Brauche ich überhaupt einen Energieausweis?
Gute Frage! Grundsätzlich ja, wenn du das Haus verkaufen oder neu vermieten möchtest. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Energieausweis soll potenziellen Käufern oder Mietern zeigen, wie energieeffizient die Immobilie ist. Aber Achtung: Es gibt Ausnahmen! Denkmalgeschützte Häuser zum Beispiel brauchen keinen. Und wenn du das Haus selbst bewohnst und nicht verkaufen oder vermieten willst, dann auch nicht.
Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis – was denn nun?
Das ist der Knackpunkt! Bei Häusern Baujahr 1967 hast du meistens die Wahl. Es gibt den Verbrauchsausweis und den Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre. Da guckt man also, was wurde wirklich verbraucht. Der Bedarfsausweis hingegen ist etwas aufwendiger. Da wird das Haus sozusagen rechnerisch durchleuchtet: Wie gut sind die Wände gedämmt? Welche Heizung ist verbaut? Wie sind die Fenster? Daraus wird dann der Bedarf errechnet.
Welcher ist besser für mein Haus?
Also, pauschal kann man das nicht sagen. Der Verbrauchsausweis ist günstiger und schneller zu bekommen, weil er eben auf den Verbrauchsdaten basiert. Aber: Wenn die Vormieter oder -besitzer ziemliche Heizverschwender waren, dann sieht dein Haus im Ausweis schlechter aus, als es vielleicht ist. Der Bedarfsausweis ist zwar teurer, aber er gibt ein genaueres Bild vom tatsächlichen Zustand des Hauses. Und wenn du energetische Sanierungen geplant hast oder schon durchgeführt hast, dann lohnt sich der Bedarfsausweis auf jeden Fall.
Ich erinnere mich da an meinen Onkel Herbert. Der hat auch ein Haus aus den 60ern, und der hat sich total geärgert, weil sein Verbrauchsausweis so schlecht war. Dabei hatte er schon neue Fenster einbauen lassen! Er hätte lieber einen Bedarfsausweis machen sollen, hat er dann gesagt. War natürlich im Nachhinein schlauer.
Was steht denn so drin im Energieausweis überhaupt?
Der Energieausweis ist eigentlich ganz einfach aufgebaut. Da gibt es eine Art Ampelsystem. Grün bedeutet, das Haus ist energieeffizient, rot bedeutet, da ist noch Luft nach oben. Außerdem stehen da Empfehlungen drin, was man verbessern könnte. Zum Beispiel: Dämmung verbessern, Heizung austauschen, neue Fenster einbauen. Das ist eigentlich ganz hilfreich, auch wenn man nicht gleich alles umsetzen kann.
Wo bekomme ich so einen Energieausweis?
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst einen Energieberater beauftragen, der kommt dann zu dir nach Hause und nimmt alles auf. Oder du suchst online nach Anbietern. Da gibt es viele, aber da muss man ein bisschen aufpassen, dass man nicht an unseriöse Anbieter gerät. Am besten, du fragst mal im Bekanntenkreis rum, ob jemand einen guten Energieberater empfehlen kann.
Ich hab meinen Energieausweis damals über eine Empfehlung von meinem Nachbarn bekommen. Der Energieberater war super nett und hat mir alles genau erklärt. War zwar nicht ganz billig, aber es hat sich gelohnt, fand ich.
Was kostet der Spaß?
Die Kosten für einen Energieausweis variieren, je nachdem, ob du einen Verbrauchs- oder Bedarfsausweis brauchst und welchen Anbieter du wählst. Ein Verbrauchsausweis ist meistens günstiger, so ab 50 Euro geht’s los. Ein Bedarfsausweis kann schon mal ein paar hundert Euro kosten. Aber wie gesagt, es lohnt sich, die Preise zu vergleichen und sich gut zu informieren.
Gültigkeit nicht vergessen!
Ganz wichtig: Ein Energieausweis ist nicht ewig gültig! Er ist 10 Jahre gültig. Danach musst du ihn erneuern lassen. Also, nicht vergessen, wenn du dein Haus verkaufen oder vermieten willst.
Fazit: Energieausweis für Baujahr 1967 – kein Hexenwerk!
Also, du siehst, ein Energieausweis für ein Haus Baujahr 1967 ist eigentlich kein Hexenwerk. Wichtig ist, dass du dich gut informierst, ob du überhaupt einen brauchst, welchen Ausweis du wählst und welchen Anbieter du beauftragst. Und dann steht dem Verkauf oder der Vermietung deines Hauses nichts mehr im Wege. Und vielleicht bekommst du ja sogar ein paar Anregungen, wie du dein Haus noch energieeffizienter machen kannst! Ist doch auch was, oder?
