Der Kontakt zur besten Freundin – ein bisschen wie mit dem Lieblingspulli
Weißt du, eine beste Freundin ist irgendwie wie dieser Lieblingspulli, den man einfach immer wieder anzieht, weil er sich gut anfühlt. Aber manchmal will man ihn auch mal im Schrank lassen, weil man Bock auf was Neues hat oder einfach mal Luft braucht. Genauso ist das mit dem Kontakt. Manchmal schreibt man täglich, manchmal trifft man sich wöchentlich, und dann gibt’s Phasen, da ist man einfach weniger am Start.
Ich erinnere mich an letztes Jahr, als meine Freundin Lisa und ich uns fast jeden Tag gemeldet haben. Das war während der Lockdown-Zeit – du weißt schon, alle zu Hause, Langeweile deluxe. Wir haben uns jeden Abend quasi virtuell zum Quatschen getroffen, das hat total geholfen.
Aber als dann alles wieder geöffnet war und wir beide wieder viel unterwegs, da war’s plötzlich weniger. Und weißt du was? Das hat sich trotzdem gut angefühlt. Das heißt, Kontaktfrequenz ist nicht alles.
Qualität vor Quantität – klingt abgedroschen, stimmt aber
Ich hab’s selbst erlebt: Ich kann mit jemandem stundenlang schreiben, aber es fühlt sich trotzdem irgendwie oberflächlich an. Und dann gibt’s diese Gespräche, die zwar nur fünf Minuten dauern, aber total ehrlich und tiefgründig sind – die bleiben viel mehr hängen.
Also, ich glaube, es geht weniger darum, wie oft man sich meldet, sondern eher darum, wie echt und aufmerksam man dabei ist. Du kennst das bestimmt auch, wenn du mal eine Woche lang gar nicht schreibst, aber wenn ihr euch dann mal hört, fühlt es sich an, als hättet ihr nie aufgehört.
Der Alltag und die Veränderung der Freundschaft
Manchmal verändert sich ja auch einfach das Leben. Neue Jobs, Beziehungen, andere Städte – das alles kann dazu führen, dass man weniger Kontakt hat. Und das ist okay! Ich hab das bei meiner Freundin Jana gemerkt. Früher haben wir uns mindestens zweimal die Woche gesehen, jetzt schaffen wir's vielleicht einmal im Monat. Aber wenn wir zusammenkommen, ist es immer noch so, als hätten wir uns gestern erst gesehen.
Man muss vielleicht einfach lernen, solche Veränderungen zu akzeptieren, ohne gleich an der Freundschaft zu zweifeln. Oder hast du da andere Erfahrungen gemacht?
Okay, aber gibt’s denn jetzt eine Faustregel?
Ich würde sagen: Nein, nicht wirklich. Ich glaube, das ist genauso individuell wie Freundschaften selbst. Einige Leute brauchen täglich Kontakt, andere sind happy mit ein paar Nachrichten im Monat. Wichtig ist, dass es sich für beide Seiten gut anfühlt. Und wenn du mal das Gefühl hast, dass der Kontakt zu wenig wird, dann sag’s einfach! Ehrlichkeit ist da echt das A und O.
Ach, und noch was: Manchmal vergisst man, dass Freundschaften auch einfach mal ruhen dürfen. Das heißt nicht, dass sie kaputt sind. Meine beste Freundin und ich hatten mal so eine Phase, wo wir uns drei Monate kaum gehört haben – und dann war da plötzlich wieder dieses vertraute Gefühl. Verrückt, oder?
Zum Schluss: Was nehme ich persönlich daraus mit?
Für mich ist es wichtig, dass der Kontakt nicht zur Pflicht wird. Klar, ich mag es, oft mit meiner besten Freundin zu quatschen, aber wenn’s mal nicht geht, ist das auch okay. Ich versuche eher, auf Qualität zu setzen, ehrlich zu sein und mich nicht verrückt zu machen über die Frequenz.
Und du? Wie oft meldest du dich so bei deiner besten Freundin? Oder hast du selbst schon mal das Gefühl gehabt, dass der Kontakt zu viel oder zu wenig ist? Vielleicht ist es ja genau das, worüber wir mal bei einem Kaffee quatschen sollten – echt jetzt!
