Die aktuelle Dividende – Zahlen, die man verstehen kann
Okay, los geht’s: Im Jahr 2024 beträgt die jährliche Dividende von Coca-Cola etwa 1,88 US-Dollar pro Aktie. Klingt erstmal klar, oder? Aber Moment – das ist der Gesamtbetrag, verteilt auf vier Quartale. Also pro Vierteljahr kriegst du knapp 0,47 Dollar. Nicht gerade eine Rente, aber wenn du ein paar hundert Aktien hast, wird’s langsam interessant.
Und weil wir gerade bei Zahlen sind: Die Ausschüttungsquote liegt bei so um die 75 Prozent des Gewinns. Also, die zahlen echt viel aus. Vielleicht sogar ein bisschen viel, wenn man bedenkt, dass die Marke ja nicht jünger wird. Aber hey – wer will’s ihnen böse nehmen? Die Aktionäre lieben es.
Ein bisschen Kontext: Warum zahlt Coca-Cola überhaupt Dividende?
Also, stell dir vor: Ein Unternehmen, das seit über 100 Jahren existiert. Die haben nicht mehr das Wachstum von irgendeinem Tech-Startup. Klar, sie verkaufen immer noch Unmengen – aber der Markt in Europa und den USA wächst nicht mehr sprunghaft. Also? Was macht man? Richtig: Man belohnt die treuen Anleger.
Und das tun die richtig gut. Coca-Cola gilt als Dividend Aristocrat – das heißt, sie hat ihre Ausschüttung über mindestens 25 Jahre in Folge gesteigert. Unglaublich, oder? Ich glaube, mein Onkel Paul hat mal gesagt: „Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm Coca-Cola. Die schmeißen dir jedes Quartal was aufs Konto.“ Und weißt du was? Der Mann hat ’ne Menge Aktien – und trinkt übrigens keinen Cola. Ironisch, oder?
Wie entwickelt sich die Dividende über die Jahre?
Schauen wir mal kurz zurück. Vor zehn Jahren, 2014, lag die Jahresdividende bei etwa 1,12 Dollar. Heute sind wir bei 1,88. Das ist ’ne Steigerung von über 60 Prozent in einem Jahrzehnt. Nicht spektakulär wie Tesla-Aktien damals, aber stetig. Sehr stetig. Und ehrlich gesagt, das mag ich manchmal mehr als Tempo.
Ich hab mal mitgerechnet: Wenn du 2014 1.000 Aktien gekauft hättest, hättest du damals rund 1.120 Dollar im Jahr bekommen. Heute? Über 1.800. Und das, ohne was tun zu müssen. Nur geduldig sitzen bleiben. (Was bei mir schwerfällt, aber das ist ’ne andere Geschichte.)
Wechselkurs – der kleine Stolperstein für uns Deutsche
Ach ja, fast vergessen: Die Dividende wird in US-Dollar ausgezahlt. Und du weißt, wie das mit dem Dollar so ist – mal geht er rauf, mal runter. Letztes Jahr, als ich meine erste kleine Position hatte, stand der Kurs bei 1:1,08. Heute? Fast 1:1,10. Klingt nicht viel, aber wenn du 500 Aktien hast, sind das schon mal 10 Euro Unterschied im Jahr. Nicht der Weltuntergang, aber man sollte’s wissen.
Und dann ist da noch die Steuer. 25 Prozent Quellensteuer zieht die USA direkt ab. Wir Deutsche dürfen uns dann nochmal ran – aber dank des Doppelbesteuerungsabkommens kannst du das meiste zurückholen. Ist ein bisschen bürokratisch, klar, aber machbar. Ich hab’s über meine Bank regeln lassen – hat drei Wochen gedauert, aber funktioniert.
Dividendenrendite: Was kriegst du wirklich?
Jetzt wird’s spannend: Wie viel Prozent wirft die Aktie eigentlich ab? Rechnen wir mal. Aktueller Aktienkurs bei etwa 60 Dollar. Dividende 1,88 Dollar im Jahr. Macht eine Rendite von knapp 3,1 %. Nicht übel, oder? Besser als mein Tagesgeldkonto, das ist sicher.
Aber – und das ist wichtig – wenn der Kurs steigt, sinkt die Rendite. Wenn der Kurs fällt, wird sie attraktiver. Momentan ist sie für ein solches Unternehmen ziemlich realistisch. Nicht zu hoch (kein Warnsignal), nicht zu niedrig (kein Schnarchkonzern).
Mein kleiner Test: Wie viel würde ich verdienen?
Ich hab neulich mit meinem Kumpel Lars rumprobiert. Wir haben gesagt: Was, wenn wir beide 3.000 Euro investieren? Kurs bei 60 Dollar, macht etwa 55 Aktien (wenn man den Wechselkurs mitrechnet). Bei 1,88 Dollar Dividende im Jahr – also rund 103 Dollar jährlich. Umgerechnet so um die 95 Euro. Netto nach Steuern vielleicht 70. Klingt nicht nach viel, aber wenn du das über 20 Jahre machst und reinvestierst… kommt was zusammen.
Lars meinte dann: „Aber was, wenn die Welt aufhört, Cola zu trinken?“ Und ich so: „Dann trinken sie zumindest noch Wasser – und Coca-Cola verkauft ja mittlerweile mehr als nur braune Limo.“ Stimmt ja auch: Das Portfolio ist riesig. Von Smartwater bis Minute Maid. Die sind längst kein Ein-Produkt-Unternehmen mehr.
Ist die Dividende sicher? Oder hinkt da was?
Also, ganz ehrlich: Ich mach mir keine Sorgen um die Ausschüttung. Die haben einen gigantischen Cashflow. Selbst in der Pandemie haben sie die Dividende nicht gekürzt. Und das will was heißen. Wenn McDonald’s pleitegeht, sterben wir alle – aber bis dahin zahlt Coke weiter.
Aber… (ja, es gibt immer ein Aber) – das Wachstum ist langsam. Und die Welt trinkt weniger Zucker. Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wasserqualität – alles Themen, die Druck machen. Die müssen sich anpassen. Und wenn die Marketingkosten steigen oder die Gewinne sinken, könnte die Dividende irgendwann mal nicht mehr steigen. Aber kürzen? Kaum vorstellbar. Wäre ein Riesenskandal an der Wall Street.
Fazit: Lohnt sich Coca-Cola als Dividendenpapier?
Wenn du auf der Suche bist nach einem Unternehmen, das stabil, bekannt und zuverlässig zahlt – ja, Coca-Cola ist eine Option. Nicht der heißeste Tipp, aber solide. Wie ein alter Ledersessel: nicht mehr modisch, aber bequem.
Ich hab mir letztens 100 Aktien gekauft – mehr aus Neugier als aus Gier. Und jedes Quartal, wenn die Dividende kommt, denk ich: „Hey, dafür, dass ich nix gemacht hab, krieg ich jetzt ein Bier ausgegeben.“ (Na gut, zwei Bier.)
Also, um’s klar zu sagen: Es wird dich nicht reich machen. Aber es kann dir helfen, dein Depot etwas abzusichern. Und manchmal ist das genau das, was du brauchst. Du weißt schon – im Leben wie im Börsenhandel.
Hast du schon mal Coca-Cola-Aktien besessen? Oder traust du den blauen Großkonzernen nicht mehr? Würde mich echt interessieren. Schreib mal in die Gedanken – äh, ich mein, in die Kommentare.
