Dieses Gefühl: „Ich kann nix“ – woher kommt das eigentlich?
Aber bevor du dich selbst runterziehst – mal kurz Stopp. Nur weil du GERADE nix siehst, heißt das nicht, dass du nix drauf hast. Vielleicht hast du einfach noch nicht gefunden, was deins ist. Klingt kitschig, ist aber wahr.
Erstmal tief durchatmen – du bist nicht allein
Niemand kann alles (auch wenn’s so aussieht)
Instagram, LinkedIn, TikTok… alle zeigen da nur ihre Glanzmomente. Aber keiner postet, dass er heute drei Stunden auf dem Sofa gelegen hat und Chips aus der Tüte gegessen hat.
Wirklich: niemand ist rundum „fähig“. Viele Menschen hangeln sich durch, probieren Sachen aus, versagen, starten neu. Genau das ist der Weg.
Ich kenn zum Beispiel jemanden, der mit 29 dachte, er sei komplett talentfrei. Dann hat er aus Langeweile einen Excel-Kurs gemacht und arbeitet heute im Controlling. Verrückt, oder?
Was kannst du tun, wenn du denkst, du kannst nix?
1. Fang irgendwo an – wirklich irgendwo
Such dir irgendwas, was dich minimal interessiert. Muss nicht groß sein. Pflanzen pflegen? Fahrrad reparieren? Kleine Texte schreiben?
Einfach mal machen. Wenn’s Spaß macht, weitermachen. Wenn nicht, weitersuchen. Trial and Error ist König.
2. Frag Leute, wie sie dich sehen
Wir sehen oft nur das, was wir nicht können. Andere sehen, was wir können. Frag mal gute Freunde oder Kolleg*innen:
„Worin findest du, bin ich gut?“
Manchmal kommen da Sachen, die man total unterschätzt hat. Zuhören. Organisieren. Vermitteln. Diese „Soft Skills“ sind Gold wert.
3. Skills kann man lernen (kein Witz)
Niemand wird als Grafikdesigner, Bäcker oder Vertriebsguru geboren. Alles ist lernbar – mit Zeit, Geduld und bisschen Neugier. Es gibt so viele kostenlose Ressourcen heute (YouTube, Udemy, Blogs…), dass man ehrlich sagen kann: Wer lernen will, kann loslegen.
4. Scheitern gehört dazu – ganz ehrlich
Schon mal jemanden getroffen, der nie versagt hat? Eben. Es ist Teil vom Weg. Und ehrlich, es ist gar nicht so schlimm, wie man denkt.
Hauptsache: wieder aufstehen. Auch wenn’s nervt.
Und wenn du echt gar keinen Plan hast?
Dann schaff dir Struktur
Wenn alles zu viel wird und du keinen Anfang findest – mach Listen. To-Do-Listen, Bucketlists, oder einfach ne Liste mit Sachen, die du mal testen willst. Manchmal bringt allein das Aufschreiben schon Klarheit.
Geh raus, rede mit Leuten, mach irgendwas
Auch wenn’s Überwindung kostet – neue Eindrücke helfen oft mehr als zehn Stunden Grübeln. Manchmal bringt dir ein Gespräch mehr als drei Tage YouTube-Binge.
Ich hab mal durch Zufall einen Workshop für Siebdruck besucht, weil ein Freund nicht allein hingehen wollte. Heute hab ich eine kleine Siebdruck-Maschine im Keller. So kann’s gehen.
Fazit: Niemand ist wirklich „nichts“
Wenn du denkst, du kannst nichts, heißt das nicht, dass es wahr ist. Es heißt oft nur: Du hast deinen Weg noch nicht gefunden.
Also: ausprobieren, hinfallen, aufstehen, weitermachen. Und nicht zu hart mit dir selbst sein.
Denn ganz ehrlich? „Nichts können“ ist meistens nur der Anfang von „alles möglich“.
