Der süße Duft von Zitronen und... Steuererklärungen? Ein Überblick
Kaufpreis: Die Spitze des Eisbergs
Klar, der Kaufpreis ist erstmal das Offensichtlichste. Aber Achtung: Die Preise in Italien können ganz schön variieren. Eine Bruchbude im Hinterland ist natürlich günstiger als eine Luxusvilla mit Meerblick in Portofino. Aber selbst in vermeintlich günstigen Regionen können die Preise in den letzten Jahren ordentlich angezogen haben. Also Augen auf beim Immobilienkauf!
Lage, Lage, Lage: Dein Portemonnaie weint oder jubelt
Wie überall auf der Welt gilt auch in Italien: Die Lage macht den Preis. Direkt am Meer? Teuer! In einer angesagten Stadt wie Florenz oder Rom? Noch teurer! Irgendwo im Nirgendwo, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen? Deutlich günstiger. Aber überleg dir gut, ob du wirklich bereit bist, für ein paar Euro weniger auf Annehmlichkeiten wie gute Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Angebote zu verzichten.
Steuern, Steuern, Steuern: Der italienische Fiskus kennt kein Pardon
So, jetzt wird's ernst. Denn die Steuern in Italien sind kein Zuckerschlecken. Als Zweitwohnsitzbesitzer wirst du gleich mehrfach zur Kasse gebeten. Und glaub mir, da kommen Summen zusammen, die dich erstmal schlucken lassen!
IMU: Die Immobiliensteuer, die dich zur Weißglut treibt
Die IMU (Imposta Municipale Unica) ist die italienische Immobiliensteuer und wird jährlich fällig. Die Höhe der IMU hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Lage, der Größe und dem Wert der Immobilie. Und Achtung: Für Zweitwohnsitze ist die IMU in der Regel höher als für den Hauptwohnsitz. Da kann schnell mal ein vierstelliger Betrag zusammenkommen!
TARI: Die Müllgebühr, die stinkt
Auch für die Müllentsorgung musst du in Italien blechen. Die TARI (Tassa sui Rifiuti) wird ebenfalls jährlich fällig und hängt von der Größe der Immobilie und der Anzahl der Personen ab, die sie nutzen. Und ja, auch wenn du deine Zweitwohnung nur selten nutzt, musst du die volle TARI bezahlen. Ätzend, oder?
Einkommensteuer: Wenn der Staat auch noch an deinem Urlaub knabbert
Wenn du deine Zweitwohnung vermietest, musst du die Mieteinnahmen natürlich auch versteuern. Und Achtung: Die italienische Einkommensteuer ist nicht gerade niedrig. Da bleibt am Ende nicht mehr viel von deinem Urlaubsgeld übrig!
Nebenkosten: Das Kleingedruckte, das dich arm macht
Zu den Steuern kommen noch die üblichen Nebenkosten hinzu, die du auch von zu Hause kennst: Strom, Wasser, Gas, Heizung, Internet, etc. Aber Achtung: Die Preise für Energie können in Italien ganz schön hoch sein. Und wenn du deine Wohnung nur selten nutzt, zahlst du trotzdem Grundgebühren. Das läppert sich!
Verwalterkosten: Wenn die Eigentümergemeinschaft zuschlägt
Wenn du eine Wohnung in einer Wohnanlage kaufst, musst du auch Verwalterkosten bezahlen. Diese Kosten decken die Instandhaltung des Gebäudes, die Reinigung des Treppenhauses, die Gartenpflege etc. ab. Und Achtung: Die Verwalterkosten können je nach Wohnanlage ganz schön hoch sein. Da kann schnell mal ein paar hundert Euro im Monat zusammenkommen!
Instandhaltung: Wenn das Dolce Vita zum Albtraum wird
Last but not least solltest du auch die Instandhaltungskosten nicht unterschätzen. Gerade in Italien, wo viele Häuser schon etwas älter sind, kann immer mal wieder etwas kaputt gehen. Und wenn du nicht selbst Hand anlegen kannst, musst du Handwerker bezahlen. Und die sind in Italien nicht gerade billig!
Renovierung: Das Fass ohne Boden
Und wenn du deine Wohnung renovieren möchtest, solltest du dich auf eine lange und teure Angelegenheit einstellen. Die Bürokratie in Italien ist berüchtigt und die Handwerker sind oft schwer zu bekommen. Und wenn du dann endlich jemanden gefunden hast, kann die Qualität der Arbeit sehr unterschiedlich sein. Also Augen auf beim Renovierungskauf!
Fazit: Dein Traumhaus in Italien – ein teures Vergnügen?
So, jetzt weißt du Bescheid. Ein Zweitwohnsitz in Italien ist kein billiges Vergnügen. Aber lass dich nicht entmutigen! Wenn du gut planst und dich vorher gründlich informierst, kannst du deinen Traum vom eigenen Häuschen in Italien trotzdem verwirklichen. Und wer weiß, vielleicht ist es ja doch das Geld wert, wenn du dafür jeden Morgen mit einem Cappuccino und dem Blick aufs Meer aufwachen kannst!
Also, rechne, plane und träume weiter! Und vergiss nicht: Das Dolce Vita hat seinen Preis! Aber vielleicht ist es ja genau das, was es so besonders macht.
