Tilgungsrate – klingt trocken, ist aber mega wichtig
Was bedeutet Tilgungsrate eigentlich genau?
Also: Die Tilgungsrate ist der Anteil deiner monatlichen Kreditrate, der tatsächlich in die Rückzahlung des geliehenen Geldes fließt – nicht in die Zinsen. Je höher die Tilgungsrate, desto schneller bist du schuldenfrei. Klingt simpel, aber der Teufel steckt wie immer im Detail.
Beispiel mit echten Zahlen
Nehmen wir mal an, du nimmst 300.000€ Kredit auf mit 3% Zinsen:
Tilgungsrate 1%: Du brauchst ca. 45 Jahre zur Rückzahlung.
Tilgungsrate 3%: Du bist in etwa 22 Jahren durch.
Und die Zinskosten? Bei 1% Tilgung zahlst du am Ende deutlich mehr als bei 3%.
Tja, das hat mir natürlich keiner beim ersten Gespräch gesagt. Ich hab's erst kapiert, als ich den Tilgungsplan gesehen hab. Da hab ich fast mein Croissant ausgespuckt.
Was gilt als „gut“ bei der Tilgung?
Früher: 1% war Standard – heute eher zu wenig
Früher, als die Zinsen bei 1% rumgedümpelt sind, war 1% Tilgung üblich. Aber heute, mit 3–4% Zinsen? Da kommst du mit 1% Tilgung einfach nicht voran. Die Restschuld bleibt riesig, und du zahlst jahrzehntelang drauf.
Empfehlung vieler Experten: Mindestens 2–3% Tilgungsrate – besser mehr, wenn du’s dir leisten kannst.
Ich persönlich bin bei 2,5%, weil ich ein bisschen Puffer wollte. David macht 3% – und ist ständig am Rechnen, wie viel schneller er dadurch fertig ist. Ich beneide ihn manchmal, aber naja… ich mag auch essen gehen
Flexibilität ist Gold wert
Was viele vergessen: Guck dir an, ob du Sondertilgungen machen kannst. Manche Banken bieten 5% pro Jahr zusätzlich. Das kann mega helfen, wenn mal eine Erbschaft oder ein Bonus reinkommt.
Wie finde ich meine optimale Tilgungsrate?
Ehrlich zu dir selbst sein (und zum Konto)
Setz dich hin, schau dir deine Finanzen an. Was bleibt am Monatsende wirklich übrig – nach Fixkosten, ein bisschen Spaß, Rücklagen? Dann rechnest du durch, ob z.B. 2% Tilgung plus 500€ Sondertilgung im Jahr drin sind. Nicht übertreiben – aber auch nicht zu zaghaft.
Ich hab den Fehler gemacht, meine Rate zu niedrig anzusetzen. War bequem – am Anfang. Aber dann hab ich gesehen, wie langsam die Restschuld schrumpft. Echt frustrierend. Hab dann nachverhandelt und die Tilgung angepasst. Ging zum Glück, aber war Stress, den man sich sparen kann.
Tools & Rechner nutzen
Gibt echt coole Online-Rechner. Einfach Kreditbetrag, Zinssatz und gewünschte Tilgung eingeben – und du siehst sofort, wie lang du zahlen wirst. Macht das Ganze greifbarer.
Fazit: Eine „gute“ Tilgungsrate hängt von dir ab
Also: Eine gute Tilgungsrate ist die, die dich in angemessener Zeit schuldenfrei macht, ohne dass du dich jeden Monat komplett einschränken musst. 2–3% ist heute ein realistischer, sinnvoller Bereich. Mehr, wenn’s geht. Aber bitte: Nicht aus Angst zu niedrig ansetzen.
Und wenn du noch ganz am Anfang stehst: Hol dir mehrere Angebote ein. Vergleiche nicht nur Zinsen, sondern auch Flexibilität bei der Tilgung. Es lohnt sich. Ehrlich.
Ich hätte mir gewünscht, dass mir das jemand so erklärt hätte, bevor ich unterschrieben hab. Deshalb schreib ich das hier – vielleicht hilft’s dir ja, einen Fehler weniger zu machen.
