Die Anfänge in der Steinzeit – oder war's doch früher?
Okay, fang ich mal von vorne an. Die erste Kosmetik, die wir kennen, die stammt wahrscheinlich aus der Steinzeit. Stell dir vor, vor Tausenden von Jahren, da haben unsere Vorfahren schon mit Farben rumgemacht. Nicht nur zum Malen von Höhlen, nein, auch fürs Gesicht. Ich hab mal in einem Museum in Berlin gestanden, vor so einer Ausstellung über prähistorische Kunst, und da hing ein kleiner Kasten mit Ocker-Pigmenten. Rot und gelb, so Erde aus der Natur. Die Leute haben das sich ins Gesicht geschmiert, vielleicht für Rituale oder einfach, um attraktiver zu wirken. Attraktiver? Ja, warum nicht. Wer will schon als der Graue im Haufen dastehen, oder?
Aber war das wirklich Kosmetik? Ich meine, Kosmetik ist ja mehr als nur Farbe auf der Haut. Es geht um Pflege, um Schönheit. Und da komm ich ins Grübeln. In der Altsteinzeit, so um 40.000 vor Christus, haben sie schon Ochsenblut und Mineralien gemischt. Eine Studie, die ich mal gelesen hab – war's in National Geographic? – sagt, dass sie das für Körperbemalung benutzt haben. Und hey, das zählt doch als erste Form von Make-up, findest du nicht? Es war primitiv, klar, aber es hat funktioniert. Sie haben sich geschminkt, um Götter zu ehren oder Jäger zu beeindrucken. Spannend, oder?
Ägypten: Da wurde's richtig professionell
Jetzt spring ich mal vor, weil die Steinzeit ist ja ein bisschen nebulos. In Ägypten, das ist so ab 3000 vor Christus, da hat die Kosmetik richtig Fahrt aufgenommen. Die Pharaonen und ihre Frauen, die haben nicht gespaßt. Schwarz um die Augen, grün für die Lider – das war Standard. Ich erinnere mich, als ich vor Jahren in Kairo war, im Tal der Könige, und da hab ich so eine Tour gemacht. Der Guide hat uns gezeigt, wie Kleopatra sich vorbereitet hat. Mit Kohl, das ist so ein schwarzes Pulver aus verbranntem Holz, und Malachit für das Grün. Die haben das mit Speichel angerührt und aufgetragen. Und getragen haben sie's den ganzen Tag, gegen die Sonne, sagten sie. Aber ehrlich, es war auch Schönheit pur. Kleopatra, die war ja legendär dafür.
Weißt du, was mich immer fasziniert? Die Ägypterinnen haben nicht nur das Gesicht geschminkt, sondern auch die Hände und Füße mit Henna gefärbt. Henna! Das gibt's ja heute noch für Brautpartys. Ich hab mal eine Freundin gehabt, die hieß Aisha, und sie kam aus Marokko. Bei ihrer Hochzeit hat sie mir gezeigt, wie man Henna aufträgt. Die Muster waren so filigran, und sie hat gesagt: 'Das ist uralt, aus der Zeit der Pharaonen.' Da hab ich gemerkt, wie diese Traditionen einfach weiterleben. Toll, oder? Aber zurück zu Ägypten – die Männer haben auch mitgemacht, die Pharaonen haben sich die Augen nachgezogen. Kein Ding nur für Frauen, das.
Andere Kulturen: Von Mesopotamien bis zu den Römern
Und es hört nicht bei Ägypten auf. In Mesopotamien, das ist im heutigen Irak, da haben sie schon um 5000 vor Christus Parfums gemacht. Aus Blumen und Harzen, ehrlich. Ich hab da mal ein Buch gelesen, 'Die Duftgeschichte der Welt' oder so, und da stand, dass sie sich eingeölt haben, um gut zu riechen. Kosmetik umfasst ja auch Düfte, nicht wahr? Und in Griechenland, die haben Bleipaste für blasse Haut benutzt. Blass war schön, weil's edel wirkte. Aber warte, Blei? Das war giftig! Ich mein, die wussten das nicht, aber heute denk ich: Hut ab, dass sie's überlebt haben.
Bei den Römern wurde's dann massenhaft. Die Frauen haben Pomaden aus Schmalz und Asche gemacht. Ich stell mir das vor, wie sie in ihren Bädern saßen, und sich herrichteten. Eigentlich romantisch, aber auch ein bisschen eklig, wenn man's genau nimmt. (Lach) Na ja, Schönheit hat ihren Preis, schon damals. Und in Asien? In China und Indien gab's Seidenpulver und Kurkuma für die Haut. Kurkuma, das macht ja gelb, aber sie schwören drauf für den Glow. Ich hab's mal ausprobiert, zu Hause in meiner Küche, mit etwas Joghurt gemischt. Hat gejuckt, aber meine Haut war danach weich. Persönlicher Tipp: Probiert's aus, aber nicht zu viel!
Warum haben sie das gemacht? Meine Gedanken dazu
Jetzt mal ehrlich, warum die ganze Mühe? Ich glaub, es war eine Mischung aus Schutz und Status. In der Sonne Ägyptens hat das Schwarz um die Augen vor Blendung geschützt, wie eine natürliche Sonnenbrille. Aber auch, um sich abzuheben. Schönheit war Macht, besonders bei den Herrschern. Heute ist's ähnlich, oder? Social Media und so. Aber damals war's roher, natürlicher. Ich frag mich manchmal, ob wir nicht zu sehr auf Chemikalien setzen. Die Alten hatten's aus der Natur – Ocker, Pflanzen. Vielleicht sollten wir da mal was lernen.
Und du? Hast du schon mal überlegt, wie alt deine Lieblingscreme eigentlich ist? Die Wurzeln gehen tief. Ich find's faszinierend, wie Kosmetik die Menschheit verbindet, von der Höhle bis zum Luxusladen. Nächstes Mal, wenn du dich schminkst, denk dran: Du bist in guter Gesellschaft. Die Geschichte ist länger, als du ahnst.
