Der Ursprung vom „als“ und „wie“ – kurz mal zurück zum Schulunterricht
Früher in der Schule hat man uns beigebracht, dass „als“ und „wie“ zum Vergleichen da sind, aber halt unterschiedlich. „Als“ benutzt man bei ungleichen Vergleichen – also wenn etwas größer, kleiner, besser oder schlechter ist. Zum Beispiel: „Er ist größer als ich.“
„Wie“ dagegen ist für den Gleichheitsvergleich, wenn zwei Sachen gleich sind: „Sie ist genauso groß wie ich.“
So weit, so gut. Aber dann stolpert man plötzlich über diesen Satz mit „als wie“ und denkt sich: „Moment mal, das passt doch nicht zusammen.“
„Als wie“ – ein Überbleibsel aus Dialekten?
Interessanterweise hört man „als wie“ oft in manchen Regionen, besonders im süddeutschen Raum oder in Österreich. Meine Tante aus Bayern sagt das zum Beispiel manchmal, und ich musste mich erst dran gewöhnen. In ihrer Gegend ist das praktisch normal, obwohl es in der Hochsprache als falsch gilt.
Offiziell verbietet die Grammatik die Kombi „als wie“ nämlich, weil sie zwei Vergleichspartikel auf einmal benutzt. Das ist so ähnlich wie „ein und ein ist zwei“ – klar, das ist richtig, aber hier heißt das eher: "als" und "wie" erfüllen dieselbe Funktion, also braucht man nur einen von beiden.
Persönliche Erfahrung: Der Streit am Familientisch
Ich erinnere mich an ein Familienessen letztes Jahr, wo mein Cousin plötzlich meinte: „Das ist besser als wie letztes Mal.“ Meine Mutter hat ihn dann korrigiert, ganz streng, und er hat sich ziemlich blamiert gefühlt. Aber hey, ich hab ihm dann heimlich zugeraunt, dass das viele Leute sagen, und er soll sich nicht so verrückt machen – Sprache lebt und verändert sich halt.
Aber mal ehrlich: Warum stört uns das so?
Ich glaube, das Problem ist weniger, dass „als wie“ grammatikalisch nicht korrekt ist, sondern dass es einfach komisch klingt, wenn man es gewohnt ist, nur „als“ oder „wie“ zu hören. Es fühlt sich dann irgendwie doppelt gemoppelt an, so ein bisschen wie wenn jemand „absichtlich extra“ sagt – unnötig eben.
Außerdem ist es ein bisschen wie mit Dialekten oder Umgangssprache: Manchmal wird etwas als „falsch“ abgestempelt, nur weil es nicht der Norm entspricht, obwohl es in der Kommunikation oft total funktioniert.
Was sagen eigentlich die Sprachprofis dazu?
Grammatikbücher und Sprachratgeber sind sich einig: „als wie“ soll man in der Schriftsprache vermeiden. Es gilt als Umgangssprache oder Dialekt, nicht als Standarddeutsch. Also wenn du auf Nummer sicher gehen willst (bei der Bewerbung oder so), dann lieber „als“.
Aber in der lockeren Unterhaltung? Ach, da kann man ruhig mal ein Auge zudrücken. Sprache ist ja schließlich auch lebendig und nicht nur trockene Regeln.
Fazit: Ist „als wie“ wirklich so schlimm?
Ich finde, es kommt auf den Kontext an. Wenn du mit Freunden quatschst, ist „als wie“ völlig okay und sogar irgendwie sympathisch. In formellen Sachen würde ich es aber vermeiden, einfach um Missverständnisse zu vermeiden.
Und jetzt mal ehrlich, hast du nicht auch schon mal was gesagt, von dem du später dachtest: „Oh man, das klang jetzt komisch?“ Sprachpatzer passieren jedem, und das macht uns doch irgendwie menschlich.
Also, das nächste Mal, wenn du „als wie“ hörst, denk dran: Es ist nicht der Weltuntergang, sondern ein kleines sprachliches Abenteuer. Und hey, vielleicht bist du ja jetzt derjenige, der jemanden damit zum Grübeln bringt. ;)
