Der Knackpunkt: Eure individuellen Bedürfnisse!
Klar, 2.500 bis 3.500 Euro sind eine Hausnummer. Aber was, wenn ihr passionierte Weltenbummler seid? Oder jeden Tag Kaviar zum Frühstück braucht? (Kleiner Scherz am Rande ). Die Wahrheit ist, die "perfekte" Rentenhöhe hängt von euch ab – von euren Träumen, Gewohnheiten und Lebensumständen.
Was kostet euer aktueller Lebensstil?
Bevor ihr euch in wilde Spekulationen stürzt, macht eine Bestandsaufnahme. Was gebt ihr aktuell monatlich aus? Erstellt eine detaillierte Liste eurer Ausgaben: Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen, Freizeit, Hobbys, Auto, Urlaub… alles muss rein!
Und jetzt kommt der Clou: Überlegt, welche dieser Ausgaben im Ruhestand wegfallen oder sich reduzieren. Vielleicht ist die Bude dann abbezahlt? Oder ihr fahrt weniger Auto? Oder ihr kocht öfter selbst, statt essen zu gehen?
Die magische Formel: 80 Prozent reichen oft!
Eine Faustregel besagt, dass Rentner etwa 80 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens benötigen, um ihren Lebensstandard zu halten. Klingt logisch, oder? Weniger Stress im Job, mehr Zeit für entspannte Aktivitäten – da muss man nicht mehr so viel ausgeben.
Aber Vorsicht: Diese 80-Prozent-Regel ist nur ein grober Richtwert. Wer vorher schon jeden Cent zweimal umdrehen musste, wird auch mit 80 Prozent nicht glücklich. Und wer im Saus und Braus gelebt hat, braucht vielleicht sogar mehr.
Inflationsmonster: Der stille Rentenfresser!
Vergesst nicht die Inflation! Die frisst jedes Jahr ein Stückchen eurer Kaufkraft auf. Was heute 100 Euro kostet, ist in zehn Jahren vielleicht schon 120 oder 130 Euro wert. Das bedeutet: Eure Rente muss mit der Inflation mitwachsen, damit ihr euch auch in Zukunft noch etwas leisten könnt.
Wie ihr das schafft? Indem ihr privat vorsorgt! Aktien, Immobilien, Fonds… es gibt viele Möglichkeiten, euer Geld inflationssicher anzulegen. Lasst euch am besten von einem unabhängigen Experten beraten.
Die Rentenlücke: Das böse Erwachen vermeiden!
Die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten Menschen nicht aus, um ihren Lebensstandard im Alter zu halten. Die Differenz zwischen dem, was ihr zum Leben braucht, und dem, was ihr an Rente bekommt, nennt man Rentenlücke. Und die kann ganz schön groß sein!
Deshalb ist es so wichtig, frühzeitig privat vorzusorgen. Je früher ihr damit anfangt, desto besser. Denn dann profitiert ihr vom Zinseszinseffekt – und eure Kohle vermehrt sich wie von selbst.
Wohnen im Alter: Miete oder Eigentum?
Die Wohnkosten sind ein riesiger Faktor bei der Rentenplanung. Wer im Alter mietfrei wohnt, hat natürlich einen riesigen Vorteil. Aber auch Wohneigentum kostet Geld: Reparaturen, Instandhaltung, Grundsteuer… das summiert sich!
Überlegt euch also gut, wie ihr im Alter wohnen wollt. Vielleicht ist ein Umzug in eine kleinere Wohnung oder ein altersgerechtes Wohnkonzept eine Option?
Gesundheit im Alter: Unplanbare Kosten!
Krankheit ist teuer! Und im Alter steigt das Risiko, dass ihr medizinische Hilfe benötigt. Zuzahlungen zu Medikamenten, Therapien, Pflege… das kann ganz schön ins Geld gehen. Habt also immer einen Puffer für unvorhergesehene Gesundheitskosten. Eine private Zusatzversicherung kann auch sinnvoll sein.
Fazit: Plant eure Rente, sonst plant sie euch!
Die Frage "Wie viel Rente brauche ich als Paar?" lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt auf eure individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Lebensumstände an. Macht eine Bestandsaufnahme, plant eure Ausgaben, denkt an die Inflation und sorgt rechtzeitig privat vor. Nur so könnt ihr euren Ruhestand entspannt genießen – ohne finanzielle Sorgen!

