Warum überhaupt von innen abdichten?
\n\nGute Frage! Stell dir vor, du müsstest den kompletten Keller von außen freilegen, um ihn abzudichten. Das bedeutet: Bagger, Aufgraben, jede Menge Dreck und Lärm. Und natürlich: Hohe Kosten! Die Abdichtung von innen ist oft die deutlich einfachere und günstigere Variante. Aber Achtung: Sie ist nicht für jeden Fall die perfekte Lösung.
\n\nWann ist die Innenabdichtung sinnvoll?
\n\nDie Innenabdichtung ist vor allem dann sinnvoll, wenn:
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- …der Keller nur leicht feucht ist. \n
- …kein drückendes Wasser von außen vorhanden ist. \n
- …die Außenabdichtung sehr aufwendig wäre. \n
- …du den Keller nicht als Wohnraum nutzen möchtest. \n
Wenn es sich also um eine leichte Feuchtigkeit handelt, die zum Beispiel durch Kondensation entstanden ist, dann ist die Innenabdichtung oft eine super Sache. Aber wenn das Wasser schon in Strömen durch die Wand läuft, dann solltest du dir besser eine professionelle Außenabdichtung überlegen.
\n\nDie verschiedenen Methoden der Innenabdichtung
\n\nEs gibt verschiedene Methoden, um einen Keller von innen abzudichten. Hier sind ein paar der gängigsten:
\n\n1. Dichtungsschlämme
\n\nDichtungsschlämme ist eine Art Mörtel, die wasserundurchlässig ist. Du trägst sie auf die gereinigte Kellerwand auf. Das ist relativ einfach und kostengünstig, aber es funktioniert nur, wenn die Wand nicht zu stark durchfeuchtet ist.
\n\n2. Injektionsverfahren
\n\nBeim Injektionsverfahren werden spezielle Dichtungsmittel in die Wand gepresst. Das ist besonders gut geeignet, um Risse und Fugen abzudichten. Klingt kompliziert? Ist es auch! Hier solltest du am besten einen Fachmann ranlassen.
\n\n3. Innendämmung mit Dampfsperre
\n\nEine Innendämmung mit Dampfsperre verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Keller in die Dämmung eindringen kann. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du den Keller als Hobbyraum oder ähnliches nutzen möchtest. Aber Vorsicht: Eine falsche Ausführung kann hier mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
\n\n4. Horizontalsperre nachträglich einbauen
\n\nWenn Feuchtigkeit von unten aufsteigt, kann eine nachträglich eingebaute Horizontalsperre helfen. Hier gibt es verschiedene Verfahren, zum Beispiel das Mauersägeverfahren oder das Injektionsverfahren. Auch hier gilt: Lieber den Profi fragen!
\n\nWorauf du bei der Innenabdichtung achten solltest
\n\nBevor du loslegst, gibt es ein paar Dinge zu beachten:
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- Die Ursache der Feuchtigkeit finden: Woher kommt das Wasser? Ist es Kondensation, aufsteigende Feuchtigkeit oder ein Rohrbruch? \n
- Die Wand richtig vorbereiten: Die Wand muss sauber, trocken und tragfähig sein. Lose Putzreste müssen entfernt werden. \n
- Die richtige Methode wählen: Nicht jede Methode ist für jeden Keller geeignet. Lass dich am besten von einem Fachmann beraten. \n
- Sorgfältig arbeiten: Eine unsauber ausgeführte Abdichtung kann schlimmer sein als gar keine Abdichtung. \n
Kosten einer Kellerabdichtung von innen
\n\nDie Kosten für eine Kellerabdichtung von innen können stark variieren. Sie hängen von der gewählten Methode, der Größe des Kellers und dem Zustand der Wände ab. Eine einfache Dichtungsschlämme bekommst du schon für wenige Euro pro Quadratmeter. Eine aufwendige Injektion kann aber schnell mehrere tausend Euro kosten. Hol dir am besten mehrere Angebote von Fachfirmen ein und vergleiche die Preise.
\n\nFazit: Abdichten ja, aber richtig!
\n\nJa, man kann einen Keller von innen abdichten. Aber es ist wichtig, die Ursache der Feuchtigkeit zu finden, die richtige Methode zu wählen und sorgfältig zu arbeiten. Wenn du dir unsicher bist, lass dich lieber von einem Fachmann beraten. Denn eine falsch ausgeführte Abdichtung kann teuer werden und im schlimmsten Fall sogar die Bausubstanz schädigen. Also, ran an den Keller – aber mit Köpfchen!
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