Woher kommt das eigentlich mit dem Gendern?
Also, das Gendern, das kennt ja mittlerweile jeder. Es geht darum, Sprache so zu machen, dass sie alle einschließt – Frauen, Männer, Nicht-Binäre, einfach alle. Bei 'Studierende' statt 'Studenten' soll's ja neutraler sein, weil 'Studenten' immer noch so maskulin klingt, oder? Ich erinner mich, wie ich vor ein paar Jahren an der Uni in Berlin war, da hieß's plötzlich in allen E-Mails 'Sehr geehrte Studierende'. Zuerst hab ich gedacht, okay, cool, endlich was Inklusives. Aber ehrlich, nach der dritten Mail war's mir schon egal, und ich hab's einfach überlesen.
By the way, hast du das auch schon erlebt? In manchen Fächern, wie Soziologie, ist das total normal, aber in Ingenieurwissenschaften? Da lachen die meisten erst mal. Ich mein, ist das nicht ein bisschen erzwungen? Oder hilft's wirklich, dass mehr Mädchen sich angesprochen fühlen? Da bin ich mir nicht sicher, weißt du.
Meine eigene Erfahrung: Eine peinliche Geschichte
Okay, lass mich dir eine Anekdote erzählen, die mich total zum Nachdenken gebracht hat. Letztes Semester, ich war in einer Seminargruppe mit Leuten aus aller Welt – da war Anna aus München, die immer super engagiert war, und dann Tom, der aus dem Ruhrgebiet kam und total trocken Witze gemacht hat. Wir mussten eine Präsentation machen, und ich hab den Text geschrieben. Hab 'Studierende' reingetan, weil ich's in den Uni-Richtlinien gelesen hatte. In der Präsentation dann, vor der ganzen Gruppe, sagt Tom plötzlich: 'Ey, warum schreibst du das so? Klingt ja wie Roboter-Sprache!' Alle haben gelacht, sogar Anna, die sonst immer für Gleichberechtigung ist. Ich war knallrot, hab's dann geändert zu 'Studierenden', aber innerlich hab ich mich gefragt: Ist das jetzt besser oder schlechter? Ehrlich, seitdem pass ich total auf, aber es fühlt sich manchmal vorgetäuscht an.
Du kennst das vielleicht, diese Momente, wo du was Richtiges machen willst, aber es kommt nicht so rüber, wie du's dir vorstellst. Anyway, das war so eine Sache, die mich echt beschäftigt hat.
Vorteile und Nachteile: Eine ehrliche Abwägung
Lass uns mal die Pros und Cons durchgehen, ohne dass es wie eine Liste klingt – mehr so wie Gedanken, die mir gerade kommen. Auf der einen Seite: Gendern macht die Sprache inklusiver. Stell dir vor, eine junge Frau liest 'Studierende' und fühlt sich direkt angesprochen, nicht als 'Ausnahme' unter lauter Jungs. Das könnte ja motivieren, mehr Frauen in STEM-Fächer zu holen, oder? Ich find's gut, dass Unis das pushen, weil, na ja, Vielfalt ist wichtig, findest du nicht?
Aber andererseits, es kann auch ablenken. Ich lese Texte und stolpere über die Sternchen oder die Binnen-I, und plötzlich ist der Inhalt weg. Besonders in wissenschaftlichen Arbeiten – da will man doch flüssig lesen, nicht über Formulierungen rätseln. Und ehrlich gesagt, in der Umgangssprache? Da sag ich einfach 'Leute' oder 'alle', weil's natürlicher ist. Ist das Gendern vielleicht nur für offizielle Sachen gut, und im Alltag übertrieben? Ich schwanke da echt, mal denk ich, ja, lasst uns modernisieren, mal denk ich, Sprache soll fließen, nicht holpern.
Was sagen andere dazu?
Ich hab mal mit Freunden drüber geredet, und die Meinungen gehen auseinander. Meine Kumpeline Sarah, die Lehrerin ist, meint, es ist superwichtig für die Kids, damit sie von klein auf Gleichheit lernen. Aber mein Bruder, der in der IT arbeitet, lacht nur und sagt: 'In Code zählt Geschlecht eh nicht, da brauchst du kein Gendern.' Haha, typisch. Und du, was denkst du? Würdest du in deinen Texten immer gendern, oder nur wenn's passt?
Interessant ist auch, wie's international ist. In Englisch haben sie 'they' als neutral, das ist easy. Auf Deutsch? Da ist's komplizierter mit den Artikeln und so. Vielleicht entwickelt sich's ja noch, und in zehn Jahren ist 'Studierende' total normal. Wer weiß.
Zum Abschluss: Mein Tipp für dich
Weißt du was? Ich glaub, der Schlüssel ist Balance. Gendern, wo's Sinn macht, aber nicht erzwingen. In der Uni? Klar, mach's offiziell. Aber unter Freunden? Sag einfach, was dir über die Lippen kommt. Ich versuch's jetzt so: In meinen Aufsätzen immer 'Studierende' benutzen, aber im Gespräch normal bleiben. So fühlt's sich authentisch an, ohne dass es gekünstelt wirkt. Was hältst du davon? Lass uns drüber mailen oder so, wenn du magst. Bis bald!
