Es geht nicht nur um den Spruch
Also, ich war in dieser kleinen Taverne in Chania, und mein Freund Nikos – ein echter Kreter, übrigens – hat mir erklärt, dass "Yamas" zwar "auf die Gesundheit" bedeutet, aber es eigentlich um mehr geht. Es ist so eine Art Dankbarkeit für den Moment, verstehst du? Nicht nur für die Gesundheit, sondern für das Zusammensein, das Essen, den Ouzo oder was auch immer im Glas ist.
Der Blick in die Augen
Was mich total überrascht hat: Beim Anstoßen schauen sich die Griechen ernsthaft in die Augen. Ernsthaft! Nicht so ein flüchtiges Hochhalten und Wegschauen, wie wir das manchmal machen. Nikos meinte, das bringt Unglück, wenn man nicht in die Augen schaut – sieben Jahre schlechten Sex oder so, weißt du? Ob das stimmt? Keine Ahnung, aber ich mach's seither trotzdem immer.
Ach ja, und übrigens: Wenn du mit mehreren Leuten trinkst, stößt du mit jedem einzeln an. Ja, das kann dauern, aber so ist das eben. Es ist irgendwie respektvoll.
Nicht nur Ouzo und Wein
Ich dachte immer, Griechen trinken nur Ouzo oder Wein, aber nein! Es gibt auch Raki, Tsipouro... und je nachdem, was im Glas ist, kann der Toast ein bisschen anders sein. Bei Ouzo ist es oft "Yamas", aber manchmal sagen sie auch "Stin iyia mas" – "auf unsere Gesundheit".
Übrigens, hast du mal erlebt, wie sie in großen Runden anstoßen? Da wird nicht einfach nur getrunken, da wird diskutiert, gelacht, und der Toast ist ein Teil vom ganzen Erlebnis. Es ist weniger ein Ritual und mehr... ein Gefühl.
Ein kleiner Fehler von mir
Ich erinnere mich, wie ich am ersten Abend versucht habe, mit "Yamas" anzustoßen, aber ich hab's total falsch betont oder so – die Leute haben gelacht, aber nicht böse, verstehst du? Sie fanden's lustig, und dann haben sie mir gezeigt, wie's richtig geht. So eine warme Art haben die Griechen einfach.
Also, um zusammenzufassen: Es geht um Augenkontakt, um Gemeinschaft, und ja, ein bisschen abergläubisch sind sie vielleicht auch. Aber hey, wer ist das nicht?
Was denkst du? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
