Benching im Job – die unsichtbare Warteschleife
Fangen wir mal mit dem Job an. Kennst du das, wenn du irgendwo für ein Projekt eingestellt wirst, aber eigentlich gerade nichts zu tun hast? Du sitzt quasi auf der Ersatzbank, wartest, dass es losgeht. Genau das ist Benching im Business-Jargon. Man wird quasi „geparkt“ – nicht gekündigt, aber auch nicht wirklich eingesetzt. Das fühlt sich, naja, nicht so prickelnd an, ehrlich gesagt.
Ich erinnere mich an meinen Kumpel Sven, der in einer IT-Firma arbeitet. Er wurde mal für ein Riesending eingestellt, aber das Projekt verzögerte sich ständig und er saß wochenlang auf der Bank. Er hat das Benching damals total gehasst, weil man sich irgendwie nutzlos fühlt. Und das Schlimmste: Man wird trotzdem bezahlt, aber halt keine echten Aufgaben. Ziemlich komisch, oder?
Andererseits kann Benching auch eine Chance sein, um sich weiterzubilden oder neue Skills zu lernen, wenn einem die Firma das erlaubt. Aber mal ehrlich, wer hat da schon immer so viel Lust drauf? Ich meine, man will doch lieber was machen, als rumzusitzen.
Benching beim Dating – das moderne Ghosting mit Anlauf
Jetzt wird’s spannend: Benching im Dating. Du hast jemanden kennengelernt, die Gespräche laufen eigentlich gut, aber plötzlich wird’s irgendwie... zäh. Der Kontakt bleibt, aber so richtig weiter geht nichts. Wie auf der Ersatzbank sitzen, nur halt im Herzen. Kennst du das?
Ich hatte mal so eine Geschichte mit einer Kollegin, nennen wir sie Lisa. Sie schrieb mit einem Typen, der super nett war, aber immer nur sporadisch antwortete. Nicht wirklich abweisend, aber auch nicht engagiert. Lisa hat das als Benching bezeichnet, weil der Typ sie irgendwie warmhielt, ohne sich wirklich zu binden. Total ätzend, wenn du mich fragst.
Es ist so eine Art halbes Interesse, die einen irgendwie hängen lässt. Und man fragt sich ständig: Bin ich jetzt die Backup-Option oder gibt’s da echt noch was? Manchmal ist es schwer, da klar zu kommen, weil man ja auch nicht komplett abschreiben will. Aber ehrlich, Benching ist oft einfach nur Zeitverschwendung.
Warum tun Menschen das überhaupt?
Gute Frage, oder? Ich glaube, Benching passiert, weil niemand gern komplett „nein“ sagt. Im Job will man die Leute nicht verlieren, falls später Bedarf entsteht. Beim Dating will man sich Optionen offenhalten, ohne sich festzulegen. Eigentlich total verständlich, aber auch irgendwie mies, weil es die andere Person ins Ungewisse stürzt.
Manchmal denke ich, es wäre besser, klar zu kommunizieren, anstatt jemanden auf der Bank zu parken. Aber ja, die Wahrheit ist oft unbequem, und Menschen sind halt kompliziert.
Meine kleine Benching-Empfehlung
Wenn du dich gerade auf der Ersatzbank fühlst – egal ob im Job oder in der Liebe – dann frag dich: Will ich wirklich warten? Und wie lange? Manchmal ist es besser, selbst den Mut zu haben und zu fragen, was Sache ist. Kommunikation ist da der Schlüssel, auch wenn’s unangenehm ist.
Und falls du selbst mal benchst – also Leute so warmhältst – denk dran, wie es sich anfühlt, auf der Bank zu sitzen. Vielleicht hilft das ja, ein bisschen fairer zu sein.
Ach ja, und weißt du was? Manchmal ist Benching auch eine kleine Chance, um zu reflektieren, was man eigentlich will. Nicht immer schlimm, wenn man’s richtig nutzt.
