Gibt man überhaupt Trinkgeld auf Mein Schiff?
Klar, das ist die erste Frage. Und Überraschung: Offiziell ist das Trinkgeld auf „Mein Schiff“ von TUI Cruises inklusive. Ja, wirklich! Es wird bereits im Reisepreis einkalkuliert. Also theoretisch – und das ist wichtig – musst du nichts extra geben. Aber… (natürlich kommt ein Aber!)
Freiwillig heißt nicht sinnlos
Viele Gäste geben trotzdem Trinkgeld. Weil sie einfach happy sind mit dem Service oder weil ihnen jemand besonders aufgefallen ist. Und das macht auch total Sinn – ein freundliches Gesicht an der Bar oder der Kabinensteward, der sich wirklich Mühe gibt, hat doch ein kleines Dankeschön verdient, oder?
Übliche Beträge für Trinkgeld an Bord
Wenn du dich entscheidest, etwas extra zu geben, hier so die groben Richtwerte:
Kabinensteward
5 bis 10 Euro pro Woche sind ziemlich gängig. Manche geben auch mehr, je nach Service oder Laune.
Wenn du z.B. Handtuchtiere bekommst oder Sonderwünsche erfüllt werden – zeig ruhig deine Wertschätzung.
Kellner & Barkeeper
Viele Gäste stecken pro Drink mal 1 oder 2 Euro zu.
Beim Abendessen im Bedienrestaurant kannst du am Ende des Urlaubs auch 10 bis 20 Euro in bar dalassen, wenn du immer vom selben Team bedient wurdest.
Spa- und Wellnesspersonal
Nach einer Massage? 5 bis 10% vom Preis sind üblich, aber nicht verpflichtend.
Tipp: Bargeld direkt geben, die Kartenzahlung geht oft ans Unternehmen, nicht an die Person.
Wie gibt man Trinkgeld auf Mein Schiff?
Jetzt wird’s praktisch. Du hast drei Optionen:
Bargeld direkt
Das ist am einfachsten und kommt ohne Umwege an. Einfach ein kleiner Schein mit einem „Danke“ auf dem Kissen oder beim Verlassen des Restaurants.
Umschlag an der Rezeption
Du kannst auch an der Rezeption Trinkgeld in einem Umschlag hinterlassen – einfach mit dem Namen der Person beschriften. Die kümmern sich um den Rest.
Per Bordkarte? Nope.
Im Gegensatz zu manch anderen Kreuzfahrtschiffen gibt’s keine Trinkgeldabbuchung über die Bordkarte. Also kein „Service Charge“ oder „Gratuity Fee“, wie man’s von US-Reedereien kennt.
Persönliche Erfahrung – kleiner Einsatz, große Wirkung
Letztes Jahr hab ich einer netten Stewardess namens Monika einen Umschlag mit 10€ und einem Merci-Riegel hingelegt. Am nächsten Tag lag ein kleines Dankeschön-Kärtchen mit Handzeichnung auf meinem Kopfkissen. Ey, da wird man doch weich, oder? Für beide Seiten ein Lächeln wert.
Fazit: Trinkgeld – keine Pflicht, aber ein schöner Akt
Auf „Mein Schiff“ musst du kein Trinkgeld geben, aber es wird oft geschätzt – vor allem, wenn’s persönlich rüberkommt. Und mal ehrlich: Für 5 oder 10 Euro jemandem den Tag zu versüßen… klingt nach ’nem verdammt fairen Deal, oder?
Wenn du also einen Top-Service erlebst: Lass ein paar Euro da. Nicht weil du musst, sondern weil du willst.
