Was ist eine Aura eigentlich?
Aber dann neulich, in München beim Yoga-Weekend mit Lisa – du kennst sie, die mit den bunten Wickelröcken und immer einer Kerze dabei – da kam das Thema wieder hoch. Und ich dachte mir: Okay, mal richtig nachfragen. Was ist das eigentlich, diese Aura?
Also, so richtig wissenschaftlich gesehen – Fehlanzeige. Es gibt keine Studien, die belegen, dass Auras sichtbar sind oder messbar. Aber viele Menschen, und das nicht nur Esoteriker, glauben daran. Sie beschreiben die Aura als eine Art Energiestrahl, die den Körper umgibt. Wie ein unsichtbares Feld, in dem Stimmung, Gesundheit, Emotionen irgendwie gespeichert sind.
Einige behaupten sogar, sie könnten Farben sehen – grün für Heilung, rot für Leidenschaft, blau für Ruhe. Andere sagen, die Aura verändert sich je nach Tagesform. Wenn du gestresst bist, wird sie dünner, wenn du glücklich bist, leuchtet sie stärker.
Kann man Auras sehen?
Ich hab mich gefragt: Kann man das lernen? Ich jedenfalls sehe nix. Oder? Vielleicht sehe ich es einfach nicht, weil ich zu skeptisch bin. Lisa sagt, wenn du dich entspannst, an einem ruhigen Ort bist und leicht ins Leere starrst – vor allem auf den Hinterkopf von jemandem – dann siehst du manchmal so einen lichten Schimmer. Bei ihr hat’s wohl funktioniert. Bei mir? Nada.
Aber dann hab ich gelesen, dass Fotografie-Techniken wie die Kirlian-Fotografie angeblich Auras sichtbar machen können. Kleine elektrische Felder um Lebewesen – das sieht tatsächlich aus wie ein Leuchten. Ob das jetzt die Aura ist oder einfach nur Physik? Keine Ahnung. Aber irgendwie berührt es das Thema, oder?
Wenn sich die Aura verändert – was passiert dann?
Stell dir vor, du wachst morgens auf und deine Aura ist grau. Klingt doof, oder? Menschen, die daran glauben, sagen, dass so was auf Erschöpfung, Traurigkeit, sogar Krankheit hindeuten kann. Wenn die Aura klar und hell ist, fühlst du dich meistens auch so – klar, wach, verbunden.
Ich erinner mich an eine Woche, da war ich total down. Konnte nicht schlafen, hatte dauernd Kopfschmerzen, war gereizt. Mein Freund hat damals gesagt: „Du strahlst gerade null Energie aus.“ Und weißt du was? Ich hab mich auch so gefühlt. Als wär ich eingepackt in Watte, und alles um mich herum war dumpf. Vielleicht war meine Aura in dem Moment tatsächlich gedämpft. Kann sein.
Was tun, wenn die Aura „kaputt“ ist?
Gibt’s so was wie eine defekte Aura? Nicht wirklich. Aber viele glauben, dass du sie wieder aufladen kannst. Wie ein Handy, das leer ist. Meditation, Zeit in der Natur, ehrliche Gespräche, gesunde Ernährung – das soll helfen. Und auch Dinge wie Räuchern, Kristalle, Singing Bowls. Ich bin da nicht komplett überzeugt, aber… warum nicht?
Letzten Sommer war ich in der Schweiz wandern, bei Interlaken. Kein Handyempfang, nur Bergluft, Vögel, Wasser. Nach zwei Tagen hab ich gemerkt, wie sich was in mir verändert hat. Ich war ruhiger, hatte wieder Lust, zu lachen. Meine Freunde meinten sogar: „Du siehst irgendwie heller aus.“ Vielleicht war’s die Sonne. Oder meine Aura.
Kann die Aura anderen was antun?
Spannend ist auch das: Manche sagen, du kannst mit deiner Aura andere beeinflussen. Wenn du negativ drauf bist, ziehst du andere runter. Wenn du offen und positiv bist, strahlst du das aus. Ist das einfach nur Empathie? Gefühl für Stimmungen? Oder ist da mehr?
Ich kenn das – wenn ich in einen Raum komme und jemand ist total angespannt, dann fühle ich das sofort. Nicht weil ich was sehe, sondern weil ich es spüre. Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Stille. Vielleicht ist das, was wir Aura nennen, eigentlich nur eine andere Art, Intuition zu beschreiben.
Und wenn man einfach nicht dran glaubt?
Das ist auch okay. Ehrlich. Ich glaube nicht an Engelskarten oder Horoskope. Aber ich glaube an Energie – im übertragenen Sinn. Dass Menschen ausstrahlen. Dass du jemanden betreten fühlst, bevor er was sagt. Dass man sich in manchen Räumen wohl fühlt, in anderen nicht. Das muss nicht spirituell sein. Das kann auch neurologisch sein. Oder psychologisch.
Vielleicht ist die Aura einfach eine Metapher. Eine schöne, bildhafte Art, zu sagen: Ich spüre, wie es dir geht. Ich merke, was du mitnimmst. Und ich hoffe, dass meine Energie – oder wie auch immer du’s nennen willst – ein bisschen Licht bringt.
Was meinst du? Hast du schon mal das Gefühl gehabt, jemand strahlt etwas ganz Bestimmtes aus? Oder hast du jemanden kennengelernt, bei dem du dachtest: Der hat was Besonderes? Ich sag nur: Beobachten lohnt sich. Auch wenn du nichts siehst.
Honestly – ich weiß nicht, ob Auras echt sind. Aber das Gefühl dahinter? Das ist es. Auf jeden Fall.
