Was ist PoliScan Speed überhaupt?
PoliScan Speed ist, vereinfacht gesagt, ein Lasermessgerät. Es misst die Geschwindigkeit von Fahrzeugen, indem es Laserstrahlen aussendet und die Reflexionen auswertet. Klingt erstmal ziemlich high-tech, oder? Im Gegensatz zu den alten Radarfallen, die ja oft nur an einem Punkt messen, kann der PoliScan Speed über eine längere Strecke messen. Das ist schon mal ein Vorteil, aber macht es das auch genauer?
Die Genauigkeit: Wo liegen die Toleranzen?
Also, grundsätzlich sind die Geräte schon ziemlich genau. Aber natürlich gibt es Toleranzen. Die Toleranzgrenzen sind gesetzlich festgelegt und variieren je nach Geschwindigkeit. Bis 100 km/h werden in der Regel 3 km/h abgezogen, darüber 3 Prozent. Das ist quasi der "Sicherheitsabstand", damit man nicht wegen einer minimalen Überschreitung gleich zur Kasse gebeten wird. Aber Achtung: Diese Toleranz wird erst am Ende, bei der Auswertung, abgezogen. Das Gerät selbst misst erstmal "roh".
Warum gibt es überhaupt Toleranzen?
Gute Frage! Die Toleranzen sind dafür da, mögliche Messungenauigkeiten auszugleichen. Zum Beispiel können äußere Einflüsse wie Vibrationen oder Temperaturschwankungen die Messung beeinflussen. Und natürlich auch der menschliche Faktor bei der Bedienung des Geräts. Stell dir vor, der Beamte hat 'nen schlechten Tag und das Gerät nicht richtig ausgerichtet – zack, schon haben wir eine ungenaue Messung. Aber so einfach ist es dann doch nicht, weil die Geräte geeicht sein müssen. Und die Beamten werden auch geschult.
Kritik an PoliScan Speed: Was sagen die Experten?
Es gibt natürlich auch Kritik an PoliScan Speed. Einige Experten bemängeln, dass die Messungen unter bestimmten Bedingungen fehleranfällig sein können. Zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im Messbereich sind. Oder wenn das Fahrzeug, das gemessen wird, stark verschmutzt ist. Da kann's dann schon mal zu Problemen kommen. Und es gibt auch immer wieder Fälle, wo Gerichte Messungen für ungültig erklärt haben, weil es Zweifel an der Genauigkeit gab.
Ich erinnere mich da an eine Situation vor ein paar Jahren, als ich mit meinem alten Golf unterwegs war. Ich war mir eigentlich sicher, nicht zu schnell gefahren zu sein, wurde aber trotzdem geblitzt. Ich hab Einspruch eingelegt und tatsächlich Recht bekommen, weil die Messung nicht eindeutig war. War ein teurer Spaß für die Stadt, haha!
Wie kann man sich gegen eine (angeblich) falsche Messung wehren?
Wenn du das Gefühl hast, zu Unrecht geblitzt worden zu sein, solltest du auf jeden Fall Einspruch einlegen. Du hast das Recht, die Messprotokolle einzusehen und die Eichung des Geräts zu überprüfen. Am besten suchst du dir einen Anwalt, der sich mit Verkehrsrecht auskennt. Der kann die Sache professionell prüfen und dir sagen, ob es Sinn macht, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen. Aber sei gewarnt: Das kann teuer werden, wenn du verlierst.
Lohnt sich ein Einspruch überhaupt?
Das kommt drauf an. Wenn du dir wirklich sicher bist, dass die Messung falsch war, kann es sich lohnen. Aber du solltest dir auch bewusst sein, dass ein Einspruch Zeit und Geld kostet. Und es gibt keine Garantie, dass du Recht bekommst. Aber hey, manchmal muss man einfach für sein Recht kämpfen, oder? Und wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, ist das Ganze natürlich deutlich entspannter.
Fazit: PoliScan Speed – Fluch oder Segen?
PoliScan Speed ist ein komplexes Thema. Die Geräte sind grundsätzlich genau, aber es gibt eben auch Faktoren, die die Messung beeinflussen können. Und natürlich ist es ärgerlich, wenn man geblitzt wird, obwohl man sich keiner Schuld bewusst ist. Aber auf der anderen Seite tragen die Geschwindigkeitskontrollen natürlich auch zur Verkehrssicherheit bei. Tja, was soll man sagen? Es ist halt so 'ne Sache. Aber wenn man sich an die Regeln hält, sollte man ja eigentlich keine Probleme haben, oder?
Also, fahrt vorsichtig und lasst euch nicht erwischen! Und wenn doch, dann wisst ihr jetzt, was ihr tun könnt. Bis zum nächsten Mal!
