Am Anfang steht die Ausbildung – und die kostet
Bevor wir zu den Zahlen kommen, muss ich kurz was loswerden: Der Weg zum englischen Anwalt ist nicht ohne. Du brauchst erstmal ein Law Degree oder den GDL, dann den LPC oder SQE – oh je, schon die Abkürzungen sind eine Wissenschaft für sich! Und das alles kostet. Mein Freund Mark, der in Manchester studiert hat, hat locker über £20.000 nur für die Kursgebühren ausgegeben. Und dann kommt noch der Lebensunterhalt dazu. Also, falls du das vorhast, denk dran: Die Investition ist riesig.
So sieht es bei den Trainees aus
Okay, jetzt zum Einstiegsgehalt. Als Trainee Solicitor in einer Kanzlei – das ist wie unser Referendariat, nur anders – verdienst du schon ziemlich gut. In London sind £40.000 bis £50.000 pro Jahr absolut üblich, manche Großkanzleien zahlen sogar noch mehr. Ich erinnere mich, wie eine Kollegin bei einer Top-Kanzlei in der City anfing und mit £48.000 einstieg. Das ist schon heftig, oder? Aber vergiss nicht: London ist sauteuer. Die Mieten sind absurd, also bleibt am Ende vielleicht weniger über, als du denkst.
Und wenn du erstmal qualifiziert bist?
Sobald du voll qualifiziert bist, geht es richtig los. Als newly qualified solicitor, also frisch gebackener Anwalt, kannst du in einer großen kommerziellen Kanzlei leicht £80.000 bis £100.000 kriegen. Ja, ich weiß, das klingt verrückt! Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. In US-Kanzleien in London sind £120.000 oder mehr keine Seltenheit. Allerdings, ehrlich gesagt, arbeitest du dafür auch wie verrückt. Wochenenden? Vergiss es. Freizeit? Was ist das?
Nicht jeder ist in einer Großkanzlei
Aber Moment mal – nicht jeder arbeitet in diesen Riesenfirmen. Wenn du in einer kleineren Kanzlei oder außerhalb von London arbeitest, sieht die Sache ganz anders aus. In Birmingham oder Manchester könnten es vielleicht £30.000 bis £40.000 zum Einstieg sein, und selbst als erfahrener Anwalt bleibst du vielleicht bei £60.000. Oder denk an NGOs oder die Rechtsberatung – die zahlen oft viel weniger, manchmal nur £25.000 bis £35.000. Also, es kommt wirklich darauf an, wo und wie du arbeitest.
Die Sache mit den Bonuszahlungen
Ach ja, und dann sind da noch die Boni! In großen Firmen kannst du leicht zusätzlich 10-20% deines Gehalts als Bonus kriegen, wenn die Firma gut läuft. Ein Bekannter von mir hat letztes Jahr £15.000 extra bekommen, einfach so. Allerdings – und das ist wichtig – diese Boni sind nicht garantiert. Wenn die Wirtschaft schlecht läuft, sind sie schnell gestrichen.
Was ist mit Barristern?
Oh, und wir haben noch gar nicht über Barrister gesprochen! Das sind die, die vor Gericht gehen – wie unsere Rechtsanwälte. Die verdienen oft anders, weil sie selbstständig sind und von Fall zu Fall bezahlt werden. Ein junior Barrister könnte am Anfang kaum über die Runden kommen, vielleicht £20.000 bis £30.000, aber wenn du einmal etabliert bist, geht es steil nach oben. Einige Top-Barrister verdienen Millionen. Aber das ist auch ein risikoreicherer Weg.
Also, lass uns das zusammenzufassen
Am Ende des Tages kommt es wirklich auf viele Faktoren an: die Art der Kanzlei, den Standort, deine Spezialisierung und natürlich deine eigene Leistung. Die Gehälter können von £25.000 in einer kleinen Gemeindekanzlei bis zu £150.000+ in einer US-Firma in London reichen. Aber vergiss nie: Hohes Gehalt bedeutet oft hohen Druck und lange Stunden.
Weißt du was? Manchmal frage ich mich, ob es das wert ist. Klar, das Geld ist toll, aber ich habe Leute gesehen, die nach ein paar Jahren ausgebrannt waren. Also, wenn du darüber nachdenkst, wäge gut ab. Was willst du wirklich? Ein dickes Konto oder ein ausgeglichenes Leben? Oder vielleicht beides, wenn du Glück hast!
Anyway, ich hoffe, das gibt dir einen Eindruck. Wenn du mehr wissen willst, frag ruhig – ich kann auch von meinen eigenen Erfahrungen plaudern, aber das heben wir uns fürs nächste Mal auf.
