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Ist "jemand" eigentlich genderneutral?

Woher kommt das Wort eigentlich?

Mal ganz ehrig: Ich hab mal schnell im Duden nachgeschlagen, bloß so aus Interesse. „Jemand“ ist ein Indefinitpronomen – klingt kompliziert, ist aber einfach ein Wort für eine unbestimmte Person. Es kommt vom Mittelhochdeutschen „ieman“ und war schon immer so gebaut, dass es kein Geschlecht angibt. Klingt logisch, oder?

Es ist wie „etwas“, „niemand“, „jedes“ – alles Wörter, die nicht männlich oder weiblich sind. Also müsste „jemand“ doch eigentlich schon genderneutral sein, oder? Aber dann fragst du dich: Warum sieht man es trotzdem oft im Kontext von Gendern? Zum Beispiel: „Wenn jemand*in Interesse hat…“ Oder „jemand:in“. Das sieht halt komisch aus. Und irgendwie auch ein bisschen… übertrieben?

Warum wird es dann trotzdem gendert?

Das ist der Punkt, wo ich auch immer stolpere. Also, sprachlich gesehen – nein, eigentlich braucht man „jemand“ nicht zu gendern. Es ist geschlechtsunbestimmt. Aber – und das ist ein großes Aber – Sprache ist ja nicht nur Grammatik. Es ist auch Politik. Es ist Identität. Und viele Menschen, besonders in feministischen oder queeren Kontexten, wollen sicherstellen, dass nicht stillschweigend das Maskulinum als „Standard“ gilt.

Ich erinner mich an eine Diskussion bei einer Freundin, Lena, in Berlin. Wir waren auf einem Kiez-Café, Kaffee in der Hand, und sie meinte: „Klar, ‚jemand‘ ist grammatikalisch neutral – aber wenn ich ‚jemand sucht Arbeit‘ lese, stell ich mir trotzdem oft einen Mann vor. Ist das nicht verrückt?“ Und weißt du was? Sie hatte recht. Das hab ich auch gemerkt. Obwohl das Wort neutral ist, assoziiert man oft unbewusst Männlichkeit. Weil die Sprache ja jahrhundertelang vom männlichen Standard dominiert wurde.

Also gendern oder nicht?

Hier wird’s tricky. Ich persönlich? Ich neige dazu, „jemand“ nicht zu gendern. Weil es mir zu umständlich wirkt. „Jemand*in“ liest sich holprig. „Jemand_in“ auch. Und in flüssigem Text stört es den Rhythmus. Aber – und das ist wichtig – ich verurteile niemanden, der es tut. Ganz im Gegenteil. Wenn jemand damit ein Zeichen setzen will, dass alle Geschlechter gemeint sind, dann ist das legitim.

Letztens hab ich in einem offiziellen Schreiben gelesen: „Sollte sich jemand – unabhängig vom Geschlecht – melden wollen…“ Und das fand ich eigentlich ganz elegant. Kein Gendern, aber eine klare Einladung an alle. Vielleicht ist das die Lösung? Nicht jedes Wort verbiegen, aber dafür im Kontext deutlich machen, dass Inklusion gemeint ist.

Aber was sagt der Duden?

Ich hab nachgeschaut – und ja, der Duden führt „jemand“ als geschlechtsunbestimmt. Kein Hinweis auf Gendern. Keine Alternative vorgeschlagen. Das spricht schon was dafür, dass es eigentlich nicht nötig ist. Aber – und das wieder – der Duden ist kein Gesetz. Er dokumentiert die Sprache, er regelt sie nicht komplett. Und Sprache lebt.

Und im Alltag?

Bei mir im Büro (ich arbeite bei einer kleinen Bildungs-NGO in Köln) schreiben wir oft formelle Texte. Wir haben mal drüber geredet. Die Hälfte war für Gendern, die andere Hälfte fand’s übertrieben bei Wörtern wie „jemand“ oder „etwas“. Wir sind jetzt bei einer Mischform: Wo es natürlich wirkt, gendern wir. Wo es künstlich ist – lassen wir’s. Und bei „jemand“? Fast nie. Weil es einfach… passt.

Letztens hab ich mit meinem Bruder telefoniert, der Lehrer ist. Der meinte nur: „Ich sag einfach ‚jemand‘. Wenn ein Schüler fragt, ob das für Mädchen auch gilt, sag ich: Klar, natürlich. Und wenn nicht – reden wir drüber.“ Irgendwie hat er da auch was verstanden, was ich manchmal vergesse: Sprache ist auch Kommunikation. Nicht nur Regeln.

Fazit: Ja, eigentlich ist es neutral

Also, um ehrlich zu sein – nach all den Überlegungen, Diskussionen, Kaffeerunden und Duden-Einblicken: Ja, „jemand“ ist grammatisch genderneutral. Es bezeichnet keine spezifische Person und hat kein grammatikalisches Geschlecht.

Aber – und das ist kein kleines Aber – ob es wirklich für alle fühlt, ist eine andere Frage. Und da kommt dann wieder der Kontext ins Spiel. In einem offiziellen, inklusiven Dokument? Vielleicht kurz ergänzen. In einer lockeren Nachricht? „Jemand“ reicht völlig.

Manchmal denk ich: Vielleicht ist die Antwort gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass wir darüber reden. Dass wir sensibel sind. Dass wir merken, dass Sprache Macht hat – und dass kleine Wörter wie „jemand“ plötzlich ganz groß werden können.

Und du? Wie siehst du das? Sagst du einfach „jemand“ – oder fügst du was hinzu? Ich bin echt gespannt. Weil Sprache lebt – und am besten, wenn wir sie gemeinsam gestalten.

💡 Wichtige Punkte

  • Ist das Wort jemand Gender neutral? - Unpersönliche Fürwörter und scheinbar neutrale Bezeichnungen Verwenden Sie daher Wörter wie jemand, niemand oder alle.
  • Ist das Wort Freunde Gender neutral? - Das generische Maskulinum ist eine Schreib- und Sprechweise.
  • Ist das Wort Kollegen Gender neutral? - Empfohlen: Neutrale Formulierung So kannst du gemäß den Rechtschreibregeln und barrierefrei gendern, ohne bei der Lesbarkeit deines Textes Kompromis
  • Ist Kollegen Gender neutral? - Empfohlen: Neutrale Formulierung So kannst du gemäß den Rechtschreibregeln und barrierefrei gendern, ohne bei der Lesbarkeit deines Textes Kompromis
  • Ist Ehegatte Gender neutral? - vereint ist – geschlechtsneutral ist und somit den gleichgeschlechtlichen Ehegatten eines Unionsbürgers einschließen kann.

❓ Häufig gestellte Fragen

1. Ist das Wort jemand Gender neutral?

Unpersönliche Fürwörter und scheinbar neutrale Bezeichnungen Verwenden Sie daher Wörter wie jemand, niemand oder alle. Diese Wörter geben keine Hinweise auf das Geschlecht: Alt: Keiner kann etwas dafür.Geschlechtsneutrale Sprache - Beispiele - Stadt Wienwien.gv.athttps://www.wien.gv.at › richtlinien › praxis-beispielewien.gv.athttps://www.wien.gv.at › richtlinien › praxis-beispiele Unpersönliche Fürwörter und scheinbar neutrale Bezeichnungen Verwenden Sie daher Wörter wie jemand, niemand oder alle. Diese Wörter geben keine Hinweise auf das Geschlecht: Alt: Keiner kann etwas dafür.

2. Ist das Wort Freunde Gender neutral?

Das generische Maskulinum ist eine Schreib- und Sprechweise. Sie verwendet im Singular und im Plural nur die männliche Form, wenn über Gruppen von Menschen gesprochen wird. Zum Beispiel Freunde, Studenten, Politiker, Sportler, Ärzte.

3. Ist das Wort Kollegen Gender neutral?

Empfohlen: Neutrale Formulierung So kannst du gemäß den Rechtschreibregeln und barrierefrei gendern, ohne bei der Lesbarkeit deines Textes Kompromisse zu machen. Geschlechterneutrale Alternativen: Singular: mitarbeitende Person; Teammitglied; im gleichen Betrieb arbeitende Person. Plural: Kollegschaft; Kollegium.

4. Ist Kollegen Gender neutral?

Empfohlen: Neutrale Formulierung So kannst du gemäß den Rechtschreibregeln und barrierefrei gendern, ohne bei der Lesbarkeit deines Textes Kompromisse zu machen. Geschlechterneutrale Alternativen: Singular: mitarbeitende Person; Teammitglied; im gleichen Betrieb arbeitende Person. Plural: Kollegschaft; Kollegium.

5. Ist Ehegatte Gender neutral?

vereint ist – geschlechtsneutral ist und somit den gleichgeschlechtlichen Ehegatten eines Unionsbürgers einschließen kann. Allerdings fällt das Personenstandsrecht, zu dem die Regelungen über die Ehe gehören, in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten, und das Unionsrecht lässt diese Zuständigkeit unberührt.05.06.2018

6. Ist Mitarbeiter Gender neutral?

Empfohlen: Neutrale Formulierung Geschlechterneutrale Alternativen: Singular: Arbeitskraft; Teammitglied; angestellte Fachkraft; mitarbeitende Person; beschäftigte Person; Personal; Belegschaft. Plural: Mitarbeitende; Beschäftigte; Angestellte; Tätige; Belegschaft; Kollegium; Personal; Werktätige; Crew; Team.

7. Was bedeutet Gender neutral?

Der Begriff „geschlechtsneutral“ bedeutet, dass etwas nicht entweder mit Frauen oder mit Männern assoziiert ist. Er kann sich auf verschiedene Aspekte wie Konzepte oder Sprachstil beziehen.

8. Welche Sprachen sind Gender neutral?

In diesen Sprachen wird also kein sprachlicher Unterschied etwa zwischen einer Ärztin und einem Arzt gemacht, ebensowenig wie in puncto „er/sie/es” differenziert wird. Zu dieser Sprachgruppe gehören beispielsweise Estnisch, Finnisch, Türkisch oder Ungarisch, aber auch einige asiatische Sprachen.25.05.2021

9. Wie formuliert man gender neutral?

Geschlechtsneutrale Formen
  • Geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen: Person, Mitglied, Persönlichkeit, Elternteil etc.
  • Wortzusammensetzungen mit -person, -kraft, -hilfe, -leute: Arbeitskraft, Auskunftsperson, Lehrkraft, Führungskraft etc.
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    10. Ist kuscheln mehr als Freundschaft?

    Ein offensichtliches Problem tut sich für Sie also erst dann auf, wenn Sie das Bedürfnis verspüren, mit Ihrem besten Freund etwas intimer zu werden und kuscheln zu wollen – dann wird es für Sie wohl mehr als reine Freundschaft sein.

    11. Was ist mehr als Freundschaft?

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    12. Wie schreibt man Gender neutral an?

    Geschlechtsneutrale Anreden werden ohne Frau/ Herr und meist unter Verwendung des Vor- und Nachnamens formuliert. Werden höfliche Anreden wie Enby3/ Anby gewünscht, nutzen Sie diese: ✓ Sehr geehrtes Enby Curly Smith.Mögliche Anreden in Briefen und E-Mails - Uni BremenUniversität Bremenhttps://www.uni-bremen.de › diversity › ToolboxUniversität Bremenhttps://www.uni-bremen.de › diversity › ToolboxPDF Geschlechtsneutrale Anreden werden ohne Frau/ Herr und meist unter Verwendung des Vor- und Nachnamens formuliert. Werden höfliche Anreden wie Enby3/ Anby gewünscht, nutzen Sie diese: ✓ Sehr geehrtes Enby Curly Smith.

    13. Wie schreibt man Kollegen Gender neutral?

    Bei der Suche nach genderneutralen Alternativen zu „Kollegen und Kolleginnen“ haben wir Glück – denn anders als etwa beim Gendern von „Arzt“ gibt es für „Arbeitskollegen“ eine wunderbare geschlechtsneutrale Alternative: nämlich das Wörtchen „Team“.29.11.2022

    14. Wie schreibt man Gender Neutral Kollegen?

    Das Gendersternchen (Kolleg*in) integriert weibliche, männliche und non-binäre Geschlechter. Es lässt sich allerdings auf vielen Screenreadern nicht immer korrekt abbilden. Beim Gendergap wird ein Unterstrich verwendet (Kolleg_in). Auch mit dieser Variante können Sie Frauen, Männer und nicht-binäre Personen ansprechen.14.09.2022

    15. Wann ist es mehr als Freundschaft?

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    16. Was ist die stärkste Motivation?

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  • Überraschen Sie.
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    25. Was ist wichtig für Mitarbeiter?

    In einer aktuellen Studie der ZEIT nannten über 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer als wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit, sich dort wohlzufühlen.