Herkunft und Geschichte des Kirschwasser Schinkens
Aber Achtung: Der Schinken schmeckt nicht nach Schnaps – sondern nach einer feinen, fast süßlich-rauchigen Tiefe, die man so kaum woanders findet. Die Kombination aus traditionellem Pökeln, sanftem Räuchern und der Veredelung mit Kirschwasser ist wirklich was für Feinschmecker.
Wie wird Kirschwasser Schinken hergestellt?
Der Pökelprozess mit dem gewissen Etwas
Zuerst wird der rohe Schinken mit einer Gewürzmischung eingerieben – oft mit Salz, Pfeffer, Wacholder, Lorbeer und Muskat. Und jetzt kommt der Clou:
Während des Reifeprozesses wird mehrmals Kirschwasser über das Fleisch gegeben oder sogar mit in die Gewürzmischung integriert.
Der Alkohol verdunstet dabei größtenteils – aber das Aroma bleibt. Und das macht den Unterschied.
Räuchern oder lufttrocknen?
Traditionell wird der Kirschwasser Schinken über Buchenholz kaltgeräuchert, manchmal mit einem Hauch Kirschholz dazu – für das Extra-Flair. Es gibt aber auch Varianten, die einfach luftgetrocknet sind. Beide Versionen haben ihren Charme, aber der Rauch gibt halt schon diesen urigen, deftigen Touch.
Geschmack: Was macht Kirschwasser Schinken so besonders?
Mild, fruchtig, leicht süß – aber nicht zu viel
Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, ehrlich gesagt. Er ist milder als normaler Schwarzwälder Schinken, aber gleichzeitig komplexer. Das Kirschwasser sorgt für eine dezente Süße im Abgang, ohne dass es künstlich oder aufgesetzt wirkt.
Viele sagen: “Man schmeckt das Kirschwasser nicht direkt – aber man merkt, dass etwas anders ist.” Und genau das ist das Spannende.
Perfekt zu Brot, Käse oder einfach pur
Am besten entfaltet sich der Geschmack übrigens bei Zimmertemperatur, ganz dünn aufgeschnitten. Auf dunklem Brot, mit einem kräftigen Bergkäse daneben – ein Traum. Oder einfach so, pur, ohne viel Schnickschnack. Manchmal ist weniger wirklich mehr.
Wo bekommt man Kirschwasser Schinken?
Regionale Metzgereien & Feinkostläden
In Supermärkten sucht man ihn meist vergeblich. Wer echten Kirschwasser Schinken probieren will, sollte in regionalen Metzgereien oder auf Wochenmärkten im Schwarzwald oder in der Zentralschweiz schauen. Dort wird er oft noch in kleinen Chargen hergestellt.
Online-Bestellung? Ja, aber aufpassen
Es gibt ein paar seriöse Anbieter online – aber Achtung vor Fake-Produkten, die einfach nur “aromatisiert” sind. Echter Kirschwasser Schinken braucht Zeit, Handwerk und gute Zutaten. Wenn er zu billig ist… lieber zweimal hinschauen.
Fazit: Für wen lohnt sich Kirschwasser Schinken?
Für alle, die auf feine, handgemachte Spezialitäten stehen. Für Leute, die nicht einfach irgendeinen Schinken wollen, sondern ein Produkt mit Charakter. Und für die, die bei der nächsten Brotzeit mal was Neues ausprobieren wollen, das trotzdem tief in der Tradition verwurzelt ist.
Ich war ehrlich gesagt skeptisch, als ich das erste Mal davon gehört hab. "Schinken mit Schnaps? Klingt nach Gag." Aber nach dem ersten Bissen… war’s um mich geschehen. Probieren lohnt sich, wirklich.
