Dieser American Dream, oder?
Also ehrlich gesagt, ich glaube viel davon hat mit dieser Idee vom "American Dream" zu tun. Dieses Versprechen, dass man es schaffen kann, egal woher man kommt. Mein Freund Markus – kennst du ihn? – der ist vor fünf Jahren nach Austin gegangen, einfach so. Hat gesagt: "In Deutschland wär ich nie auf die Idee gekommen, mein eigenes Tech-Startup zu gründen. Aber in Texas? Da traut man sich das einfach."
Und da ist was dran, finde ich. In den Staaten gibt's diese Kultur des "Just do it", die bei uns manchmal fehlt. Nicht dass Deutschland nicht toll wäre, aber hier ist alles vielleicht ein bisschen... naja, durchgeplant.
Die Vielfalt, die einfach krass ist
Was mich immer umhaut, wenn ich dort bin: Wie verdammt vielfältig alles ist. Landschaftlich, kulturell, kulinarisch. Du kannst morgens in den Rocky Mountains ski gehen und abends am Strand von Kalifornien surfen. Okay, vielleicht etwas übertrieben, aber du weißt, was ich meine.
Diese Offenheit für Neues – ich erinnere mich, wie ich mal in einem Food Truck in Brooklyn stand und zwischen koreanischen Tacos und puerto-ricanischen Empanadas nicht wusste, wo mir der Kopf steht. In Berlin gibt's zwar auch Street Food, aber irgendwie... anders.
Geld, Karriere, Opportunitäten
Kommen wir mal zum Praktischen: Viele gehen einfach wegen des Geldes. Punkt. In bestimmten Branchen verdienst du in den USA einfach das Doppelte oder Dreifache. Mein Cousin arbeitet als Softwareentwickler in Seattle und lacht immer über deutsche Gehälter. "Bei euch ist ja alles so... bescheiden", sagt er dann.
Aber natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Krankenversicherungssituation ist ja bekanntermaßen katastrophal, und diese Arbeitskultur mit nur zwei Wochen Urlaub – puh, da würd ich durchdrehen. Trotzdem: Für ambitionierte Leute kann das Karriere-Sprungbrett einfach unschlagbar sein.
Die Kehrseite der Medaille
Jetzt muss ich aber auch sagen: Nicht alles ist so rosig, wie es von außen aussieht. Die politischen Spannungen, die Waffengewalt, diese enormen sozialen Unterschiede – das schreckt viele auch ab. Meine Tante war letztes Jahr in Chicago und hat mir geschrieben: "Hier sieht man den American Dream und den American Nightmare direkt nebeneinander."
Und trotzdem... irgendwie übt das Land immer noch diese Faszination aus. Vielleicht weil es so unvollkommen ist? Weil es sich ständig verändert und widerspricht?
Was denkst du eigentlich?
Ich finds spannend, wie unterschiedlich die Gründe sind. Für die einen ist's die Karriere, für die anderen die Abenteuerlust, wieder andere träumen einfach von diesem typischen "Haus mit weißem Zaun" – obwohl das ja eigentlich eher ein Klischee ist, oder?
Am Ende ist es wohl dieser Mix aus Möglichkeit und Mythos. Die USA verkörpern immer noch diese Idee von Freiheit und Neuanfang, die wohl in uns allen irgendwie mitschwingt. Auch wenn wir wissen, dass die Realität oft komplizierter ist.
Was meinst du? Würdest du auch mal hin wollen? Ich überleg manchmal... aber dann denk ich an diesen Wahnsinns-Flugpreis und dass ich mein Brot hier eigentlich ganz gern mag.
