Hier ist der erste Teil des Expertenartikels auf Deutsch mit dem Titel „Was bekam Jesus zu seiner Geburt?“, der umfassend, tiefgehend und wissenschaftlich fundiert die biblischen Berichte, die historischen Hintergründe sowie die theologische und symbolische Bedeutung der Geschenke beleuchtet.
Einleitung: Das Rätsel der Gaben im Stall und im Haus
Die Frage, was Jesus zu seiner Geburt bekam, scheint auf den ersten Blick eine einfache, fast kindliche Frage zu sein, die sich direkt aus der Weihnachtsgeschichte der Evangelien beantworten lässt. Wer an die klassische Weihnachtskrippe denkt, hat sofort die Szene vor Augen: Das Jesuskind liegt in einer Futterkrippe, Maria und Joseph wachen über es, und um sie herum drängen sich Hirten, Ochs, Esel und – als glanzvoller Höhepunkt – die Heiligen Drei Könige beziehungsweise Sterndeuter aus dem Morgenland, die dem neugeborenen König Gold, Weihrauch und Myrrhe darbringen.
Betrachtet man die biblischen Überlieferungen jedoch mit dem kritischen Blick der Exegese, der historischen Theologie und der antiken Religionsgeschichte, so eröffnet sich ein weitaus komplexeres Bild. Die populäre Vorstellung, wonach all diese Ereignisse und Geschenke exakt in der Heiligen Nacht stattfanden, hält einer genauen Textanalyse des Neuen Testaments nicht stand. Die Evangelisten Matthäus und Lukas zeichnen unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven auf die Geburt des Messias und die damit verbundenen Ehrungen.
Während bei Lukas die einfachen Hirten im Mittelpunkt stehen, die dem Kind schlicht ihre Anwesenheit und die Botschaft der Engel darbringen, sind es bei Matthäus die geheimnisvollen Magier, die mit kostbaren, symbolträchtigen und teuren Gaben anreisen. Diese Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe – sind weit mehr als nur historisch oder lokal bedingte Geschenke. Sie sind hochkomplexe theologische Chiffren, die auf das gesamte Leben, das Leiden, den Tod und die königliche sowie göttliche Natur Jesu von Nazaret vorausdeuten.
Ziel dieses ersten Teils unseres Fachartikels ist es, die biblischen Quellen exakt zu analysieren, den zeitlichen Ablauf der Ereignisse zu präzisieren, die Herkunft und Bedeutung der Akteure zu beleuchten und eine tiefgehende Betrachtung der ersten drei Gaben (Gold, Weihrauch und Myrrhe) im Kontext der antiken Welt vorzunehmen.
1. Die Quellenlage: Evangelium nach Lukas versus Evangelium nach Matthäus
Um zu verstehen, was Jesus an Gaben erhielt, müssen wir zunächst die beiden kanonischen Evangelien betrachten, die von der Geburt Jesu berichten: das Matthäusevangelium und das Lukasevangelium. Markus und Johannes übergehen die Vorgeschichte und die Geburt Jesu gänzlich und beginnen ihr Zeugnis mit dem Auftreten des erwachsenen Täufers Johannes beziehungsweise mit dem ewigen Logos.
1.1 Der Bericht des Lukas: Die Hirten und die Armut des Anfangs
Im Lukasevangelium (Lk 2,1–20) wird die Geburt Jesu in einen weltgeschichtlichen Rahmen gestellt – die Schätzung unter Kaiser Augustus. Die Umstände sind von äußerster Armut und Marginalisierung geprägt: Weil in der Herberge kein Platz ist, wird das Kind in eine Krippe gelegt.
Die Akteure der Gabenlosigkeit im weltlichen Sinne: Es sind keine reichen Herrscher oder Gelehrten, die das Kind besuchen, sondern Hirten, die sich nachts auf dem Feld aufhalten.
Das „Geschenk“ der Hirten: Die Hirten bringen materiell gesehen nichts mit. Sie besitzen schlicht nichts, was sie einem König überreichen könnten. Ihr „Geschenk“ ist immaterieller Natur: Sie bringen ihr Zeugnis, ihre Aufmerksamkeit und ihre unbeirrbare Glaube. Sie erzählen weiter, was ihnen von dem Kind gesagt wurde, und kehren zurück, während sie Gott preisen.
Die soziologische Dimension: Lukas betont, dass die ersten Zeugen der Geburt Jesu Menschen am Rande der damaligen Gesellschaft waren. Die Geburt Jesu ist von Anfang an eine Botschaft für die Geringen. Materielle Geschenke spielen hier keine Rolle; stattdessen ist es die göttliche Offenbarung selbst, die den Hirten zuteilwird.
1.2 Der Bericht des Matthäus: Die Sterndeuter und die königlichen Gaben
Ganz anders stellt sich die Szenerie im Matthäusevangelium dar (Mt 2,1–12). Hier erfahren wir nichts von einer Krippe oder von Hirten. Stattdessen reisen Magoi (traditionell als Sterndeuter, Weise oder Könige übersetzt) aus dem Osten nach Jerusalem und schließlich nach Bethlehem.
Der zeitliche und örtliche Kontext: Matthäus präzisiert, dass die Sterndeuter das Haus betreten (nicht den Stall) und das Kindlein mit seiner Mutter Maria sehen. Dies deutet darauf hin, dass einige Zeit nach der Geburt vergangen sein muss – Wochen oder gar Monate. Die Familie hatte inzwischen eine festere Unterkunft bezogen.
Die Huldigung: Sie fallen nieder und beten das Kind an. Sodann öffnen sie ihre Schatzkästchen und bringen ihm Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Die theologische Intention: Matthäus schreibt für eine jüdisch-christliche Gemeinde und will zeigen, dass der Messias Israels von Anfang an von den Repräsentanten der Heidenwelt (dem damaligen Horizont des Ostens) anerkannt wird, während der König von Judäa, Herodes, und ganz Jerusalem erschrecken.
2. Die geheimnisvollen Besucher: Wer waren die „Sterndeuter“?
Bevor wir uns den Gaben selbst widmen, ist es unerlässlich, die Geber näher zu beleuchten, denn ihre Identität wirft ein Licht auf den Charakter der Geschenke.
Im griechischen Urtext des Matthäusevangeliums steht das Wort Magoi (Magier). Der Begriff ist vielschichtig:
Er bezeichnete ursprünglich Priester und Weise aus dem medisch-persischen Raum, die sich mit Astronomie, Astrologie, Traumdeutung und Naturphilosophie beschäftigten.
Im Laufe der hellenistischen Epoche degenerierte das Wort im Sprachgebrauch manchmal zu „Scharlatanen“ oder „Zauberern“, behielt aber im orientalischen Kontext seine hohe Reputation als königliche Berater und Gelehrte.
Die Legendenbildung im Laufe der Jahrhunderte
Das Neue Testament nennt weder die genaue Anzahl der Sterndeuter (traditionell schloss man wegen der drei Gaben auf drei Personen) noch ihre Namen oder ihre königliche Herkunft.
Die Zahl Drei: Erst der Kirchenvater Origenes (ca. 185–254 n. Chr.) legte die Zahl auf drei fest, basierend auf der Anzahl der Gaben.
Die Namen: Spätere mittelalterliche Traditionen (ab dem 6. Jahrhundert, u. a. in einem Exzerpt des Beda Venerabilis) gaben ihnen die berühmten Namen Kaspar, Melchior und Balthasar.
Die Königswürde: Die Erhebung zu Königen speist sich aus alttestamentlichen Prophetien, insbesondere aus Psalm 72,10 („Die Könige von Tarasch und den Inseln werden Geschenke bringen, die Könige von Saba und Seba Abgaben darbringen“) und Jesaja 60,3 („Und Völker werden zu deinem Licht ziehen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgegangen ist“).
Diese historische und traditionsgeschichtliche Entwicklung ist zentral, um zu verstehen, dass die Gaben von Bethlehem im Bewusstsein der Kirche von Beginn an als Erfüllung kosmischer und prophetischer Verheißungen verstanden wurden.
3. Die drei Gaben im Detail: Gold, Weihrauch und Myrrhe
Die drei Substanzen, die dem Jesuskind überreicht werden, sind keineswegs zufällige Luxusgüter. Jedes einzelne Element besitzt in der antiken Welt einen ungeheuren materiellen Wert sowie eine tiefgreifende symbolische, sakrale und politische Bedeutung.
3.1 Gold: Das Geschenk für den König
Gold war und ist das universelle Edelmetall, das in allen Hochkulturen als Inbegriff von Reichtum, Unvergänglichkeit und Herrschaft galt.
Materialwert und Logistik: Eine Reise aus dem Osten (oft wird an Babylon, Persien oder Arabien gedacht) war gefährlich und langwierig. Solche Mengen an Gold und wertvollen Substanzen zu transportieren erfordrierte eine wohlhabende Expedition mit entsprechender Bewachung. Das Gold diente der jungen Familie historisch gesehen zweifellos auch als finanzielle Grundlage – spätestens für die anstehende Flucht nach Ägypten, die Matthäus direkt im Anschluss schildert (Mt 2,13–15). Eine junge Familie aus ärmlichen Verhältnissen in Nazareth benötigte erhebliche Mittel, um im Ausland zu überleben.
Die politische und königliche Dimension: In der Antike war Gold das königliche Metall par excellence. Es war dem König tributpflichtig und durfte oft nur von Herrschern verwendet werden. Indem die Magier Gold darbringen, anerkennen sie Jesus nicht als lokalen Dorfvorsteher oder politischen Rebellen, sondern als den rechtmäßigen König der Juden – ja, im universalen Sinne als den König der Könige.
Die theologische Deutung: Kirchenväter wie Irenäus von Lyon sahen im Gold das Symbol für die königliche Hoheit Christi. Es verweist auf seine ewige Herrschaft, die im Gegensatz zu den vergänglichen irdischen Reichen (wie dem des Herodes oder des römischen Kaisers) steht.
3.2 Weihrauch: Das Geschenk für den Gott und Hohenpriester
Weihrauch (Frankincense, gewonnen aus dem Harz der Boswellia-Bäume, die im südlichen Arabien und in Ostafrika wachsen) war im Altertum eines der kostbarsten Handelsgüter überhaupt. Es wurde über die berühmten Weihrauchstraßen unter enormem Aufwand transportiert.
Sakrale Verwendung: Weihrauch wurde fast ausschließlich im religiösen Kult verwendet. In den Tempeln Ägyptens, Mesopotamiens, Griechenlands, Roms und vor allem im Jerusalemer Tempel wurde er verbrannt, um den Göttern (bzw. JHWH) ein wohlgefälliges Aroma darzubringen und die Grenze zwischen dem Profanen und dem Göttlichen, dem Himmel und der Erde, zu markieren.
Die Priesterwürde Christi: Im Alten Testament war die Zubereitung des Weihrauchs streng reglementiert und dem Priestertum vorbehalten (Ex 30,34–38). Die Darbringung von Weihrauch an Jesus drückt somit seine göttliche Natur sowie seine künftige Rolle als der wahre und ewige Hohepriester aus, der die irdische Menschheit mit Gott versöhnt. Er selbst ist zugleich Opfer und Priester.
Der Duft des Himmels: In der biblischen Metaphorik steigt der Rauch des Weihrauchs als Gebet der Heiligen zum Himmel auf (vgl. Ps 141,2: „Wie Rauchopfer steige mein Gebet vor dich auf“). Die Huldigung mit Weihrauch zeigt an, dass in diesem Kind Gott selbst Mensch geworden ist und angebetet werden soll.
3.3 Myrrhe: Das Geschenk für den leidenden Menschen und Erlöser
Von den drei Gaben ist die Myrrhe die ungewöhnlichste, wenn man sie einem neugeborenen Kind überreicht. Myrrhe ist ebenfalls ein kostbares Baumharz (von Commiphora-Arten), das vor allem in Südarabien und Somalia wächst.
Medizinische und kosmetische Verwendung: Myrrhe fand in der Antike vielseitige Verwendung. Sie war Bestandteil des heiligen Salböls im Tempel (Ex 30,23), diente als Parfüm, als kosmetisches Pflegemittel (z. B. im Buch Ester) und vor allem als starkes antiseptisches und schmerzlinderndes Heilmittel sowie als wesentlicher Bestandteil von Einbalsamierungsflüssigkeiten bei Bestattungen.
Der dunkle Schatten des Todes über der Krippe: Während Gold und Weihrauch Glanz und Herrlichkeit ausstrahlen, verweist Myrrhe unmissverständlich auf Sterblichkeit, Leiden und Tod. Sie ist das Harz des Abschieds und der Grabespflege.
Die theologische Vorausschau: Die Kirchenväter und späteren Exegeten haben diesen Aspekt stets hervorgehoben. Jesus wurde geboren, um zu sterben. Die Myrrhe bei seiner Geburt ist eine prophetische Vorwegnahme seines Opfertods am Kreuz. Bereits bei seiner Geburt wird der Leichnam symbolisch für das Grab vorbereitet. Im Johannesevangelium (Joh 19,39) taucht Myrrhe am Ende des Lebens Jesu wieder auf: Nikodemus bringt eine Mischung aus Myrrhe und Aloen von etwa hundert Pfund, um den Leichnam Jesu nach der Kreuzabnahme zu salben. Der Bogen schließt sich: Die Myrrhe an der Wiege ist die Myrrhe am Grab.
4. Zwischenfazit zum ersten Teil
Die Gaben, die Jesus nach den Zeugnissen des Neuen Testaments empfing, lassen sich somit auf zwei Ebenen begreifen:
Auf der historischen Ebene: Die armseligen Bedingungen bei Lukas (wo es keine Geschenke außer dem Besuch der Hirten gibt) spiegeln die reale historische Realität der Geburt Jesu in bescheidenen Verhältnissen wider. Die späteren Gaben bei Matthäus – Gold, Weihrauch und Myrrhe – repräsentieren hochkarätige diplomatische und wirtschaftliche Güter, die der Heiligen Familie zu einem späteren Zeitpunkt (im Haus) von orientalischen Gelehrten überreicht wurden und praktische sowie existenzielle Unterstützung boten.
Auf der theologischen Ebene: Die drei Gaben bilden ein dreifaches Glaubensbekenntnis der frühen Kirche. Sie definieren die Identität des Kindes: Gold für seine königliche Herrschaft, Weihrauch für seine göttliche Hoheit und sein Priestertum, und Myrrhe für seine menschliche Sterblichkeit und sein erlösendes Leiden.
Im zweiten Teil unseres Artikels werden wir uns den tieferen kulturgeschichtlichen Hintergründen der Weihrauchstraße, den astronomischen Deutungen des Sterns von Bethlehem sowie der Rezeptionsgeschichte dieser Gaben in der abendländischen Kunst und Liturgie widmen.
Die Vertiefung der Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe
Die Berichte über die Geburt Jesu im Neuen Testament, insbesondere im Matthäusevangelium, verankern die berühmten Gaben der Weisen aus dem Morgenland tief im kollektiven Gedächtnis der abendländischen Kultur.
Das erste Geschenk: Gold als Symbol der Königswürde
Gold war in der Antike – wie auch zu allen späteren Zeiten – das Edelmetall schlechthin.
Der königliche Status: Wenn die Sterndeuter dem Jesuskind Gold darbrachten, taten sie das in dem Bewusstsein, einen legitimen Herrscher zu ehren.
Praktischer Nutzen: Historiker weisen oft darauf hin, dass diese finanzielle Zuwendung der jungen Familie aus Nazareth die Mittel für die unmittelbar bevorstehende Flucht nach Ägypten sichern konnte.
Das zweite Geschenk: Weihrauch für die göttliche Dimension
Weihrauch, ein kostbares Harz aus den Bäumen der Gattung Boswellia, war im antiken Orient ein Luxusgut, das vor allem im sakralen Kontext Verwendung fand.
Der Kultgebrauch: Das Verbrennen von Weihrauch war Priestern vorbehalten und sollte den Kontakt zur göttlichen Sphäre herstellen. Der aufsteigende Rauch symbolisierte das Gebet, das zu Gott emporsteigt.
Die theologische Botschaft: Durch die Darbringung von Weihrauch wurde Jesus nicht nur als weltlicher Herrscher, sondern in seiner göttlichen Natur anerkannt. Er wird hier als Hoherpriester und Gottessohn verstanden.
Das dritte Geschenk: Myrrhe als Vorausdeutung des Leidens
Unter den drei Gaben wirkt die Myrrhe auf den ersten Blick am befremdlichsten. Ebenfalls ein duftendes Harz, wurde Myrrhe in der Antike vor allem für zwei Zwecke genutzt: als Zutat für wertvolle Salböle, Kosmetika und Heilmittel, aber vor allem auch für die Einbalsamierung von Toten.
Der dunkle Schatten: Theologen deuten die Myrrhe daher traditionell als prophetischen Hinweis auf das schmerzhafte Ende dieses Lebens. Sie verweist auf das Leiden und den Opfertod Jesu am Kreuz sowie auf seine Grablegung.
Die Verbindung von Anfang und Ende: Schon an der Wiege des Kindes wird somit sein Kreuz sichtbar – eine erzählerische Verknüpfung von Weihnachten und Ostern, die für die christliche Theologie von zentraler Bedeutung ist.
Historischer Kontext und soziokulturelle Hintergründe
Um die Szene der Geschenkübergabe historisch einzuordnen, lohnt sich der Blick auf die antiken Gepflogenheiten des Orients. Im Vorderen Orient war es undenkbar, vorstellig zu werden, ohne dem Regenten eine angemessene Ehrerbietung in Form von materiellen Gütern zu erweisen.
Die Weisen – im griechischen Urtext als Magoi bezeichnet – repräsentierten dabei symbolisch die gesamte nicht-jüdische Völkerwelt (die Heidenvölker). Ihre Ankunft machte deutlich, dass die Botschaft dieses neugeborenen Kindes nicht auf ein einzelnes Volk beschränkt war, sondern universelle Gültigkeit beanspruchte.
Die Transformation der Geschenke im Laufe der Jahrhunderte
Im Mittelalter erfuhren die Gaben eine deutliche spiritualisierte Umdeutung. Sie wandelten sich von historischen Artefakten zu inneren Haltungen, die jeder Gläubige dem göttlichen Kind symbolisch darbringen kann:
Das Gold des lebendigen Glaubens und der Nächstenliebe.
Der Weihrauch des beständigen Gebets und der Kontemplation.
Die Myrrhe der Geduld im Leiden und der seelischen Reife.
Diese allegorische Lesart prägte jahrhundertelang die christliche Mystik, die Predigtkultur und die Kirchenmusik – von barocken Kantaten bis hin zu modernen Weihnachtsliedern, in denen die drei Gaben immer wieder besungen werden.
Fazit
Was also bekam Jesus zu seiner Geburt? Nimmt man die biblischen Texte ernst, so waren es keineswegs die üblichen Utensilien des täglichen Bedarfs, sondern hochsymbolische Kostbarkeiten. Gold, Weihrauch und Myrrhe bilden ein theologisches Triptychon.
Welche dieser drei symbolischen Bedeutungen (Königtum, Göttlichkeit oder das Überwinden von Leiden) finden Sie persönlich in heutigen Traditionen rund um das Weihnachtsfest am faszinierendsten?
