Es gibt da so einige Kandidaten
Wenn man darüber nachdenkt, kommen einem sofort ein paar Titel in den Sinn. „Bohemian Rhapsody“ von Queen zum Beispiel. Dieses Lied ist einfach... anders. Freddie Mercury hat da etwas geschaffen, was es so vorher nicht gab. Oper, Rock, Ballade – alles in einem Stück. Und jeder, wirklich jeder, kann zumindest ein paar Zeilen mitsingen, oder? „Mama, just killed a man...“
Oder was ist mit „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana? Dieses Lied hat nicht nur einen Sound definiert, sondern eine ganze Generation. Der Gitarrenriff ist so ikonisch, dass man ihn sofort erkennt, auch wenn man eigentlich gar kein Grunge-Fan ist. Es hat diese raw Energie, die einfach nicht mehr wegzugehen scheint.
Aber dann ist da noch der Elefant im Raum
Ich meine, wir können nicht über die bekanntesten Songs ever reden, ohne „Yesterday“ von den Beatles zu erwähnen. Laut Guinness-Buch der Rekorde ist es einer der am häufigsten gecoverten Songs der Geschichte. Über 2000 Versionen sollen es sein! Das ist doch komplett verrückt. Paul McCartney soll die Melodie übrigens im Traum gehabt haben und sich dann sofort ans Klavier gesetzt haben, aus Angst, sie wieder zu vergessen. Kannst du dir das vorstellen?
Aber Moment mal, bekannt heißt ja nicht gleich beliebt. Da gibt es ja noch so andere Maßstäbe. Verkaufszahlen zum Beispiel. Und da taucht dann immer wieder ein Name auf: „White Christmas“ von Bing Crosby. Über 50 Millionen verkaufte Singles! In einer Zeit ohne Streaming! Das ist eine Hausnummer, die kaum zu schlagen ist.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Gefühl
Weißt du, manchmal geht es ja gar nicht um Zahlen oder Fakten. Sondern darum, welches Lied die größte kulturelle Wirkung hatte. „Imagine“ von John Lennon ist so ein Kandidat. Diese Hymne für den Frieden ist so einfach und doch so mächtig. Sie wird bei Olympischen Spielen gespielt, bei Trauerfeiern, bei Protesten. Sie ist mehr als nur ein Song.
Ich erinnere mich, wie meine Oma, die eigentlich überhaupt keine Englisch konnte, immer die Melodie von „Yesterday“ gepfiffen hat. Sie wusste gar nicht, was die Worte bedeuten, aber die Melorie, die kannte sie. Das sagt doch schon was aus, finde ich.
Mein persönlicher Favorit? Schwierig.
Ganz ehrlich, ich könnte mich nie auf einen festlegen. Es kommt so auf den Tag an. Manchmal ist es „Billie Jean“ von Michael Jackson, wegen dieses Basslaufs, der einfach jeden Raum zum Beben bringt. Und dieser Tanzschritt! Einfach legendär.
An anderen Tagen schwöre ich auf „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan. Dieses Lied hat die Popmusik einfach neu erfunden. Die Texte, die Länge, die Attitüde – alles war plötzlich anders.
Also, was ist jetzt die Antwort?
Tja... die ernüchternde Wahrheit ist: Es gibt sie nicht, die eine richtige Antwort. Es kommt total drauf an, wie man „bekannt“ definiert. Ist es der Song, den die meisten Menschen auf der Welt erkennen? Der mit den meisten Verkäufen? Der mit der größten kulturellen Strahlkraft? Der, der am häufigsten gecovert wurde?
Jede Metrik bringt uns zu einem anderen Champion. Vielleicht ist das aber auch das Schöne daran. Musik ist ja zum Glück keine exakte Wissenschaft. Sie ist Gefühl, Erinnerung, Gemeinschaft.
Am Ende, denke ich, hat jeder so seinen eigenen „bekanntesten Song aller Zeiten“. Einen Song, der ihn berührt, den er nie vergisst, und der sofort ein Gefühl oder eine Erinnerung wachruft. Vielleicht ist es ja sogar ein Lied, von dem ich hier noch gar nicht gesprochen habe. Was ist dein Kandidat?
Felix und ich haben uns übrigens nach drei Kaffees immer noch nicht einigen können. Aber das macht ja nichts. Hauptsache, wir hatten eine gute Unterhaltung über Musik, die wir beide lieben.
