Wann kommt der Brief nach dem Tempoverstoß?
Genau da fängt die Ungewissheit an. Wie lange dauert es jetzt eigentlich, bis der Strafzettel kommt? Weil, das ist ja das blöde – du weißt es nicht. Kein Pieps, kein Warnhinweis, einfach Stille. Und diese Stille kann echt nervenaufreibend sein.
Die typische Wartezeit: 14 Tage, mehr oder weniger
Im Normalfall – also wenn alles glattläuft – solltest du innerhalb von zwei Wochen was bekommen. So steht’s im Gesetz, mehr oder weniger. Die Behörden haben eine Verjährungsfrist von drei Monaten für Ordnungswidrigkeiten, aber die Bearbeitungszeit liegt meistens bei 10 bis 14 Tagen.
Aber „meistens“ heißt ja nicht „immer“. Ich erinnere mich an meinen Kumpel Lukas, der letztes Jahr auf der A9 bei Neumarkt geblitzt wurde. Er war vielleicht 230 km/h, okay, nicht gerade vorbildlich. Aber er hat drei Wochen lang jeden Tag in den Briefkasten gestarrt. Nichts. Dann kam der Brief – ausgerechnet am Tag, an dem er schon dachte: „Puh, diesmal hab ich’s überstanden.“ Und dann: 280 Euro, Punkt in Flensburg. Volltreffer.
Also, verlass dich nicht drauf, dass lange Stille Glück bedeutet.
Hängt auch vom Bundesland ab
Ja, wirklich. In Bayern geht’s manchmal schneller, in Nordrhein-Westfalen hat ein Freund mal fast vier Wochen gewartet. Irgendwie hängt das von der Bearbeitungskapazität ab, vom Verkehrszentralregister, von der Postlaufzeit… und natürlich, ob die Kamera überhaupt funktioniert hat.
Du weißt schon, manchmal liest man von Blitzen, die gar nicht funktionieren oder falsch eingestellt waren. Oder das Foto ist unscharf – dann kannste dich freuen, da kommt nix.
Was beeinflusst die Dauer?
Also, ein paar Faktoren spielen mit rein:
- Art der Messung: Mobile Messstelle? Da dauert’s meistens etwas länger, weil die Daten erst ausgewertet, dann an die zuständige Stelle geschickt werden müssen.
- Ort der Tat: Auf der Autobahn in Sachsen? In der Stadt in Hamburg? Unterschiedliche Behörden, unterschiedliche Geschwindigkeit.
- Fehler in den Daten: Wenn dein Kennzeichen schlecht lesbar ist, suchen die dich erst raus – das kann Wochen dauern.
- Ferienzeit: Ehrlich – im Sommer oder um Weihnachten rum, da stapeln sich die Akten. Dann kann’s länger dauern.
Einmal hat meine Schwester in Bremen geblitzt, am 10. August. Der Brief kam am 1. Oktober. Kein Scherz. Und sie dachte echt, sie wäre durch. War sie aber nicht.
Fest steht: Keine Garantie auf Strafe – aber auch keine auf Freiheit
Also, du kannst dir nicht sicher sein, dass du straffrei bleibst, nur weil nach zwei Wochen noch nix da ist. Und genauso wenig kannst du davon ausgehen, dass du unbedingt was kriegst, nur weil du geblitzt wurdest.
Ich meine, manchmal ist das Foto einfach nicht eindeutig. Oder die Messung war zweifelhaft. Oder – und das passiert auch – die Anzeige verjährt einfach, weil die Behörde zu lange braucht. Drei Monate, das ist die absolute Obergrenze.
Aber: Wenn die Anzeige innerhalb dieser Frist bei dir eingeht, zählt der Eingangsdatum. Nicht, wann der Blitz war. Das ist wichtig.
Was kannst du tun, während du wartest?
Ehrlich? Nicht viel. Stressen bringt nix. Aber du kannst mal im Flensburger Zentralregister nachschauen, ob was eingetragen ist. Geht online, kostet ein paar Euro, aber gibt Klarheit.
Und ja, du kannst natürlich auch einfach akzeptieren, dass du zu schnell warst. Ich weiß, klingt moralisch, aber manchmal hilft’s: einfach drüber nachzudenken, warum du’s getan hast. War es notwendig? War es riskant? Weil, 230 auf der Autobahn – ja, okay, geht. Aber was, wenn ein Reh kommt? Oder Nebel?
Ich selbst versuch’s seit dem Vorfall mit Lukas anders. Ich hab mir sogar so ein kleines Gerät eingebaut, das mir meldet, wenn Radar in der Nähe ist. Ist zwar nicht legal in allen Fällen, aber hey – ich will nicht jedes Mal zittern, wenn ich nach Hause fahre.
Zusammenfassung: Wie lange dauert’s?
Also, im Normalfall: 10 bis 14 Tage. Aber es kann bis zu drei Wochen gehen. Und in Einzelfällen sogar länger – bis an die drei Monate herankommen. Wenn dann nix kommt, verjährt die Sache. Aber verlass dich nicht drauf.
Und hey – vielleicht ist das auch gut so. Vielleicht hält die Ungewissheit ja ein bisschen vom Rasen ab. Oder?
Du weißt, was komisch ist? Ich hab vor zwei Wochen wieder so ein Messfahrzeug gesehen. Und ich hab automatisch aufs Tempo geguckt. Das erste Mal in Jahren. Irgendwie hat’s tatsächlich gewirkt.
Also: Geduld haben, nicht panisch sein – und vielleicht einfach ein bisschen langsamer fahren. Ist für alle besser, oder?
