Wikipedia – ein Gigant, der (fast) auf Freiwilligen basiert
Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt. Der Großteil der Inhalte stammt nicht von bezahlten Mitarbeitenden, sondern von ganz normalen Menschen, die ihr Wissen teilen wollen (und manchmal auch editierfreudige Nerds, let’s be honest).
Wie ist Wikipedia überhaupt organisiert?
Wikimedia Foundation – das Rückgrat des Ganzen
Hinter Wikipedia steht die Wikimedia Foundation, eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in San Francisco. Sie betreibt nicht nur Wikipedia, sondern auch Schwesterprojekte wie Wikivoyage, Wikidata, Wikimedia Commons usw.
Laut den letzten öffentlich zugänglichen Zahlen arbeiten dort rund 700 bis 800 feste Mitarbeitende weltweit. Das sind Entwickler:innen, Community-Support, Fundraising-Leute, rechtliches Personal usw.
Klingt nach viel? Ist es für eine NGO. Aber für ein globales Projekt mit Millionen von Seitenaufrufen pro Stunde? Eher schlank.
Und wer schreibt die Artikel?
Ganz klar: Die Community. Aktive Autor:innen, Editor:innen, Prüfer:innen – alle freiwillig. Keine Gehaltsabrechnung, keine Verträge. Nur Engagement.
Die deutschsprachige Wikipedia hat z.B. über 20.000 aktive Nutzer:innen (Stand: 2024). Etwa 1.000 davon sind besonders regelmäßig dabei. Manche schreiben ganze Serien über Spinnenarten, andere verbessern Grammatik oder beseitigen Spam.
Wie wird das Ganze finanziert?
Okay, wenn so viele Leute freiwillig arbeiten, wohin gehen dann die Spenden?
Antwort: In die Infrastruktur (Server, Technik), in die Angestellten der Wikimedia Foundation und in Förderprojekte für freie Bildung. Wikipedia macht regelmäßig Spendenaufrufe, die nerven manche – aber sie sind nötig, damit alles stabil läuft.
Und nein, es gibt keine Werbung. Niemals. Das ist Teil der Philosophie.
Wer entscheidet, was in Wikipedia stehen darf?
Die Community regelt – meistens
Wikipedia funktioniert nach klaren Regeln: Neutralität, Verifizierbarkeit, keine eigenen Theorien. Wer dagegen verstößt, bekommt Diskussionen – oder wird gesperrt. Entscheidungen werden oft in langen Diskussionsseiten getroffen. Ja, das kann chaotisch sein. Aber es ist demokratisch.
Es gibt auch Admins – aber keine Chefs
Admins können Seiten sperren, Benutzer sperren oder Konflikte moderieren. Aber sie sind keine Bosse. Sie handeln im Auftrag der Community und können ihre Rechte verlieren, wenn sie sie missbrauchen. Cool, oder?
Fazit: Wie viele Menschen arbeiten bei Wikipedia?
Wenn du nur die offiziellen, bezahlten Jobs meinst: etwa 700 bis 800 Personen bei der Wikimedia Foundation.
Aber wenn du fragst, wer Wikipedia wirklich trägt – dann sind es Zehntausende weltweit, die freiwillig Artikel schreiben, verbessern, streiten (ja, das auch) und Wissen für alle zugänglich machen.
Wikipedia ist mehr Bewegung als Unternehmen. Und ehrlich gesagt, das macht es irgendwie schöner.
