht – wurde direkt unterbrochen ).
3. Wie viele Verletzte gibt es?
Das hilft bei der Einteilung. Ein Fahrradsturz ist was anderes als ein Busunfall. (Und ja, der Disponent merkt, wenn du übertreibst...)
4. Welche Art von Verletzungen?
Brennt jemand? Ist jemand eingeklemmt? Hat jemand einfach nur Nasenbluten? (Okay, Nasenbluten ist jetzt kein Notfall – aber du verstehst.)
5. Warten auf Rückfragen!
Ganz ehrlich: Die letzte Frage vergessen viele. Einfach dranbleiben, ruhig bleiben. Nicht auflegen, auch wenn du denkst, du hast alles gesagt. Ich hab das früher falsch gemacht – einmal direkt aufgelegt. Dumm gelaufen, musste zurückrufen.
Gibt es auch mehr als 5 W-Fragen?
Ja. Genau das hat mich total verwirrt.
Variante mit 6 oder 7 W-Fragen
Manche Leitstellen nutzen noch „Wer ruft an?“ als extra Frage. Klingt erstmal überflüssig, aber… wenn sie dich zurückrufen müssen oder du vor Aufregung was vergessen hast – zack, wichtig.
Und dann gibt’s da noch das berüchtigte „Warten auf Rückfragen“ und „Was sehen Sie?“ – letzteres ist eher Bonus, hilft aber bei Bränden oder Unfällen mit Gefahrstoffen.
Also ja, es sind meist 5 W-Fragen, aber mit Bonus können es 6 oder sogar 7 sein. Kommt halt drauf an.
Warum diese Fragen manchmal nerven – und trotzdem Gold wert sind
Ich weiß, ich weiß – in einer echten Notlage klingt das wie ein Verhör. Als ich bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe geleistet habe (war 2019 auf der A9), wollte ich eigentlich nur sagen „Kommt schnell!“. Aber der Typ am Telefon blieb ruhig, fragte jede einzelne W-Frage durch – und das hat echt geholfen.
Im Nachhinein hab ich verstanden: Diese Struktur rettet Leben. Keine Zeit für Panik. Nur klare Infos.
Fazit: Bleib cool, W-Fragen kennen, Leben retten
Also, wie viele W-Fragen gibt’s beim Notruf?
Fünf – mindestens.
Sechs – sehr wahrscheinlich.
Sieben – wenn man’s genau nimmt.
Aber weißt du was? Zähl sie nicht – merk sie dir inhaltlich. Und wenn du sie in einer echten Situation brauchst, bleib ruhig. Denk an meine Geschichte, denk an Jan von der Feuerwehr – und denk dran: Du machst mit diesen Antworten den Unterschied.
P.S.: Vielleicht einfach mal zu Hause mit Freunden durchspielen? Macht Spaß (okay, ein bisschen makaber vielleicht) – aber im Ernstfall? Gold wert.
