Lena, total gestresst von ihrem Job im Marketing, meinte nur: „Ich hab das Gefühl, ich weiß es einfach nicht mehr. Früher mal Tanzen, aber jetzt...?“
Und honestly? Das geht vielen so. Wir verlieren uns im Alltag, in Erwartungen, in diesem ganzen „Das-muss-man-ja-so-machen“. Dabei ist es eigentlich etwas ganz Simples, oder? Spaß haben. Aber manchmal fühlt es sich an wie die Suche nach einem verlorenen Schlüssel.
Erstmal: Vergiss die „Produktivitätsfalle“
Ich glaube, der größte Feind der Freude ist dieser ständige Druck, dass alles „sinnvoll“ sein muss. Muss es aber nicht! Mein Bruder hat letztes Jahr einfach angefangen, Modellflugzeuge zu bauen. Keine Ahnung wieso, aber er strahlt wie ein Kind, wenn er davon erzählt. Es bringt ihm kein Geld, es ist nicht besonders nützlich, aber es macht ihm richtig Spaß.
Also: Erlaubnis erteilt. Dir selbst. Dinge einfach nur zum Vergnügen zu tun.
Zurück zur Kindheit – was hat dich da begeistert?
Okay, das klingt jetzt vielleicht klischeehaft, aber honestly: Bevor uns alle diese „Erwachsenen-Stimmen“ im Kopf erzählt haben, was blöd oder uncool ist, wussten wir genau, was uns glücklich macht.
Ich erinnere mich, dass ich als Kind stundenlang Geschichten auf Kassette aufgenommen habe. Vollkommen sinnfrei, aber ich hab gelacht wie verrückt. Und rate mal, was ich heute mache? Ich hoste einen kleinen Podcast – und liebe es.
Nimm dir mal fünf Minuten. Denk wirklich zurück. Was hast du geliebt, bevor dir jemand sagte, dass es nicht „wichtig“ ist?
Einfach mal ausprobieren – ohne Druck
Theorie ist gut, aber Praxis ist besser. Wir denken oft zu viel nach. „Was, wenn ich schlecht darin bin?“, „Was, wenn es Zeitverschwendung ist?“
Quatsch. Probier Dinge aus. Wie beim Buffet: Kleiner Löffel hier, kleine Gabel da. Einfach mal schnuppern.
Ich habe vor zwei Jahren zum Beispiel einen Töpferkurs gemacht. Furchtbar. Absolut grauenhaft. Ich hasse es, wenn meine Hände dreckig sind, und meine Schüssel sah aus wie ein trauriger Pilz. Aber weißt du was? Jetzt weiß ich, dass Töpfern nichts für mich ist. Und das ist auch ein Ergebnis!
Geh also mal zu einem Schnupperkurs. Vielleicht Zeichnen, Klettern, Impro-Theater. Oder lies ein Buch über ein Thema, von dem du null Ahnung hast. Ohne Erwartung.
Achte auf diese kleinen Momente der Leichtigkeit
Manchmal versteckt sich die Freude in ganz kleinen Alltagsdingen. Vielleicht nicht in einem großen Hobby, sondern in einer winzigen Tätigkeit.
Mein Freund Max, zum Beispiel, der liebt es einfach, Listen zu schreiben. Ernährungspläne, Reisepläne, Bücherlisten. Er könnte das stundenlang machen. Für mich klingt das nach Arbeit, für ihn ist es pure Entspannung.
Nimm also mal einen Tag lang bewusst wahr: Wann lächelst du unwillkürlich? Wann vergisst du die Zeit? Wann fühlst du dich leicht? Das müssen keine großen Ereignisse sein. Vielleicht ist es das Kochen einer neuen Sauce oder das Sortieren deiner Fotosammlung.
Und wenn du immer noch nicht weiterweißt?
Dann atme erstmal durch. Es ist okay, nicht alles sofort zu wissen. Vielleicht musst du dich einfach ein bisschen langweilen! Seriously.
In unserer ständig stimulierten Welt vergessen wir manchmal, dass aus Leere und Langeweile oft die besten Ideen und die größte Kreativität entstehen. Gib dir die Erlaubnis, nichts zu tun. Und schau, was passiert. Welche Gedanken kommen hoch? Wonach sehnst du dich, wenn du gerade nicht beschäftigt bist?
Am Ende, denke ich, geht es nicht darum, das eine große Ding zu finden. Sondern viele kleine Inseln der Freude zu entdecken. Die müssen nicht perfekt sein oder besonders produktiv. Sie müssen nur sich sich für dich richtig anfühlen.
Also: Was hast du heute schon ganz unbewusst gemacht, das dir ein gutes Gefühl gegeben hat? Fang doch da mal an.
