Warum ist das so schwer zu sagen?
Zuerst mal, lass uns drüber nachdenken, warum das gar nicht so einfach ist. Bisexualität, das ist ja nicht nur schwarz oder weiß, oder? Es gibt diese Kinsey-Skala, die schon in den 40ern erfunden wurde, und die zeigt, dass die meisten Leute irgendwo dazwischen sind. Nicht 100% hetero, nicht 100% schwul oder lesbisch. Aber wie viele? Studien sagen, so 1 bis 10 Prozent der Bevölkerung könnten bisexuell sein, je nach Land und Umfrage. In Deutschland, zum Beispiel, hat das Bundesministerium für Familie mal geschätzt, dass rund 3-5% der Menschen sich als bisexuell outen. Aber hey, outen – das ist der Knackpunkt. Viele sagen gar nichts, aus Angst vor Vorurteilen oder so.
Ich erinnere mich an einen Freund von mir, nennen wir ihn Max, der in Berlin lebt. Wir waren mal in einer Bar in Kreuzberg, so eine gemütliche mit bunten Lichtern, und er hat mir nach ein paar Bieren zugeflüstert: 'Weißt du, ich mag beide Geschlechter, aber ich sag's nie laut.' Das war vor Jahren, und ich hab gedacht, wow, wie viele so wie er? Es hat mich total zum Nachdenken gebracht, weil er total normal wirkt, hat 'ne Freundin, geht auf Partys, aber tief drin ist da mehr.
Was sagen die Umfragen?
Okay, lass uns mal konkreter werden, oder? Ich hab mir neulich ein paar Berichte angeschaut – nicht so trockene Sachen, aber interessant. Die Dalia Research, so eine Umfragefirma, hat 2020 in Europa gefragt, und da kamen in Deutschland etwa 4% raus, die sich als bi identifizieren. Weltweit? In den USA ist's ähnlich, Kinsey-Institut meint, bis zu 10% könnten es sein, wenn man Fluidität mitrechnet. Aber warte, Fluidität – das ist so ein Wort, das ich mag, weil es zeigt, dass Sexualität nicht starr ist. Manchmal wechselt's, je nach Person oder Phase im Leben.
Ehrlich, ich finds faszinierend, aber auch frustrierend. Du fragst dich doch: Sind das zu wenige Zahlen? Ich meine, in Filmen und Serien sieht man's öfter, aber im echten Leben? Na ja, vielleicht underreported, weil Leute sich schämen. Oder, warte, actually, vielleicht ist's mehr, weil viele einfach leben, ohne Label.
Persönliche Geschichten und was ich daraus gelernt hab
By the way, ich hab selbst so 'ne Anekdote. Vor ein paar Jahren, ich war auf 'ner Party in München, bei Freunden aus der Uni-Zeit. Da war diese Frau, Anna, die ich schon kannte, und plötzlich erzählt sie in einem Kreis aus Leuten: 'Ich bin bi, und wisst ihr, das macht's spannender.' Alle haben gelacht, aber positiv, und ich hab gedacht, hey, vielleicht sind's mehr, als man denkt. Es war so ein Moment, wo's locker war, kein Drama. Aber stell dir vor, wie viele so was nie teilen? In kleinen Städten oder konservativen Familien – das muss hart sein.
Ich hab mal versucht, selbst zu zählen, so unter meinen Bekannten. Aus 50 Leuten vielleicht 3-4, die offen bi sind. Aber das ist ja nur mein Kreis, total subjektiv. Du kennst das, oder? Man redet drüber und merkt, oh, da ist mehr Vielfalt, als man ahnt.
Die Rolle der Gesellschaft
Und jetzt kommt's: Die Gesellschaft macht's kompliziert. Bisexuelle werden oft nicht ernst genommen, als ob's 'ne Phase wäre oder so. 'Pick a side', sagen manche. Das nervt mich total, weil's Unsinn ist. Studien zeigen, dass Bi-Menschen höhere Raten an Depressionen haben, wegen dieser Unsichtbarkeit. In Deutschland gibt's jetzt mehr Aufklärung, durch Pride-Märsche und so, aber immer noch nicht genug. Ich wünsch mir, dass Zahlen steigen, nicht weil mehr bi sind, sondern weil mehr outen.
Was denkst du eigentlich? Hast du Freunde, die bi sind? Oder selbst? Es ist so ein Thema, wo man's besprechen sollte, ohne Druck.
Zum Abschluss – mehr Fragen als Antworten
Am Ende des Tages, wie viele Bisexuelle gibt's? Schwer zu sagen, vielleicht 5-10% weltweit, aber ich wette, es sind mehr. Es hängt von Definitionen ab, von Mut, von Akzeptanz. Ich finds cool, drüber nachzudenken, und hoffe, dass in Zukunft bessere Zahlen kommen. Lass uns dranbleiben, oder? Über Kaffee, wie jetzt.
