Die offizielle Zahl – aber was heißt das wirklich?
Okay, also offiziell gibt’s ja so eine Art Richtwert: In Hessen liegt die maximale Klassengröße meistens bei 30 Schüler*innen. Zumindest für die Grundschule und die Sekundarstufe I. Klingt erstmal nach ganz schön viel, oder? Aber man darf nicht vergessen, dass das eine Obergrenze ist, keine Empfehlung. Die Kultusbehörde sagt sozusagen: „Nicht mehr als 30, sonst wird’s schwierig.“
Aber dann kommt der Alltag ins Spiel. In manchen Schulen, gerade in größeren Städten wie Frankfurt oder Darmstadt, platzen die Klassen oft aus allen Nähten. Da sind dann auch mal 33 oder 34 Kids in einem Raum. Und ja, das merkt man dann auch, find ich.
Warum genau 30? Und nicht mehr oder weniger?
Ich hab mal mit einer Lehrerin gequatscht, die jahrelang in Wiesbaden unterrichtet hat – die meinte, 30 sei so ungefähr das Maximum, bei dem man noch einigermaßen auf jeden Schüler eingehen kann. Wenn’s mehr werden, dann wird’s schwierig mit der Aufmerksamkeit, mit der individuellen Förderung und so. Ich kann das echt nachvollziehen, weil ich selbst mal in der Schule war – und da war’s manchmal echt eng.
Andererseits gibt’s natürlich auch Schulen, da sind die Klassen kleiner. In ländlichen Gegenden in Hessen, zum Beispiel in der Nähe von Fulda, hab ich gehört, dass manche Klassen nur 15 bis 20 Schüler*innen haben. Da ist der Unterricht oft viel persönlicher. Aber ja, da gibt’s dann auch weniger Vielfalt in der Gruppe, was auch wieder was anderes ist.
Wie sieht’s denn mit den besonderen Schulformen aus?
Ach ja, das ist ’ne gute Frage! Zum Beispiel in den gymnasialen Oberstufen sind die Klassen oft kleiner als 30. Da kommen manchmal sogar nur 20 oder 25 Leute zusammen. Weil die Fächer da ja auch spezieller sind und mehr Diskussionen stattfinden. Und naja, man will ja auch, dass die Abiturienten gut vorbereitet sind, du weißt schon.
In Förderschulen oder speziellen Sprachförderklassen sind die Klassen wiederum oft viel kleiner. Da reden wir von 10 bis 15 Schüler*innen, weil da halt der Förderbedarf anders ist und mehr individuelle Betreuung notwendig ist.
Und was sagt eigentlich die Politik dazu?
Also, die Politiker in Hessen diskutieren immer mal wieder über das Thema. Ich erinnere mich an eine Debatte vor ein paar Jahren, wo es darum ging, die Klassengrößen zu reduzieren. Viele Eltern waren total dafür, weil die Sorge groß ist, dass die Kinder in überfüllten Klassen nicht genug mitbekommen.
Andererseits gibt’s auch praktische Grenzen: mehr Klassen bedeutet mehr Lehrer*innen, mehr Räume – und das kostet halt auch alles Geld. Da wird’s dann kompliziert. Ich find’s ehrlich gesagt manchmal auch schwer, da den Überblick zu behalten, weil die Zahlen und Regeln sich immer mal ändern.
Mein persönliches Fazit: Was fühlt sich gut an?
Ich hab mal meine Nichte besucht, die in Frankfurt zur Schule geht. Ihre Klasse hat knapp 32 Kids, und sie sagt oft, dass es manchmal echt laut und chaotisch ist. Sie wünscht sich manchmal, es wären weniger, damit der Lehrer mehr Zeit für jeden hätte. Das hat mich echt nachdenklich gemacht.
Auf der anderen Seite kenne ich eine Grundschule im Taunus, da sind die Klassen so um die 20 Schüler*innen – da ist die Stimmung total entspannt, und die Lehrerin hat viel mehr Luft für Einzelgespräche. Das fand ich richtig schön zu sehen.
Also, wenn du mich fragst: 30 ist so die Grenze, die man nicht überschreiten sollte. Aber ideal? Eher weniger, wenn’s geht. Ich glaube, das macht den Unterschied, ob Schule eher Stress oder Freude ist.
