Erstmal durchatmen und nicht direkt katastrophisieren
Ganz wichtig: Nicht sofort das Schlimmste annehmen. Klar, unser Kopf spielt uns manchmal Streiche und malt direkt Horrorzenarien aus – aber meistens steckt etwas ganz anderes dahinter. Vielleicht hat er gerade stressige Tage auf der Arbeit, oder Familie nimmt ihn gerade stark in Anspruch. Mein Kumpel Tom zum Beispiel, der sonst immer mega schnell antwortet, war letztes Jahr komplett in seine berufliche Weiterbildung vertieft und hat wochenlang kaum Nachrichten geschickt. Da dachte ich auch erst, ohje, aber nein, er war einfach im Flow. Manchmal ist es wirklich so.
Ein bisschen reflektieren: Wie war es denn davor?
Überleg mal: Wie war eure Kommunikation, bevor es weniger wurde? War sie intensiv und dann ist sie abgeflacht? Oder war sie von Anfang an eher... naja, sagen wir entspannt? Das macht nämlich einen Riesenunterschied. Wenn ihr euch anfangs stündlich geschrieben habt und es jetzt nur noch alle zwei Tage ist, fühlt sich das natürlich krass an. Wenn es aber von vornherein locker war, dann ist die Veränderung vielleicht gar nicht so dramatisch. Aber hey, ich verstehe total, dass man da unsicher wird. Das geht mir genauso.
Die Sache mit dem eigenen Verhalten
Okay, mal eine blöde Frage: Schreibst du vielleicht auch weniger? Manchmal merken wir gar nicht, dass wir selbst das Tempo verlangsamen, und wundern uns dann, warum der andere nicht mehr so initiiert. Oder wir werden etwas... naja, fordernder. So nach dem Motto: „Warum meldest du dich nicht?“ – und das spürt der andere vielleicht. Einfach mal selbst checken: Bin ich gerade anders als sonst? Vielleicht unbewusst?
Einfach mal fragen – aber wie?
Kommunikation ist key, sagt man immer. Aber wie fragst du das, ohne dass es komisch rüberkommt? Also ich persönlich mag es, wenn es locker und ungezwungen bleibt. Statt „Warum schreibst du so selten?“ vielleicht lieber: „Alles okay bei dir? Hab dich die Tage irgendwie wenig gehört!“ So zeigst du Interesse, ohne Druck zu machen. Fun-Fact: Meine Freundin Lena hat mal genau das bei ihrem Typen gemacht, und es stellte sich raus, dass er einfach seinen Handybildschirm kaputt hatte und es nicht über sich gebracht hat, das zuzugeben. Krass, oder? Manchmal sind die Gründe so banal.
Und wenn es doch mehr ist?
Ja, klar, es kann auch sein, dass da tatsächlich etwas im Argen liegt. Vielleicht hat er kein Interesse mehr, oder er ist unsicher, wie es weitergehen soll. Das tut weh, keine Frage. Aber besser, man weiß Bescheid, als ewig im Ungewissen zu bleiben. Ich finde, nach einer Weile des Abwartens sollte man das ansprechen. Einfach, um Klarheit zu haben. Denn du verdienst jemanden, der zu dir steht und dich nicht auf die lange Bank schiebt.
Am Ende: auf dich selbst konzentrieren
Ganz ehrlich: Wenn jemand nicht regelmäßig schreibt, obwohl er es könnte, sagt das oft etwas über seine Prioritäten aus. Und da solltest du dir überlegen: Will ich das? Will ich jemanden, bei dem ich mich ständig frage, ob er überhaupt Bock hat? Meistens ist es besser, die Energie in sich selbst zu stecken – Hobbies, Freunde, sich selbst etwas Gutes tun. Dann kommt oft von ganz alleine wieder Bewegung in die Sache, oder du merkst, dass du auch ohne ihn klarkommst. Win-win quasi.
Also: tief durchatmen, nicht verrückt machen, und im Zweifel einfach mal das Gespräch suchen. Du schaffst das schon!
